16.01.2016

VW-AffäreBefangene Experten

Die Untersuchungskommission der Bundesregierung zum Abgasskandal bei VW ist nicht mit unabhängigen Mitgliedern besetzt. Vier Vertreter stammen aus dem Bundesverkehrsministerium, drei aus dem für die Typgenehmigung der Fahrzeuge verantwortlichen Kraftfahrt-Bundesamt. Lediglich ein Mitglied ist ein Professor von der Technischen Universität München, der aber in der Vergangenheit für die Fahrzeugindustrie gearbeitet hat. Mit dem Gremium will Minister Alexander Dobrindt (CSU) klären lassen, wie es zum Betrug bei Dieselfahrzeugen durch VW kommen konnte. Es soll auch prüfen, ob andere Pkw-Hersteller ebenfalls ihre Abgasanlagen manipuliert haben. Dobrindt hatte sich in den vergangenen Monaten geweigert, der Opposition die Namen der Kommissionsmitglieder zu nennen. Die Grünen beschwerten sich darüber bereits förmlich bei Bundestagspräsident Norbert Lammert. Im Ministerium begründet man die Geheimhaltung damit, dass man die Mitglieder "in Ruhe arbeiten" lassen wolle.
Von Gt

DER SPIEGEL 3/2016
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