21.04.1980

Teure Präsente

Österreichs Unternehmer fühlen sich "durch unglaubliche Geschenke für den US-Autoriesen General Motors verhöhnt" ("Neue Kronenzeitung"). GM hatte den Zuschlag für den Bau eines Motoren- und Getriebe-Werkes an Wien vergeben - nachdem Bundeskanzler Kreisky üppige staatliche Beihilfen von 2,6 Milliarden Schilling (365 Millionen Mark) zugesagt hatte, ein Drittel der Gesamtkosten. Jetzt erfuhr das Boulevardblatt, welch verblüffende Präsente die Amerikaner den Österreichern zusätzlich abtrotzten. Sie stellen ein 300 Hektar großes Grundstück, zahlen rund 100 Millionen Mark für Erschließungskosten und bieten "laufend Bewerber mit den geforderten Kenntnissen" an. Jeder der vorgesehenen 2800 Arbeitsplätze wird die Alpenrepublik somit mindestens 165 000 Mark kosten.

DER SPIEGEL 17/1980
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