04.08.1980

Pop-Diplome aus Hamburg

Mitte Juli gab das Bundeswissenschaftsministerium seine Zustimmung für die Finanzierung eines in der Bundesrepublik einmaligen Studienganges: An der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst sollen in einem dreijährigen Modellversuch Studenten ein Zertifikat als Popular- und Unterhaltungsmusiker erwerben können. Ab Juli 1981 unterrichten 30 nebenamtliche Dozenten vorerst 32 Studenten in den Sparten Rock/Jazz, Chanson/Lieder, Musical, Arrangement/Komposition. Als Ausbilder sind beim Hochschulrat der Liedermacher Konstantin Wecker, der "Studio Hamburg"-Chef Gyula Trebitsch, der NDR-Musikspezialist Horst Königstein, der Jazzer Jiggs Wighams im Gespräch. Praktika bei der Phonoindustrie und den öffentlichrechtlichen Anstalten sollen zusätzlich akademische Abgehobenheit verhindern. Denn immerhin: Hermann Rauhe, Präsident der Hamburger Musikhochschule und Vorsitzender des Popularausschusses beim sonst konservativen Deutschen Musikrat, erhofft sich von dem Modellversuch eine Qualitätssteigerung im deutschen Entertainment.

DER SPIEGEL 32/1980
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