24.08.1981

BERUFLICHESLeonte Rautu

Leonte Rautu, 71, Mitglied des rumänischen Politbüros und Rektor der Parteihochschule "Stefan Gheorghiu", verlor alle seine Spitzenämter -- weil seine beiden Kinder Anträge auf Auswanderung nach Israel gestellt haben. Altkommunist Rautu, als Sohn der begüterten Familie Edelstein in Bessarabien geboren, galt schon in der stalinistischen Ära als gefürchteter "Kulturpapst", konnte aber durch geschickte Anpassung alle Kursänderungen der Partei nachvollziehen. Von Parteichef Ceausescu wurde er als unentbehrlicher Intellektueller geschätzt. Seinen Sturz begründete das KP-Präsidium damit, daß "Parteimitglieder für die patriotisch revolutionäre Ausbildung ihrer Familie verantwortlich sind".

DER SPIEGEL 35/1981
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 35/1981
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

BERUFLICHES:
Leonte Rautu

  • Machtkampf in Großbritannien: Boris Johnson weiter vorn
  • Nordsibirien: Hungernder Eisbär streunt durch Industriestadt
  • Disziplinierte Demonstranten in Honkong: So geht Rettungsgasse!
  • Nach Ladendiebstahl: Polizeiübergriff gegen Familie in Phoenix