13.04.1981

Halber Sieg

Die Bewegung der Stromgeldboykotteure -- rund 5000 bundesdeutsche Haushalte kürzen aus Protest gegen Kernenergie ihre Stromrechnung um zehn Prozent -- kann einen Teilerfolg verbuchen: Das Amtsgericht Gelsenkirchen hat den Stromzahlungsboykott aus Gewissensgründen prinzipiell für zulässig erklärt. Allerdings müssen, so die richterliche Einschränkung, die Boykotteure beweisen, daß sie auch tatsächlich Atomstrom beziehen. Die evangelische Lukas-Kirchengemeinde in Gelsenkirchen-Buer konnte das nicht und muß deshalb die einbehaltenen 684,61 Mark nachzahlen. Da Deutschlands Haushalte den Strom meist aus einem Verbundnetz beziehen, ist nach Ansicht der Stadtwerke Gelsenkirchen ein solcher Nachweis auch von anderen Betroffenen kaum zu erbringen.

DER SPIEGEL 16/1981
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