02.08.1982

Drafi Deutschers Comeback

Drafi Deutscher, Produzent und Komponist ("Mama Leone") tritt ins Glied zurück - als Sänger. Anläßlich des Filmstarts "Marmor, Stein und Eisen bricht" (Regie: Hans-Christof Stenzel) gibt Drafi Donnerstag im Berliner Kant-Kino ein "Revival-Konzert". Zu seinem ersten Auftritt seit sieben Jahren ließ sich Drafi von Stenzel überreden, zu dessen Film, benannt nach dem Gassenhauer der 60er Jahre, er Szenen aus seinem Leben beisteuerte: Sänger Hotte (Volker Spengler) funktioniert in der "Feuchten Weltgeschichte" als Rausschmeißer besser als im Bett der Wirtin Gertrud. Bald kommt's zum Krach, Hotte flieht die Kneipe und wird auf einem Sauftrip durch Kreuzberg von dem schwulen Schöngeist Erwin (Heinz Schubert) aufgegabelt, der ihm ein rosa Doppelbett verspricht: Während eines langen Regentags gebären sie den berühmten Schlager. Regisseur Stenzel hat die Geschichte auch unter dem Aspekt inszeniert, daß Drafi als an der Hose nestelnder "Rebell wider Willen in den 60er Jahren irgendwie ein Vorläufer der Studentenrevolte" war. Drafi, der als fast stummer Statist "Löwenschluck" durch den ganzen Film grient: "Ich liebe Alkohol. Er nimmt mir die Hemmungen und hilft mir, banal zu denken, weil ich eigentlich ein Intellektueller bin."

DER SPIEGEL 31/1982
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