26.07.1982

Junta-Chef beim Kanzler

Bonns Sozialliberale riskieren neuen Ärger mit den Amerikanern: Am 28. September will Bundeskanzler Helmut Schmidt Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega offiziell in Bonn empfangen. Der Kanzlertermin für den "Koordinator" der sandinistischen Regierungsjunta, der die Reagan-Administration vorige Woche beschuldigte, in Zentralamerika "ein zweites Vietnam" provozieren zu wollen, kommt trotz gegenteiliger Empfehlungen der zuständigen Beamten im Auswärtigen Amt zustande. Aus Rücksicht auf die USA hatten Hans-Dietrich Genschers Diplomaten im Frühjahr die Bonn-Visite des Junta-Mitglieds Sergio Ramirez abgeblockt. Diesmal handelte der Chef an seinen Beamten vorbei: Genscher teilte Nicaraguas scheidendem Botschafter Ivan Mejia-Solis den Kanzlertermin für Ortega persönlich mit.

DER SPIEGEL 30/1982
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