03.08.1981

Gläubige Russen

wurden jahrzehntelang vom Sowjetstaat verfolgt, ihre Gotteshäuser zerstört oder zweckentfremdet. Nur wenige Kirchen "arbeiten" noch, erkenntlich an den (sonst abgebrochenen) Kreuzen auf den Türmen. Die schönsten Sakralbauten wurden im vorigen Jahrzehnt als Architektur-Denkmäler unter staatlichen Schutz gestellt und dementsprechend durch ein Schild gekennzeichnet, einige auch, vor allem für Touristen, restauriert. Jetzt verteidigt das Sowjetblatt "Krokodil", die Stimme der satirischen Kritik, erstmals Rußlands Kirchen: Am ungepflegten Gemäuer nagt nicht nur der Zahn der Zeit. Mangels anderer Gelegenheiten, sich mit Baumaterial zu versorgen, plündern Sowjetbürger die Halbruinen. Unterschrift unter der "Krokodil"-Karikatur: "Glücklicherweise gelang es, eine Halbtagskraft als Wächter zu finden."

DER SPIEGEL 32/1981
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