18.02.1980

SPECTRUM Ferien im Sattel

Urlaub in allen Sätteln bieten deutsche Spezial-Reiseveranstalter in der kommenden Saison -- mal zu Pferde, mal auf dem Motorrad. So schicken die Münchner Western Adventures Zweirad-Freaks auf abgelegenen Straßen durch die sonnensicheren US-Staaten Arizona und Nevada -- freilich zu happigen Preisen: Die zweibis dreiwöchigen Trips, einschließlich Miet-Maschinen (BMW R 65 und R 80/7), Sprit, Übernachtungen und Verpflegung, kosten 2892 bis 4584 Mark. Das Gepäck der röhrenden Gesellschaft wird von einem Begleitbus zum jeweils nächsten Etappenziel gekarrt. Ebenfalls etappenweise lassen sich die Pferde-Urlauber durch die Lande tragen -- eine Herausforderung für jeden aufrechten Reiterhintern: Bei Trailritten durch Andalusien (Gesamtstrecke: rund 400 Kilometer) sitzen die Reiter täglich bis zu 70 Kilometer im Sattel, in Island dauert die Reit-Tortour acht Tage. Bequemere Naturen hingegen traben eine Woche lang von einem Loire-Schloß zum nächsten. Wie bei allen Pferdereisen (Pegasus, Hamburg; Fast-Reisen, Hamburg) sind die Leih-Gäule in den Preisen (zwischen 1350 und 4000 Mark) inbegriffen. Kenner dieser Urlaubsart reiten freilich am liebsten in Irland: Nirgendwo sonst, behaupten sie, seien die Pferde besser.

DER SPIEGEL 8/1980
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