21.04.1980

Fremdes Erbgut für Mäuse

Zum erstenmal gelang es Forschern der University of California, lebenden Säugetieren fremdes Erbgut einzupflanzen. Bisher war das Einschleusen fremder Gene nur bei Bakterien und Zellkulturen möglich. Das kalifornische Forscherteam benutzte Mäuse als Versuchstiere. Ihnen wurden Knochenmarkzellen entnommen, die sodann mit fremdem Erbmaterial "geimpft" und den Tieren wieder eingespritzt wurden. Den Zellen wurde in einem Fall ein Virus-Gen und bei einer anderen Versuchsreihe ein Gen implantiert, das Unempfindlichkeit gegenüber der Chemikalie Methotrexat bewirkt (dieser Stoff wird beim Menschen als Anti-Krebs-Mittel benutzt, hat jedoch schwere Nebenwirkungen zur Folge). In drei bis fünf Jahren, meint Teamleiter Martin Cline, könnte die Technik der Gen-Übertragung auch am Menschen erprobt werden.

DER SPIEGEL 17/1980
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