20.02.2016

BriefeSo klein sind wir

Nr. 7/2016 Die Sprache der Sterne – Sensationelle Signale: Das Universum erzählt sein Geheimnis
"Heureka, das ist doch mal ein echter Hammer! Große Gratulation und meine größte Hochachtung an die beteiligten Wissenschaftler."
Dr. Hanna Schön, Falkensee (Brandenb.)
Um es mit Spocks Worten zu sagen: "Faszinierend!"
Dr. Patrick Porps, Friedrichsdorf (Hessen)
Die jüngst nachgewiesenen Gravitationswellen durch eine Galaxie, die "Brummmm!" macht, zu versinnbildlichen ist schon ungewohnt simpel für ein Spiegel-Titelbild. Der Artikel dagegen konnte mit beeindruckendem Wissen aufwarten. Anscheinend sind lediglich die Autoren, nicht jedoch die Titelbild-Macher vorab von dem Ereignis informiert gewesen.
Frank Seitz, Rellingen (Schl.-Holst.)
Der im Bericht genannte Terminus "schwarzes Loch" bedarf noch einer interessanten Ergänzung: Der Astrophysiker Karl Schwarzschild berechnete 1916 mithilfe der Allgemeinen Relativitätstheorie den Grenzradius einer sphärischen Masse, bei dessen Unterschreitung ein Photon (Lichtquant) nicht mehr entweichen kann: Es entsteht ein schwarzes Loch. Würde zum Beispiel die gesamte Masse der Sonne unter dem Einfluss der Schwerkraft zu einer Kugel mit nur etwa drei Kilometer Radius reduziert, dann könnte kein Lichtstrahl nach außen gelangen. Die gesamte Masse unserer Erde würde sich erst bei einem Miniradius von weniger als einem Zentimeter in ein schwarzes Loch verwandeln! So klein sind wir.
Helmut Fricke, Delligsen (Nieders.)
Ein sehr interessanter Artikel über Gravitationswellen, die Historie (Albert Einstein) und den Aufbau der Messdetektoren in den USA unter deutscher Beteiligung. Eine wesentliche Frage beantworten Sie aber nicht: Warum sind sich die Wissenschaftler so sicher, dass die empfangene Signatur auch wirklich von dem beschriebenen Ereignis, der Verschmelzung zweier schwarzer Löcher, in 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung – also vor 1,3 Milliarden Jahren –, auf der Erde aufgezeichnet wurde? Die Messgenauigkeit der Empfänger im Atombereich in Ehren, aber woher lässt die Signatur auf den Ursprung schließen, wenn sich Gravitationswellen ringförmig ausbreiten? Theoretisch hätte es auch ein anderes Ereignis sein können.
Bernd Motzkuhn, Leimen (Bad.-Württ.)
Nun werden wir also demnächst mit stolzgeschwellter Brust die "Himmelsoper" vom Logenplatz in ihrer ganzen Pracht bestaunen können. Doch wie steht es um die Erforschung und Einstellung der täglichen "spektakulären Kollisionen" auf unserer winzigen Erde? Hier haben längst alle klugen Köpfe das Handtuch geworfen.
Ernst-Dieter Kunert, Mönchengladbach

DER SPIEGEL 8/2016
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