05.03.2016

SozialesArbeitsagentur trotzt Minuszins

Trotz hoher Milliardenrücklagen ist die Bundesagentur für Arbeit derzeit noch resistent gegen Negativzinsen. Insgesamt "knapp 150 Euro" zahlte sie nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr für kurzfristige Guthaben auf laufenden Konten der Bundesbank. Die Rücklagen seien meist längerfristig angelegt. Ende Januar lagen sie insgesamt bei rund 7,4 Milliarden Euro. Auch die Deutsche Rentenversicherung kann derzeit noch "eine geringe positive Verzinsung" ihrer Mittel erwirtschaften. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die Rendite in Zukunft gegen null tendiere oder sogar negativ werde. Vom Zinstief besonders betroffen ist der Gesundheitsfonds, der seine Mittel als Termingeld kurzfristig anlegen muss. Das Bundesversicherungsamt hat bereits bekannt gegeben, dass der Fonds 2015 ein negatives Zinsergebnis von rund 1,8 Millionen Euro erzielte. Das Gesundheitsministerium will das Finanzressort nun zu einer Änderung der Anlagevorgaben bewegen. So solle es dem Fonds künftig gestattet werden, einen Teil seiner Gelder auch einige Monate lang anzulegen. Die höheren Renditen könnten dann mit den Negativzinsen verrechnet werden, um das Zinsergebnis zu verbessern.
Von Cos

DER SPIEGEL 10/2016
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