21.04.1980

Hilfe bei Penicillin-Allergie

Patienten, die an schweren Infektionskrankheiten leiden und wegen einer Penicillin-Allergie bislang auf die vielleicht lebensrettende Antibiotika-Spritze verzichten mußten, können jetzt hoffen: Medizinern der Washington University in Saint Louis gelang es, 30 Allergiker durch Verabreichung von schrittweise immer stärkeren oralen Penicillin-Gaben schließlich auch gegen unerwünschte Begleiterscheinungen bei hochdosierten Penicillin-Spritzen zu schützen. Die Patienten mußten zunächst eine Mini-Dosis (100 Einheiten) eines in der Kinderheilkunde verwendeten Penicillins schlucken, dann wurde die Dosis alle 15 Minuten verdoppelt. Einige der Patienten zeigten nach der Injektion hoher Antibiotika-Dosen noch einen geringfügigen Hautausschlag, der aber innerhalb von wenigen Stunden zurückging. Die Penicillin-Empfindlichkeit der Patienten ist allerdings nicht auf Dauer gebannt, sie kehrte schon zwei bis vier Tage nach Beendigung der Akutbehandlung wieder.

DER SPIEGEL 17/1980
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