18.08.1980

„Uns gibt Amerika keine Chance“

SPIEGEL-Report über die diskriminierten Minderheiten in den USA (I) Schwarze, Hispanics, Chinesen, Indianer -- Amerikas Minderheiten finden sich im Bodensatz des vermeintlichen Wunderlandes Amerika wieder, ohne Arbeit, verarmt, chancenlos. Brennende Häuser und geplünderte Geschäfte in Miami zeigten dieses Frühjahr: Der Haß auf die Weißen kann jederzeit zur Explosion führen.
Nur knapp verfehlte die Flasche das Fenster der von Polizisten und Leibwächtern eng umringten Präsidenten-Limousine. Sie zerplatzte am Heck des gepanzerten Autos: Jimmy Carters Kavalkade hatte sich rechtzeitig in Gang gesetzt.
Die Schmährufe, Wurfgeschosse und Drohgebärden einiger hundert wütender Demonstranten erreichten nur noch die Nachzügler jenes Trosses, mit dem der Mann aus dem Weißen Haus dem schwarzen Amerika einen Höflichkeitsbesuch abgestattet hatte.
"Miami", sagte Carter beim Abschied am 9. Juni auf dem Flughafen der Stadt, "ist eine stabile, saubere, produktive und gastfreundliche Stadt für neue Investitionen und neue Geschäfte."
Zu einer solchen Behauptung gehört Mut, vielleicht Übermut, jedenfalls aber eine blühende Phantasie.
Drei Wochen vor Carters Trip nach Florida waren in Miami bei bürgerkriegsähnlichen Krawallen und bösartigen Gewalttaten 16 Menschen umgekommen, zahllose Läden geplündert und Feuer gelegt worden. Rund 100 Millionen Dollar betrage der Schaden, meinte Bürgermeister Maurice Ferre, als er Carter um Geld und Hilfe bat.
Der Schaden ist weit größer. In Miamis Schwarzen-Viertel, das Liberty City heißt und seinen Bewohnern die Freiheit zu Armut, Arbeitslosigkeit und Analphabetentum garantiert, zerrann die Illusion, Amerika habe in den letzten zwölf Jahren seine Minderheiten integriert oder doch zumindest befriedet.
Genau ein Dutzend Jahre nach dem Aufstand in den Gettos von Los Angeles und Detroit, Chicago und Washington, als Polizisten der vielen zehntausend aufrührerischen Schwarzen nur mit Schlagstock und Revolver Herr wurden, flackerte abermals der Haß der Zukurzgekommenen auf.
Die überwiegende Mehrheit der Schwarzen, so die Lektion von Miami, lebt genauso hoffnungslos am Rande der amerikanischen Gesellschaft wie vor den Jahren der Bürgerrechtsbewegung, als das liberale Establishment der Ostküste unter Führung der Kennedy-Brüder und die aufgeklärten Schwarzen unter ihrem unbestrittenen Sprecher Martin Luther King der größten, ärmsten und geschundensten Minderheit des Landes zu mehr Recht, Ansehen und Einkommen verhelfen wollten.
Allzu viel ist daraus nicht geworden. Nach den neuesten Statistiken hat sich das Einkommensgefälle zwischen Weiß und Schwarz nicht abgeflacht, sondern eher noch vergrößert:
* Das statistische Durchschnittseinkommen schwarzer Familien erreichte 1969 gut 61 Prozent des Einkommens weißer Familien; zehn Jahre später hatte sich diese Relation auf 57 Prozentpunkte verschlechtert.
* Die Zahl arbeitsloser weißer Familienoberhäupter verdoppelte sich im Lauf der vergangenen Dekade; bei den Schwarzen stieg die Zahl auf das Dreifache.
* Die Zahl der arbeitslosen schwarzen Jugendlichen liegt mit 40 bis 60 Prozent höher als je in der amerikanischen Geschichte und ist etwa dreimal so hoch wie bei den gleichaltrigen Weißen.
Mindestens ein Viertel der insgesamt 26 Millionen Schwarzen leben, abgestumpft und isoliert, in den Gettos der Großstädte. "Ihre einzige Verbindung zur Welt der Weißen ist das Fernsehen", sagt ein schwarzer Intellektueller aus New York.
Diese Verbindungsschnur hält nicht viel aus. Sogar von Amts wegen zu Optimismus und Schönfärberei angehaltene Amerikaner fürchten inzwischen, daß Miami nur ein Vorspiel war, daß blutigere Krawalle zwischen den vernachlässigten Minderheiten und dem weißen Establishment noch bevorstehen. "Ein heißer Sommer" sei nicht auszuschließen, warnte Jimmy Carters (schwarze) Gesundheits- und Wohlfahrtsministerin Patricia Harris, als die Rauchschwaden über Miami abgezogen waren.
Eine Neuauflage des Rassenaufruhrs von 1967/68 erscheint dem schwarzen Prediger und Politiker Jesse Jackson ("Dieser Sommer wird übel") ebenso wahrscheinlich wie dem schwarzen Ökonomieprofessor Ed Irons aus Atlanta in Carters heimatlichem Südstaat Georgia: "Es ist kein Wunder, daß die schwarzen Jugendlichen zu Aufruhr neigen. Sogar als die wirtschaftliche Situation günstig war, kriegten sie keinen Job. Für sie ist der weiße Rassismus daran schuld. Amerika versucht das zu ignorieren. Aber zu irgendeinem Zeitpunkt wird es zu einer Explosion kommen."
Das explosive Gemisch, das sich in den schwarzen Vierteln zwischen Harlem in New York und Watts in Los Angeles breitmacht, ist nur schwer zu entschärfen.
Die meisten Schwarzenviertel sind in einem erbarmungswürdigen Zustand, Häuser und ganze Straßenzeilen abgebrannt. S.109 Die seit Jahrzehnten eingeübte Praxis, aufrührerische oder nur renitente Minderheiten bei Bedarf mit Knüppel und Gewehren niederzuhalten, hat die Gefahr nur noch verschärft. Der Aufstand von Miami etwa entzündete sich an Zwischenfällen wie dem Freispruch für weiße Polizisten, die einen schwarzen Motorradfahrer zu Tode mißhandelt hatten, oder der ungesühnten Vergewaltigung eines zwölfjährigen Mädchens durch einen Streifenbeamten.
Schon der offizielle Untersuchungsbericht der Unruhen von 1968, den eine Expertenkommission im Auftrag des damaligen Präsidenten Lyndon Johnson erarbeitete, hatte neben der Armut und Hoffnungslosigkeit der Schwarzen vor allem die Diskriminierung der Minderheiten durch die Justiz und die Brutalität der Polizei für den blutigen Aufstand verantwortlich gemacht: Die Wut über die Ausschreitungen der Beamten habe häufig die Situation verschärft und den Krawall ausgelöst.
Diese Erkenntnis hat, von einigen Ausnahmen abgesehen, wenig verändert. Wie in Miami werden verdächtige oder straffällige Schwarze in Philadelphia oder Detroit brutaler verfolgt und härter bestraft als Weiße.
Das Public Law Center von Philadelphia etwa, eine Organisation der städtischen Anwaltskammer, hat herausgefunden, daß 229 der 469 von Polizisten verursachten Todesfälle der S.110 Jahre 1975 bis 1978 "nicht zu rechtfertigen" waren: Schießwütige Polizisten hatten ohne viel Federlesens Diebe oder Einbrecher niedergeschossen -- obgleich sie nach Ansicht der Anwälte weder gefährlich noch gewalttätig waren. Rund 90 Prozent der Toten waren Schwarze -- obwohl ihr Anteil in Philadelphia nur bei 50 Prozent lag.
Auf ein ähnliches Mißverhältnis stieß auch die "National Advisory Commission on Criminal Justice Standards and Goals", als sie die Verfolgung von Straftätern untersuchte: Obgleich die Schwarzen nur knapp zwölf Prozent der US-Bevölkerung stellen, war jedes zweite der über 300 Polizeiopfer des letzten Jahres ein Neger.
Der Soziologe James Lane, der sich als Leiter des "Center for Metropolitan Studies" an der Universität St. Louis auf die Analyse von Rassenkonflikten konzentriert hat, hält die Brutalität der Polizei allerdings nur für den Anlaß von Rassenkonflikten, die "in diesem Jahr leicht in einer ganzen Reihe amerikanischer Städte ausbrechen könnten".
"Die eigentliche Ursache", meint der Professor, "ist das Gefühl der Schwarzen -- und der anderen Minoritäten --, daß sie isoliert sind, keinen Einfluß haben, daß sie die letzten sind, die einen Job bekommen, und die ersten, die gefeuert werden, daß ihnen der Eintritt in die Gesellschaft versperrt bleibt."
Gerade die Schwarzen, die größte der Minderheiten, bleiben vor der Tür der amerikanischen Wohlstandsgesellschaft, und das schon seit ihrer Versklavung.
Schon 1933 schrieb William Du Bois, der prominenteste Bürgerrechtskämpfer und Historiker der Schwarzen in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts: "Wir haben Einwandererwelle nach Einwandererwelle ankommen sehen; als Arme, Unwissende und Ungelernte kamen sie an Land. Sie stiegen über unsere gekrümmten und gebrochenen Rücken, brachten es zu Erfolg, Ehre, Reichtum und sahen hochnäsig auf uns herab. Seht auf die Iren, die Italiener, die russischen und polnischen Juden, die Griechen und die Leute vom Balkan. Ich bin nicht neidisch. Ich mache keine Vorwürfe in diesem Klima von Rassenhaß, in das sie unfreiwillig gerieten. Ich sage nur eines: Uns Schwarzen gibt Amerika keine Chance."
An dieser bitteren Erkenntnis hat sich bis heute nicht allzu viel geändert. Die blutigen Krawalle von Miami etwa brachen aus, nachdem über 100 000 kubanische Flüchtlinge in Florida an Land gegangen waren.
Zu Recht wohl befürchteten die Schwarzen, die von Präsident Carter zunächst "mit offenen Armen und offenem Herzen" empfangenen Neuankömmlinge würden ihnen Jobs nehmen und sie langsam aber sicher aus ihren Reservaten drücken, bis sich am Ende sogar die Fürsorge von Stadt und Staat auf die Castro-Flüchtlinge statt auf die Schwarzen konzentrierte.
Schließlich, und das erschien den Schwarzen von Miami wohl das Schlimmste, könnten sie einmal mehr den kürzeren ziehen. Einmal mehr wären sie nur der Bodensatz im Melting Pot, im Schmelztiegel Amerika.
Dieser von Amerika-Freunden und -Bewunderern gerühmte Rassen- und Klassenmischer nämlich funktioniert für etliche Minderheiten nicht mehr, hat wohl nie richtig funktioniert.
Die Begeisterung des zugewanderten Franzosen Jean de Crevecoeur, der 1782 jubelte, "hier werden die einzelnen, die aus allen Nationen stammen, in eine neue Rasse umgeschmolzen", ist ebenso schal geworden wie das Bühnenstück "The Melting Pot" des jüdischen Literaten Israel Zangwill.
"Gott schuf den Amerikaner", hatte Zangwill sich zusammengereimt, "noch ist er im Schmelztiegel, aber ich sage euch, er wird die Fusion aller Rassen sein, der kommende Supermann."
Daran ist so gut wie nichts richtig: Nur ein Teil der insgesamt rund 50 Millionen Menschen, die in den vergangenen 160 Jahren in die Vereinigten Staaten von Amerika eingewandert sind, hat tatsächlich seine alte Identität zugunsten einer neuen, einer englischirisch-deutsch-skandinavischen US-Mischung aufgegeben.
Allenfalls dieser in den ländlichen Gegenden des Mittleren Westens, aber auch in den industrialisierten Landstrichen des Nordostens auftretende neue Supermann, der Ausländern häufig durch seine oberflächliche Hilfsbereitschaft und seine unstillbare Fernsehlust, seine bunten, an den Beinen häufig zu kurzen, in der Taille zu langen Hosen S.112 (männlich), seine Lockenwickler und zu engen Shorts (weiblich) auffällt, ist tatsächlich ein neuer Schlag Mensch.
Mit diesem Homo Americanus haben weder die Nachfahren der früheren Herren des Landes, die Indianer, etwas gemein, noch die Urenkel der Sklaven aus Afrika.
Sie blieben in ihrer breiten Mehrheit unten im Melting Pot, ausgeschlossen von den Reichtümern der Neuen Welt.
Am schlechtesten fuhren dabei die Indianer. Etwa zehn Millionen Rothäute bewohnten einst die Prärien und Flußtäler, die Waldgebiete des Nordwestens und die Wüsten im Südwesten des Landes. Heute leben nur noch knapp eine Million Indianer in den USA.
Ein ganzes Volk starb an den eingeschleppten Krankheiten des weißen Mannes, gegen die es nicht resistent war: Pocken und Typhus rafften die Stämme dahin.
Den Rest besorgten betrügerische Manipulationen und rüde Militärgesetze, staatlich verordnete Verschleppungen und -- nach der beinahe vollständigen Ausrottung des Büffels durch weiße Schießwut -- mörderische Hungersnöte.
Innerhalb weniger Jahrzehnte hatten die herumgestoßenen, geschundenen und verfolgten Sioux und Navajo, Cheyenne und Irokesen den Widerstand aufgegeben.
In ihren Reservaten lebten sie von Almosen aus Washington -- und gingen allmählich ein: Kaum ein Volk dieser Erde hat einen so hohen Anteil an Alkoholikern, Depressiven und Resignierten; kaum eine andere Minderheit hat die Konfrontation mit der europäischen Industrialisierung und dem amerikanischen Frühkapitalismus so gründlich verloren.
Nur eine kleine Minderheit der Indianer -- Schätzungen schwanken zwischen 10 000 und 40 000 Menschen -hat die Integration in die amerikanische Gesellschaft bewältigt. Sie schuften auf Baustellen, hauen Kohle, fahren Lkw. Auch eine Handvoll qualifizierter Juristen, Techniker und Kaufleute haben indianisches Blut.
Doch sie sind die Ausnahme. Die Mehrheit der Roten lebt noch immer von der Wohlfahrt, von häufig sinnlosen Bau- und Beschäftigungsprojekten Washingtons in den Reservaten oder von den Jobs in der riesigen, von Washington finanzierten Indianerbürokratie, die in beinah allen Stämmen eingerichtet wurde.
Nicht einmal unverhoffte Reichtümer wissen sie zu nutzen. Hilflos, beinahe uninteressiert sehen die meisten Häuptlinge und ihre Stammesbrüder und -schwestern zu, wie weiße Öl- und Energiegesellschaften die Bodenschätze ihrer Reservate ausbeuten und sie mit relativ geringfügigen Abfindungen abspeisen.
Mit den anderen Minderheiten, etwa den Schwarzen oder den Hispanics, haben die Indianer ebensowenig Kontakt wie mit dem weißen Amerika. Und dieses Amerika schert sich, von gelegentlichen Anfällen schlechten Gewissens abgesehen, schon längst nicht mehr um die früheren Besitzer des Landes: Immerhin waren auch die Vorfahren der neuen Herren irgendwann im letzten Jahrhundert einmal eine Minderheit.
Beinahe jede dieser Minderheiten hatte am Anfang hart zu kämpfen, vor allem gegen die Privilegien, die sich die zuvor Eingewanderten verschafft hatten.
Relativ reibungslos verliefen sich im letzten Jahrhundert die mächtigen Einwandererströme aus den europäischen Ländern. Die seit den Tagen des amerikanischen Bürgerkrieges wohlgelittenen Deutschen stellten dabei mit insgesamt 6,9 Millionen Einwanderern das mächtigste Kontingent.
Innerhalb weniger Jahrzehnte hatten sie sich mit den rund 4,9 Millionen eingewanderten Briten, den 2,5 Millionen Skandinaviern und anderen Europäern so eng versippt, daß ihre alte S.113 Nationalität zugunsten der neuen, der amerikanischen, verblaßte.
Nicht einmal ein richtiges deutsches Viertel blieb übrig. Während in New York die Italiener ihr "Little Italy", die Chinesen ihre "Chinatown", die Puertoricaner ihr "Spanish Harlem" als Inseln ausbauten, auf denen sie ihre Sprache sprechen, ihre Gerichte kochen und ihr Leben führen, erinnern an die alten Deutschen nur ein paar Läden an der York Avenue und der 86. Straße in Manhattan.
Gegenüber allen späteren Einwandererwellen hatten die Nord- und Mitteleuropäer entscheidende Vorteile. Viele waren gut ausgebildete Handwerker oder Bauern, Kaufleute oder -etwa nach der deutschen Revolution von 1848 -- Intellektuelle.
Die gaben die Marschzahl vor. Die Iren (insgesamt 4,7 Millionen Einwanderer) hatten sich als erste danach zu richten. Sie mußten, etwa beim Kanal-, Eisenbahn- oder Bergbau, die Dreckarbeit machen und sich allerlei Diskriminierung gefallen lassen.
"Iren brauchen sich nicht zu bewerben", hieß es häufig in Stellenangeboten. Die insbesondere nach dem amerikanischen Bürgerkrieg immer deutlicher dominierende Oberschicht der White Anglo-Saxon Protestants (Wasp) fühlte sich nachgerade abgestoßen von den schlecht ausgebildeten und überdies auch noch katholischen, trinkfesten und rauflustigen Zuwanderern aus Irland.
Erst mit John F. Kennedy, dem ersten Irischstämmigen im Weißen Haus, schafften sie die Aufnahme in die Machtelite des Landes.
Beinahe alle, die nach den Iren kamen, blieben mehr oder weniger unter sich. Nur zögernd ließen sich die 514 000 Polen, von denen die meisten erst zwischen 1920 und 1930 in die USA einwanderten, integrieren. Und auch von den 5,3 Millionen Italienern und den 655 000 Griechen, den 406 000 Japanern und den 515 000 Chinesen hielten sich viele absichtlich oder unfreiwillig im Abseits.
Die vor allem nach San Francisco und New York, aber auch in den Mittleren Westen eingewanderten Chinesen hatten es dabei wohl am schwersten. Bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden sie in Kalifornien oft zusammengeschlagen und nach Kräften diskriminiert.
Rädelsführer waren dabei vor allem die nur wenige Jahrzehnte oder auch nur Jahre zuvor angekommenen Iren. Sie hatten in den Chinesen endlich eine neue Klasse oder Rasse gefunden, die sie den eigenen Jobs zuliebe schikanieren konnten.
Die Japaner waren 70 Jahre später dran. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor wurden Söhne und Enkel japanischer Einwanderer in abgelegenen Lagern interniert, obgleich sie längst amerikanische Staatsbürger waren und nicht das geringste Zeichen von Illoyalität mit der neuen oder Sympathie mit der alten Heimat gezeigt hatten.
Zunächst vor allem als Amerikaner fühlen sich wohl auch die Millionen Italiener, von denen die meisten in den Großstädten wie New York hängengeblieben sind.
Italiener sind sie aber auch noch. Wenn etwa der italienische Fußballstar Giorgio Chinaglia für seinen jetzigen Verein, Cosmos, in einem New Yorker Heimspiel ein Tor schießt, geraten die über die Ränge verteilten US-Italo-Fußballfans in einen Begeisterungstaumel, der den Tifosi zwischen Mailand und Neapel zur Ehre gereichen würde.
Manche Einwohner der Little Italies zwischen New York und Los Angeles mögen insgeheim auch ein bißchen stolz sein auf ein paar hundert Landsleute, die einen der ganz großen Geschäftszweige des Landes beherrschen: Das organisierte Verbrechen ist ein Multi-Milliarden-Dollar-Business geworden, das wie vor 50 Jahren der "Mob" lenkt, die aus Italien stammende Mafia. Nur ein paar Juden haben sich in den großen Verbrecherfamilien einen Namen gemacht und ein Vermögen verdient.
Die meisten Italiener freilich "steigen auf einer tieferen Stufe der amerikanischen Gesellschaft ein und langsamer auf als die Juden", fanden die Soziologinnen Alice Kessler-Harris und Virginia Yaus-McLaughlin. Wie die Iren, die in der Mitte des vorigen Jahrhunderts kamen, waren drei Viertel der um die Jahrhundertwende aus Süditalien eingewanderten Italiener Tagelöhner. Bei den Juden lag dieser Anteil bei nur rund zehn Prozent.
Die Juden schafften denn auch den überzeugendsten Aufstieg. Schon von den 10 000 jüdischen Familien, die zwischen 1850 und 1880 einwanderten, brachten laut Kessler-Harris und Yaus-McLaughlin "etwa 75 Prozent eine spektakuläre Statusverbesserung" zustande.
Sie begannen als kleine Kaufleute, Höker oder als qualifizierte Handwerker. 1880 arbeitete nur noch jeder achte körperlich. Die Hälfte war im Geschäftsleben; 20 Prozent arbeiteten als Buchhalter, Büroangestellte oder in anderen Angestelltenjobs; zehn Prozent waren Verkäufer oder Vertreter; sieben Prozent Bankiers. Ihr Reichtum wird deutlich, wenn man bedenkt, daß S.116 40 Prozent aller aus Deutschland stammenden Juden zur Jahrhundertwende bereits über mindestens einen Dienstboten verfügten.
Bei ihrem Aufstieg in die amerikanische Elite von Geld und Einfluß setzen die Juden auf ihre Talente, auf Bildung und Ausbildung, auf soziale und familiäre Gruppenbindung. Zugute kam ihnen auch die Erfahrung als häufig verfolgte Minderheit und ihr ebenso oft bestaunter Scharfsinn und Erfindungsreichtum.
"Unter den weißen ethnischen Einheiten", folgern Kessler-Harris und Yaus-McLaughlin, "haben die Juden mit Abstand die höchste Rate sozialer Beweglichkeit."
Nach Angaben des "American Jewish Year Book" leben derzeit knapp sechs Millionen Juden in Amerika, mehr als ein Drittel der Juden insgesamt und fast doppelt so viele wie in Israel. Sie leben überwiegend in wenigen großen Städten. New York, Los Angeles, Philadelphia und Chicago beherbergen rund 60 Prozent der US-Juden.
Kaum eine andere Minderheit ist einerseits so diffus und heterogen, andererseits so geschlossen. Wenn es um Israel geht, gibt es zwischen dem Rabbi und dem Millionär keinerlei Meinungsunterschied, dann fließt reichlich Geld. Beim Ausbruch des arabisch-israelischen Krieges 1973 etwa sammelte allein die jüdische Gemeinde New Yorks innerhalb weniger Stunden 25 Millionen Dollar.
Im Interesse Israels wird mit vollem Einsatz ein politisches Power Play aufgezogen, S.117 dem nur wenige Politiker widerstehen können. Als etwa Jimmy Carters Außenminister Cyrus Vance im Frühjahr 1980 auf Beschluß der Regierung für eine Uno-Resolution stimmen ließ, die Israels Anspruch auf Jerusalem bestritt, machte die jüdische Lobby mobil. Zwei Tage später distanzierte sich die Administration von ihrem Votum. Das Ganze sei eine Panne, versicherte Carter, ein "Kommunikationsfehler".
Doch solche Kraftakte von Solidarität bringen die amerikanischen Juden nur, wenn Israels Überleben und Amerikas Überlebensgarantien auf dem Spiel stehen oder zu stehen scheinen. Wenn es um sie selbst geht, in ihrem Alltag in den Slums oder Lower East Side oder den prachtvollen Millionenanwesen des früher einmal den Wasps vorbehaltenen Seebades Easthampton, dann haben sie nicht allzuviel gemein.
Da sind die, die auf der Schattenseite leben: Rentner in den armseligen Blocks im New Yorker Stadtteil Brooklyn, Händler mit schäbigen Läden in Philadelphias powerem Juden-Viertel.
Auf der Sonnenseite drängelt sich jüdische Prominenz. Etliche große und profitable Medienkonzerne sind (wie die wohl einflußreichste Zeitung der Welt, die "New York Times") seit Generationen in jüdischem Besitz oder stehen, wie eine der drei größten Fernsehgesellschaften des Landes, die American Broadcasting Companies, unter jüdischer Leitung. Die feinsten Adressen der Erfolgreichsten im Geldgewerbe, Salomon Brothers, Lehman Brothers Kuhn Loeb haben jüdische Eigentümer und jüdisches Management.
Die Schilder der teuersten Arztpraxen an New Yorks Fifth Avenue, die Briefköpfe der erfolgreichsten Anwaltsfirmen in New York und Washington und die Vorlesungsverzeichnisse der amerikanischen Universitäten führen mehr jüdische Namen als deutsche, italienische oder irische.
Jeder vierte Professor an den großen Elite-Universitäten des Landes ist nach einem Bericht des amerikanischen Soziologen Seymour Martin Lipset ein "amerikanischer Jude". Vier von fünf jüdischen Jugendlichen gehen auf die höhere Schule -- mehr als das Doppelte des amerikanischen Durchschnitts.
All diese Erfolgstypen haben sich weitgehend integriert in den Strom der amerikanischen Gesellschaft -- sie schwimmen vorneweg und obenauf.
Und sie haben kaum Kontakt zu der wohl auffälligsten Gruppe der S.118 amerikanischen Juden, den Orthodoxen. Die nämlich haben sich zu einer geschlossenen Gesellschaft formiert, mit eigenen Schulen, eigenen Synagogen und eigenem Gemeindeleben.
In New York etwa beherrschen sie den Gold-, Schmuck- und Edelsteinhandel der Stadt an Manhattans 47. Straße. Mit schwarzem Gehrock, Hut oder Käppchen (Yarmalke), mit ihrem ungestutzten Bart und den zu langen Kringeln gezwirbelten Schläfenlocken sind die chassidischen Juden wohl die eigenwilligste Gruppe unter den Minderheiten.
Doch nennenswertes politisches Gewicht haben diese Juden nicht: Im Vergleich zu den großen Minderheiten, Schwarzen oder den spanischsprechenden Einwohnern der USA, den "Hispanics", spielen sie nur eine Außenseiterrolle.
Diese "Latinos", "Chicanos" oder "Spics" genannten Einwanderer oder Einwandererabkömmlinge aus Lateinamerika haben gute Aussicht, in wenigen Jahren die schwarzen Amerikaner an Zahl und politischem Gewicht zu übertreffen.
Nach der neuesten amtlichen Statistik lebten schon 1978 zwölf Millionen Hispanics in den USA. Zuzüglich der schätzungsweise sieben Millionen illegalen, die vor allem über die Grenze aus Mexiko zugewandert sind, lag der Anteil der Hispanics an der amerikanischen Bevölkerung bei rund neun Prozent; Anteil der Schwarzen: 11,7 Prozent.
In keiner Stadt -- außer Mexiko-Stadt -- leben mehr Mexikaner als in Los Angeles. Wenigstens jeder dritte der 2,7 Millionen Einwohner des vor 199 Jahren von dem spanischen Gouverneur Don Felipe de Neve gegründeten Molochs Los Angeles spricht Spanisch. Und in den Schulen büffeln mehr Kinder mexikanischer Eltern als englischsprechende Kinder.
Im texanischen San Antonio haben die Mexiko-Amerikaner mit 53 Prozent auch unter Erwachsenen schon die Mehrheit. Und in Union City im US-Staat New Jersey sind gar 80 Prozent der Einwohner kubanischen Ursprungs.
Die Präsenz der Hispanics ist sichtbar, hörbar und schmeckbar. Zwischen Boston und San Diego, Seattle, Houston und Miami künden die kräftigen Farben und Themen der Mauerbilder in ihren Gettos von der kulturellen Heimat der Maler; Dominospieler an New Yorks Lower East Side und Latino-Bands im Central Park kommen aus der Karibik. Und die Zahl der mexikanischen Restaurants wird nur noch von italienischen Spaghetti- und Pizzaküchen übertroffen.
"Unsere Zeit ist gekommen", schrieb unlängst das Latino-Magazin "Nuestro" aus New York. "Für die nächsten 50 Jahre sind wir die Neue Welle." Keine US-Minorität ist jünger als die der Hispanics, deren Durchschnittsalter bei 22 Jahren liegt.
Entsprechend hoch ist die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter. Folge: Die Geburtenrate bei Chicanos, Puertoricanern und Latinos liegt gegenwärtig doppelt so hoch wie bei den weißen und 60 Prozent höher als bei den schwarzen Amerikanern.
Dieser Babyboom soll sich auszahlen. "Wir werden zu einer sehr stimmkräftigen Minderheit werden", prophezeit Dr. Pablo Sedillo, bei der amerikanischen Konferenz katholischer Bischöfe zuständig für Angelegenheiten der Hispanics.
Wenn erst einmal im "kommenden Jahrzehnt die Startplattform" hergerichtet sei, werde Amerika "die geballte politische wie wirtschaftliche Wirkung der Hispanic Power im kommenden Jahrzehnt spüren", meint der aus Kuba geflüchtete Geschäftsmann Marcelino Miyares aus Chicago.
Das glauben offenbar auch Teile der weißen Mehrheit. "Die Hispanics --Amerikas erwachender Gigant" hieß S.120 eine fünfteilige Bestandaufnahme des angesehenen "Christian Science Monitor". Am Ende fragten die Redakteure besorgt: "Wird Amerika ein Land mit zwei Sprachen und zwei Kulturen?"
Das kann schon sein. Im Gegensatz zu anderen Minderheiten nämlich haben die Hispanics dem Sog der Amerikanisierung bislang weitgehend widerstanden.
Dabei half ihnen eine gesetzgeberische Mißgeburt: Um Minderheiten die Eingliederung in die US-Gesellschaft zu erleichtern, hatte der amerikanische Kongreß vor zwölf Jahren das Gesetz über zweisprachige Erziehung verabschiedet.
Danach sollen Getto-Kinder neben den Lektionen in Englisch auch in ihrer Muttersprache, fast ausnahmslos Spanisch, unterrichtet werden. Diese Zweisprachigkeit sollte enden, wenn die Hispanics so gut Englisch sprechen, daß sie mühelos im Alltag der USA bestehen können.
Diese Absicht durchkreuzte 1974 der Supreme Court. Die obersten Richter fanden, daß eine zweisprachige Erziehung auch dazu gut sei, die "sprachliche und kulturelle Identität" der Minderheiten zu bewahren. Zwar erkennen politische Sprecher der Hispanics wie Ernie Cortesau, daß in den USA "Englisch die Sprache der Macht ist". Doch ebenso leidenschaftlich pocht die spanischsprechende Minderheit auf ihre Sprache, ihre Tradition und ihre Lebensart.
Was dabei zur Wahl steht, beschrieb der mexikanische Schriftsteller "ctavio Paz: Nordamerikaner sind leichtgläubig -- wir sind " " Gläubige; sie lieben Märchen und Kriminalromane, wir lieben " " Fabeln und Legenden. Der Mexikaner lügt, weil ihn seine " " Phantasie entzückt -- oder weil er dem banalen Alltäglichen " " entfliehen will; der Nordamerikaner lügt nicht, sondern " " vertauscht die soziale Wahrheit mit den wirklichen Umständen, " was nie gutgeht.
" Wir betrinken uns, um zu beichten; sie betrinken sich, um zu " " vergessen. Sie sind Optimisten, wir sind Nihilisten - unser " " Nihilismus ist nicht intellektuell, sondern instinktiv und " " deshalb unwiderlegbar. Wir sind mißtrauisch -- sie vertrauen " " blind. Wir sind traurig und sarkastisch, sie sind glücklich " " und lustig. Sie sind Aktivisten, wir sind passive Menschen; " wir genießen unsere Wunden, sie ihre Erfindungen.
" Sie schwören auf Hygiene, Gesundheit, Arbeit und " " Zufriedenheit, aber vielleicht haben sie wahre Freude noch " " nie erlebt, berauschende Freude -- wie ein Wirbelwind. Im " " Getöse einer Fiesta-Nacht explodieren unsere Stimmen wie " " strahlende Lichter, und Leben und Tod verbinden sich, während " " die Vitalität der Nordamerikaner zum starren Lächeln wird, " " das Alter und Tod negiert und das Leben in bewegungslosen " " Stein verwandelt. "
Dennoch: Die Vereinigten Staaten ziehen die Armen und Unterprivilegierten aus Mittel- und Südamerika beinahe S.122 unwiderstehlich an. Sie kommen zwar häufig genug nicht über die unterste Sprosse der Sozialleiter hinaus, eine vierköpfige puertoricanische Familie etwa rangiert mit dem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 8282 Dollar noch hinter der gleichgroßen schwarzen Familie (mit 10 879 Dollar) auf dem letzten Platz.
Doch gemessen an ihrem Los zu Hause geht es den Hispanics in den USA besser. "Bei uns hausen Chicano-Familien zu zehnt in einem Raum", berichtete die Bürgermeisterin der Grenzstadt San Diego nach einem Besuch in Mexiko. Nach einer Pause fügt sie hinzu: "Aber jenseits der Grenze drängen sie sich zu 20 oder 30 zusammen."
Jahr für Jahr wandern mehrere Hunderttausende aus Süd- und Mittelamerika offiziell in die USA ein. Weitere Hunderttausende Illegale robben jährlich unter Grenzzäunen zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko hindurch oder durchschwimmen den Grenzfluß Rio Grande.
350 Wächter pro Schicht patrouillieren derzeit die 3200 Kilometer lange Grenze zwischen Tijuana im Westen und Matamoros im Osten entlang. Wollten sie den Zustrom der Illegalen stoppen, müßten sie um ein Vielfaches verstärkt werden. Aber solch ein Unterfangen -- sollte es überhaupt gelingen -- "könnte den USA national und international leicht den Ruf des Polizeistaates einbringen", warnte das Wirtschaftsmagazin "Business Week".
Da die Illegalen jeden Job zu jedem Lohn annehmen, sind sie Geschäftsleuten und Ausbeutern hochwillkommen.
"Wenn wir von heute auf morgen alle Illegalen auswiesen, brächen Bekleidungsindustrie, Autowerkstätten und Restaurant-Business zusammen", sagt Grace Davis, stellvertretende Bürgermeisterin von Los Angeles.
So verdrängen die aktiven und häufig wendigeren Hispanics oft die noch immer größte amerikanische Minderheit, die Schwarzen, aus ihren Jobs.
Kein Zweifel, daß sie langfristig die besseren Aussichten haben, sich ihren Teil zu sichern: Im volkreichsten US-Staat Kalifornien könnte in zehn Jahren jeder zweite Einwohner spanischsprechender Herkunft sein, im Rinder- und Ölstaat Texas jeder dritte. Hispanics werden möglicherweise zur Jahrtausendwende in drei oder vier US-Staaten die Mehrheit bilden, mit denen die englischsprechenden Amerikaner dann die Macht teilen müßten.
"Entweder wir assimilieren diese Leute rasch", sagt der ehemalige Einwanderungsbeamte Lionel Castillo, "oder wir kommen in Teufels Küche. Bei uns werden Millionen Menschen leben, die weniger Rechte haben als die übrige Gesellschaft." Diese Millionen, meinen Castillo und andere Hispanics-Kenner, werden sich weitere Diskriminierung nicht gefallen lassen.
Wenn die Hispanics nicht bald integriert würden, schrieb auch "Business Week", stehe die Nation vor sozialen und wirtschaftlichen Explosionen, gegen die die Flammen des Miami-Aufruhrs sich ausnehmen "wie ein flackerndes Lagerfeuer der Pfadfinder".
Im nächsten Heft
Die Bürgerrechtsbewegung hat den Schwarzen wenig gebracht -- Das schwarze Subproletariat -- Die schwarze Jugend wird militanter
S.120
Nordamerikaner sind leichtgläubig -- wir sind Gläubige; sie lieben
Märchen und Kriminalromane, wir lieben Fabeln und Legenden. Der
Mexikaner lügt, weil ihn seine Phantasie entzückt -- oder weil er
dem banalen Alltäglichen entfliehen will; der Nordamerikaner lügt
nicht, sondern vertauscht die soziale Wahrheit mit den wirklichen
Umständen, was nie gutgeht.
Wir betrinken uns, um zu beichten; sie betrinken sich, um zu
vergessen. Sie sind Optimisten, wir sind Nihilisten - unser
Nihilismus ist nicht intellektuell, sondern instinktiv und deshalb
unwiderlegbar. Wir sind mißtrauisch -- sie vertrauen blind. Wir sind
traurig und sarkastisch, sie sind glücklich und lustig. Sie sind
Aktivisten, wir sind passive Menschen; wir genießen unsere Wunden,
sie ihre Erfindungen.
Sie schwören auf Hygiene, Gesundheit, Arbeit und Zufriedenheit, aber
vielleicht haben sie wahre Freude noch nie erlebt, berauschende
Freude -- wie ein Wirbelwind. Im Getöse einer Fiesta-Nacht
explodieren unsere Stimmen wie strahlende Lichter, und Leben und Tod
verbinden sich, während die Vitalität der Nordamerikaner zum starren
Lächeln wird, das Alter und Tod negiert und das Leben in
bewegungslosen Stein verwandelt.
*
S.108 Während Carters Besuch im Juni 1980. * S.109 Bei den Rassenunruhen im Mai 1980. *

DER SPIEGEL 34/1980
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