24.05.1982

Salsa: Pop mit scharfer Soße

Den Sound, der nach der Soße heißt, wertete am erfolgreichsten der Gitarrist Carlos Santana mit dem Hit "Oye Como Va" 1971 für die Rockmusik aus. Seit ein paar Monaten reichern englische Rock-Tüftler ihre Stücke mit Salsa-Rhythmen (von spanisch salsa picante - scharfe Soße) an. Die Tanzmusik der spanischen und puertoricanischen US-Immigranten im Originalton bietet das Berliner "Horizonte"-Festival als Auftakt seiner Lateinamerikanischen Wochen. Zu einer Salsa-Show am Pfingstsonntag in der Waldbühne haben sich die Sängerin Celia Cruz, Bandleader Tito Puente, Posaunist Willie Colon, Sänger Ruben Blades, Pianist Eddie Palmieri und Conga-Virtuose Mongo Santamaria angesagt. Auf die Starparade der Puristen folgt ein leichteres Nachspiel. Im Juni geht die New Yorker Revue "Kid Creole and the Coconuts" auf Deutschland-Tournee - eine Koproduktion des in Haiti geborenen Musikshow-Künstlers August Darnell und des puertoricanischen Vibraphonisten Andy Hernandez, die eine Melange aus Calypso, Swing und Bühnen-Spektakel zusammenrührten - so wurde aus der scharfen Soße Bubblegum-Pop.

DER SPIEGEL 21/1982
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