18.08.1980

Rundschlag gegen Jugendbuchautoren

Zu erschreckenden Schlußfolgerungen sieht sich Helmut Müller, Mitarbeiter des Frankfurter Instituts für Jugendbuchforschung, genötigt: Der größte Teil der heutigen Kinder- und Jugendbücher sei mehr von "gutgemeintem Dilettantismus geprägt als von literarischer Qualität". Was Junglesern heute angeboten werde, sei größtenteils "Oma- und Opaliteratur", auch wirklich verfaßt von "Großvätern und Großmüttern". Zahlreiche Autoren wollten in einer "fast mythischen Überhöhung der Funktion des Schriftstellers" Jugendliche zu "edlem" Verhalten anstiften -- wobei die Werke "selten dem guten Willen der Autoren gerecht" würden. Müllers Rundumschlag ist das Ergebnis einer empirischen Untersuchung "Zur Lage der Jugendbuchautoren" und erscheint demnächst im Beltz-Verlag (104 Seiten; 18 Mark).

DER SPIEGEL 34/1980
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