02.01.2016

HausmitteilungBetr.: Titel, Neuerungen, Brot

Jahreswende: Zeit für gute Vorsätze, vielleicht auch der Moment, Bilanz zu ziehen. Die prägenden Ereignisse, von schmeichelhaft bis peinlich, wollen beurteilt werden, und die Jury in diesem Tribunal ist einzig unsere Erinnerung – aber ist darauf Verlass? SPIEGEL-Redakteur Manfred Dworschak, Autor der Titelgeschichte, hat mit Gedächtnisforschern, Polizeipsychologen und Juristen gesprochen. Das Ergebnis: Erstaunlich leicht ist das Gedächtnis zu überlisten, nicht selten sind es erfundene Erinnerungen, die uns wärmen oder unnötig quälen. Erst jetzt erkennt die Forschung, dass die vermeintliche Schwäche einen tieferen Sinn hat: "Vor allem Autoritäten wie Eltern oder Freunde können uns Erinnerungen einflüstern, suggerieren", sagt Dworschak. "So entstehen die Anekdoten und Legenden, auf denen unser Sozialleben beruht." Seite 14

Weniger Armut, steigender Wohlstand, die Kindersterblichkeit sinkt. Der SPIEGEL beginnt im neuen Jahr mit einer Rubrik, die den guten Nachrichten gewidmet ist. Unter dem Motto "Früher war alles schlechter" wird SPIEGEL-Redakteur Guido Mingels künftig jede Woche in Text und Grafik einen Trend zum Besseren vorstellen. Denn es bewegt sich auf Erden vieles in die richtige Richtung. Ein Gewährsmann für diese These ist der junge deutsche Oxford-Ökonom Max Roser, den SPIEGEL-Redakteur Hilmar Schmundt in dieser Ausgabe porträtiert. Roser steht für eine weltweit sich formierende Bewegung der rationalen Optimisten. Eine weitere Veränderung im Heft, sicherlich auch zum Guten: Hinter dem Leitartikel erscheint von nun an jede Woche eine Meinungsseite – bestehend aus einer neuen Rubrik unter dem Titel "So gesehen", der Karikatur von Kittihawk und der politischen Kolumne. Kolumnist Markus Feldenkirchen ist neu im Team. Seiten 12, 50, 104

Das deutsche Bäckerhandwerk gegen Aldi Süd – als Spiegel-Autorin Barbara Supp von diesem Zivilprozess erfuhr, war sie nicht nur aus journalistischen Gründen interessiert: Seit einigen Jahren backt sie ihr Brot gern selbst. Das Verfahren am Duisburger Landgericht war für sie Anlass zu einer Recherche über die Situation des deutschen Brotes. Dabei lernte sie, in der Backstube des hannoverschen Demeter-Bäckers Christian Lecht, wie kurz eine Nacht vor dem Ofen doch sein kann für den Profi, der die ganze Arbeit macht. Beim Prozessgutachter Jürgen-Michael Brümmer, als Sauerteig-Koryphäe weithin anerkannt, erfuhr sie wiederum, wie der Backprozess aus wissenschaftlicher Sicht zu betrachten sei. Brümmer ist kein Öko, aber ein Freund der röschen Kruste. Brümmers Anweisungen folgend buk Supp dann ein Roggenmischbrot. Der Professor war zufrieden, einigermaßen. Seite 52

DER SPIEGEL 1/2016
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