16.01.2016

HausmitteilungBetr.: Titel, Türkei, Bolschoi-Theater

Die Kölner Silvesternacht beschäftigt Deutschland. Wie konnte es zu einem solchen Versagen des Staates kommen? Werden die Kölner Ereignisse zum Wendepunkt für Angela Merkels Flüchtlingspolitik? Diesen Fragen gehen SPIEGEL-Redakteure in der Hauptstadt und den Ländern nach, in Köln sprachen Barbara Schmid, Sven Röbel und Fidelius Schmid mit Opfern und Ermittlern. Streit gab es unter Feministinnen: Für Alice Schwarzer waren die Übergriffe eine Folge "falscher Toleranz", junge Feministinnen, wie etwa die #aufschrei-Initiatorin Anne Wizorek, warfen ihr daraufhin vor, eine rassistische Stimmung zu schüren. Der SPIEGEL lud die beiden zum Streitgespräch ein. Bevor der Streit beginnen konnte, einigten sich die Frauen aufs Du. Das Gespräch war dann so hitzig, dass Schwarzer und Wizorek immer wieder ins distanzierende Sie zurückfielen. Der Satz "Wir wollten uns doch duzen" wurde zum Running Gag der Begegnung. Seiten 12, 30

Seit dem vergangenen Jahr, als Selbstmordattentäter in Suruç und Ankara mehr als 130 Menschen töteten, ist die Türkei zum Frontstaat im Kampf gegen den Terrorismus geworden. Der Anschlag in Istanbul offenbart eine neue Qualität: Erstmals gerieten Touristen ins Visier, zehn deutsche Urlauber starben. SPIEGEL-Redakteure recherchierten Hintergründe und mögliche Folgen der Tat, Maximilian Popp sprach in Istanbul mit Überlebenden des Anschlags, mit türkischen Sicherheitsleuten sowie mit Politikern. Besonders berührte ihn, wie viele Türken sich täglich auf dem Sultanahmet-Platz versammeln, um der Opfer zu gedenken. Sobald man sage, dass man Deutscher sei, sagt Popp, spreche einem jeder sein Beileid aus. Seite 80


Drei Jahre ist es her, dass ein Säureanschlag auf Ballettchef Sergej Filin das Moskauer Bolschoi-Theater in Verruf brachte. Heute, 36 Augen- und Gesichtsoperationen später, kämpft Filin noch immer um jedes Prozent seines Sehvermögens – und das Bolschoi um seine Zukunft. Die Theaterleitung versucht einen Neuanfang, muss sich aber gegen Vetternwirtschaft, Korruption und politische Übergriffe wehren. Kunst ist am Bolschoi immer auch politisch: Reformer wie Filin, die das russische Ballett für internationale Einflüsse öffnen möchten, stoßen auf den Widerstand der Traditionalisten. Während die SPIEGEL-Redakteure Matthias Schepp und Samiha Shafy in Moskau recherchierten, ließ Filin gerade "Die Kameliendame" proben, mit der jungen Ballerina Olga Smirnowa in der Titelrolle. "Das Bolschoi wirkt momentan wie ein Gegenentwurf zur russischen Wirklichkeit", sagt Shafy. "Das Theater ist eine weltoffene kleine Insel." Seite 118

DER SPIEGEL 3/2016
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