13.02.2016

FußballNetto statt brutto

Ob Bayern München in dieser Champions-League-Saison noch auf Real Madrid treffen wird, ist unklar. Klar ist dagegen, dass beide Mannschaften in der Saisonvorbereitung sowohl im Sommer 2016 als auch im Sommer 2017 jeweils ein Freundschaftsspiel ausrichten wollen. Dazu haben sich die Klubs in den Transfervereinbarungen für Toni Kroos und Xabi Alonso, die der SPIEGEL von der Enthüllungsplattform Football Leaks zur Prüfung und Veröffentlichung erhielt, gegenseitig verpflichtet.
Das Ablösespiel für Toni Kroos findet demnach im Sommer 2016 in München statt, wobei der FC Bayern den Madrilenen Reise und Aufenthalt zahlen, aber auch sämtliche Gewinne einstreichen soll. Ein Jahr später soll das Ablösespiel für Alonso im Bernabéu-Stadion stattfinden, wobei sämtliche Einnahmen in die Kassen von Real fließen sollen. Für Kost und Logis der Bayern sollen die Madrilenen aufkommen. Toni Kroos wechselte im Juli 2014 von München nach Madrid, Xabi Alonso kam im Gegenzug von Real zum FC Bayern.
Die Kroos-Verträge veröffentlichte Football Leaks vor wenigen Tagen auf seiner Homepage. Die Transfervereinbarung zum Alonso-Wechsel will Football Leaks demnächst ins Netz stellen. Aus der vier Seiten umfassenden Vereinbarung, unterzeichnet am 28. August 2014, geht hervor, dass der FC Bayern eine Ablösesumme in Höhe von 7,5 Millionen Euro an Real überweisen musste, zahlbar in zwei Tranchen – zunächst 4 Millionen, dann 3,5 Millionen, die zweite Zahlung bis spätestens 15. Juli 2015. Außerdem, so steht es in dem Papier, sollte Bayern München weitere 1,5 Millionen Euro zahlen, falls Alonso in seiner ersten Saison mindestens 30 offizielle Spiele für seinen neuen Arbeitgeber machte. Es wurden 38.
Auffällig ist, dass die Millionen für Alonsos Ablöse als Nettosummen ausgewiesen sind. Wie hoch der Bruttobetrag war, den die Bayern zahlten, geht aus dem Dokument nicht hervor. Der FC Bayern äußerte sich auf Anfrage weder zum Inhalt der Wechselvereinbarung mit Toni Kroos noch zu der mit Xabi Alonso.
Von Rab, und Wul,

DER SPIEGEL 7/2016
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