18.08.1980

Hilferufe für Löwenthal

Seit der sendungsbewußte ZDF-Magaziner Gerhard Löwenthal auf Anweisung seines Intendanten die "Hilferufe von drüben" bis auf weiteres einstellen mußte, trafen in Mainz mehrere hundert Protestbriefe ein, die die Menschenrechtsorganisationen "Gesellschaft für Menschenrechte", das "Brüsewitz Zentrum", "Hilferufe von drüben" inszenierten, mit denen Löwenthal liiert ist. Das ZDF solle weiterhin die Schicksale von Ausreisewilligen und Häftlingen aus der DDR mit Photo und Namensangabe veröffentlichen -- mit der Folge, daß die DDR-Behörden solche Fälle häufig aus den Ausreiselisten streichen. Am 10. September treffen sich ZDF-Intendant Karl-Günther von Hase und der innerdeutsche Minister Egon Franke in Bonn. Einziger Gesprächspunkt: Löwenthals "Hilferufe".

DER SPIEGEL 34/1980
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