06.02.2016

BundesministerienMehr prekäre Jobs

Die Bundesregierung stellt neue Mitarbeiter mit Vorliebe befristet ein. Von rund 13 700 Beschäftigten, die die 14 Bundesministerien und ihre nachgeordneten Behörden im vergangenen Jahr anheuerten, erhielten knapp 7000 nur einen Arbeitsvertrag auf Zeit. Zugleich wurden auch mehr Leiharbeiter eingesetzt. Ihre Zahl stieg 2015 leicht auf 493, gegenüber 471 im Jahr 2014. Die Statistik geht zurück auf die Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. Nach deren Berechnung erfolgten fast 60 Prozent aller 2015 bestehenden Befristungen ohne Grund, es handelte sich also nicht um Krankheitsvertretungen oder besondere Engpässe. "Bundesministerien und Behörden ignorieren mit dieser Praxis ihre Vorbildfunktion", kritisiert die Grünen-Politikerin Beate Müller-Gemmeke. "Befristungen ohne Grund führen dazu, dass die Beschäftigten permanent in Unsicherheit leben." Die SPD hat im Einklang mit den Gewerkschaften Befristungen und Leiharbeit regelmäßig als "prekäre Beschäftigungsformen" kritisiert.
Von Cos

DER SPIEGEL 6/2016
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