01.03.1982

„Mielkes Unterschrift tut denen weh“

„Befehl Nr. 21/74“ enthüllt, wie der Stasi Diplomaten und West-Journalisten überwacht und verfolgt Wanzen im Dienstwagen des Bonner Vertreters, angezapfte Telephone, Einbrüche nach Rififi-Art: Eine Dienstanweisung des Ministers für Staatssicherheit macht klar, wie die DDR mit westlichen Diplomaten und Journalisten umgeht - alles „zur Sicherung der Deutschen Demokratischen Republik“ vor dem Klassenfeind.
Der deutsche Botschafter in Prag wollte sich einen kleinen Silvesterscherz erlauben. Einen Tag vor dem Jahreswechsel juxte Gerhard Ritzel im Gespräch mit seiner Ehefrau, er sei neugierig, ob denn der Staatssicherheitsdienst Statni Bezpecnost Lebensart habe und ihnen auch ein Prost Neujahr wünsche.
Tags darauf, um Mitternacht, trat das Ehepaar Ritzel, mit einem Sektkelch in der Hand, ans Fenster. Plötzlich, Schlag zwölf, gingen im Haus gegenüber dem Hotel Jalta am Wenzelsplatz, der provisorischen Bonner Vertretung, die Lichter an. Die Vorhänge wurden zurückgeschlagen, und mit erhobenen Gläsern erschien mehr als ein Dutzend Männer. Sie riefen "Na zdravi".
Wanzen in der Wohnung, Mithörer am Telephon, auffällige oder auch unauffällige Beschatter gehören zum Alltag von westlichen Diplomaten und Journalisten im Ostblock. Silvesterscherze freilich, wie der von Prag 1975, sind selten.
Wie ernst und pingelig die amtlichen Hüter des real existierenden Sozialismus zur Sache gehen, hat die Bundesregierung inzwischen schwarz auf weiß: Ihr ist der "Befehl Nr. 21/74" des DDR-Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, in die Hände geraten. S.37
Das Dokument belegt für die deutsche Ost-Republik auf 19 Schreibmaschinenseiten pedantisch genau, was auch in anderen kommunistischen Ländern gang und gäbe ist: Ein Heer von Agenten ist rund um die Uhr unterwegs, West-Leute, ob Diplomaten oder Korrespondenten, zu verfolgen, zu belauschen, ihre Wohnungen transparent zu machen und ihr Liebesleben zu erforschen - frei nach Lenin: Völkerrecht und Verträge sind gut, Kontrolle ist allemal besser.
Das Geheimpapier verdanken die westdeutschen Behörden dem ehemaligen Stasi-Oberleutnant Werner Stiller, der im Januar 1979 in der S-Bahn von Ost- nach West-Berlin wechselte. In einem Kunstlederkoffer brachte der Doppelagent des Bundesnachrichtendienstes (BND) 20 000 Dokumente aus dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) mit - teils im Original, teils als Fotokopie oder auf Mikrofilm. "Ein einsamer Könner", so schwärmt ein Geheimdienst-Mann noch heute, "ein wirklicher Hammer."
Beim Stöbern im Stiller-Koffer fanden die Beamten des BND-Präsidenten Klaus Kinkel in Pullach auch ein graues, leicht angegilbtes Papier, das ihr besonderes Interesse erregte: Das erste Blatt war mit einem roten Schrägbalken verziert und als "Geheime Verschlußsache" gestempelt. Die letzte Seite trug die Unterschrift: Mielke, Generaloberst.
Manches in dem mit Geheimdienst-Kürzeln und Bürokratendeutsch durchsetzten "Befehl Nr. 21/74" mußte Stiller den Pullachern erst einmal erklären, einiges konnte auch der Überläufer nicht entschlüsseln.
Am Ende aber hatten die BND-Auswerter ein ziemlich komplettes Bild, wie im anderen deutschen Staat verfolgt und dokumentiert, abgehört und photographiert, eingebrochen, gestohlen und Post geöffnet wird - alles "zur allseitigen Sicherung der Deutschen Demokratischen Republik" vor dem Klassenfeind aus dem Westen. Was im DDR-Papierdeutsch "politisch-operative Sicherung" heißt, ist in der Praxis die totale Überwachung von Diplomaten und Journalisten.
"Daß dem so ist, weiß jeder", so ein Kanzler-Beamter, "aber daß wir jetzt die Unterschrift Mielkes unter solch einem Dokument haben, tut denen weh."
Die Mielke-Order stammt aus dem Jahre 1974, als nach weltweiter Anerkennung der DDR zahlreiche Staaten Vertretungen in Ost-Berlin eröffneten und westliche Journalisten in das bis dahin gut eingezäunte Land kamen - für Erich Mielke offenbar ein Alptraum. Der "Befehl Nr. 21/74" beginnt mit der lapidaren Feststellung: Mit de" " Einrichtung von Vertretungen anderer Staaten, der Tätigkeit " " internationaler zwischenstaatlicher Organisationen und " " bevorrechteter Personen, der akkreditierten " " Publikationsorgane, deren ständigen Korrespondenten sowie " " Reisekorrespondenten (im folgenden Vertretungen, " " bevorrechtete Personen und Korrespondenten genannt) ergeben " " sich für das Ministerium für Staatssicherheit neue und " " komplizierte politisch-operative Aufgaben zur allseitigen " " Sicherung der Deutschen Demokratischen Republik. "
Die Aufgaben: "Staatsfeindliche Handlungen und Straftaten der allgemeinen Kriminalität dieses Personenkreises" sowie allgemeine "feindliche Aktivitäten" sollen verhindert, aufgedeckt oder "bearbeitet" werden. Darunter verstehen die Staatsschützer Ost so gut wie alles, was ein Diplomat oder West-Journalist in der DDR tut oder läßt - auch wenn es nach den ohnehin engmaschigen Gesetzen nicht verboten ist. Um solche "Aktivitäten" aufzuspüren, ist die ständige Kontrolle aller Bewegungen, Gespräche und sonstiger Kontakte "auf dem Territorium DDR und im Operationsgebiet" notwendig.
Wie weit das "Operationsgebiet" reicht, bleibt nicht unklar. "efordert wird die Realisierung operativer Beobachtungen, " " Ermittlungen, Erkundungen und anderer operativer Maßnahmen im " " Operationsgebiet, besonders in Westberlin und in der BRD auf " " der Grundlage bestätigter Auftragsersuchen. "
Auch die Alliierten in West-Berlin werden mitobserviert. Gefordert "ird die allseitige Nutzung der operativen Möglichkeiten der zur " " Sicherung, Kontrolle und Beobachtung der Transitwege " " (Straße), der Aufklärung der Tätigkeit der drei westlichen " " Militärverbindungsmissionen/ Militärinspektionen eingesetzten " " offiziellen und inoffiziellen Kräfte einschließlich ihrer " " operativ-technischen Mittel. "
Schon vor seinem Amtsantritt wußte Klaus Bölling, der Ständige Vertreter in Ost-Berlin, was ihn erwartet. Er müsse, um das Abhören in seinen Räumen zu erschweren, Musik auflegen, so riet Bundesinnenminister Gerhart Baum auf einer Abschiedsparty in Bonn, "Mantovani-Kassetten am besten", so etwas störe den sauberen Empfang.
Mitarbeiter Böllings berichten, erst versuche jeder durch Tuscheln, durch möglichst nahe Verbindung zum Gesprächspartner, die Wanzen zu überlisten. Allmählich aber, so Pressesprecher Christian Schmittlein, werde das ständige Gefühl, beobachtet und belauscht zu sein, unerträglich: "Um nicht närrisch zu werden, verdrängt man."
Mielkes Überwachungssystem ist perfekt. Im Haus gegenüber der Bonner Vertretung in der Hannoverschen Straße haben seine Leute sich mit kompliziertem technischem Gerät in einer ganzen Etage eingenistet. Und die Volkspolizisten vor dem Gebäude sind weniger zum Schutz der Westdeutschen da als zur Kontrolle.
Regelmäßig hebt einer von ihnen in seinem Schilderhäuschen den Telephonhörer ab, wenn Bölling sein Amt verläßt. Wohin auch immer der Bonner Vertreter fährt, stets ist er sich bewußt, daß sein Weg von Station zu Station weitergemeldet wird - gemäß "Befehl Nr. 21/74", der "zur Überwachung der Fahrtätigkeit" von Diplomaten und Journalisten "die planmäßige Erweiterung der Telephonstützpunkte und Meldeköpfe" vorschreibt.
Diese Überwachung ist aber nur Teil einer totalen Observation. Um "ie zu sichern, fordert Mielke weit mehr: die allseitige Nutzung " " der vorhandenen und die Schaffung neuer " " Beobachtungsstützpunkte an den Vertretungen, Residenzen, " " Wohn- und Freizeitzentren nichtsozialistischer und anderer " " politischoperativ interessierender Staaten sowie an " " territorialen Schwerpunkten der Beobachtungsführung in der " Hauptstadt Berlin und in der DDR;
" die umfassende Arbeit mit natürlich gedeckten " " Aufenthaltsorten, die Schaffung weiterer vielseitig " " verwendbarer künstlich gedeckter Aufenthaltsorte, besonders " " zur Erhöhung der Konspiration bei der Lösung von " Beobachtungsaufgaben;
" die ständige Weiterentwicklung des deliktspezifischen " Vorgehens unter Anwendung der
laufenden, zeitlich begrenzten Beobachtung von Personen,
" schwerpunkt- und etappenmäßigen Beobachtung bei Vorliegen " " politisch-operativer Informationen und Erkenntnisse zum " Bewegungsablauf der zu beobachtenden Personen,
" Standbeobachtung, vorwiegend zur Überprüfung und " " Dokumentierung bekannter Trefforte und Anlaufstellen. "
Besonders während der ersten Monate seiner Amtszeit, als Lebensgewohnheiten und Tageslauf des neuen Bonner Mannes dem Genossen Mielke noch nicht geläufig waren, erfreute sich Bölling enger Führung. Neuerdings nimmt die Nachschnüffelei wieder zu, um, wie der Staatssekretär argwöhnt, seine Kontakte zur evangelischen Kirche unter Kontrolle zu halten. Denn die sich formierende kirchliche Friedensbewegung hat den Stasi alarmiert.
Diplomaten und Korrespondenten haben schon häufig erlebt, wie gut die Arbeit am Mann klappt. Fahren sie ins Land, setzt sich, diskret oder auch auffällig, ein Wagen auf die Spur, oder er wartet, wie im Märchen vom Hasen und Igel, bereits am Eingang des Zielortes auf sein Opfer. Und selbst während der Fahrt haben die Lauscher ein Ohr dabei: 1979 pulten westdeutsche Sicherheitsbeamte aus dem Fond des Dienstmercedes von Günter Gaus eine Abhörwanze.
Offener Observation erfreuen sich häufig die westdeutschen Korrespondenten. S.43 Wenn die Fernsehleute von ARD oder ZDF mit offizieller Erlaubnis DDR-Bürger befragen, wimmelt es von Stasi-Leuten, die sich eifrig Notizen machen und photographieren - "schwerpunkt- und etappenmäßige Beobachtung."
Wochenlang wurden die ARD-Korrespondenten Fritz Pleitgen und Lutz Lehmann auf Schritt und Tritt beschattet, als sie eine Sendung über DDR-Schriftsteller vorbereiten wollten. Der Stasi bewachte die Häuser der Autoren, die interviewt werden sollten, so von Stefan Heym und Günter Kunert - "Standbeobachtung".
Mindestens zehn Mann zählte der damalige SPIEGEL-Korrespondent Ulrich Schwarz, als er auf Recherche in Eisenhüttenstadt fuhr, um die Pflegefamilie zweier zwangsadoptierter Kinder ausfindig zu machen. Stets waren sie dabei, beim Bummeln, beim Essen, beim Mustern der Regale in der Kaufhalle.
Eine ganze Crew nahm nach einem Besuch von Schwarz bei Rudolf Bahro im Frühsommer 1977 den Korrespondenten vor der Haustür in Empfang. Bahro bereitete zu dieser Zeit die Veröffentlichung seines Buches "Die Alternative" vor und glaubte, er arbeite noch im verborgenen.
Der Aufwand hat einen doppelten Zweck: Den Journalisten soll eingeimpft werden, daß sie stets unter den Augen des Erich Mielke arbeiten und daß dem Stasi nichts entgeht.
Vor allem aber sind die DDR-Bürger gemeint: Sie sollen eingeschüchtert werden - meist freilich ohne Erfolg, wie ARD-Mann Pleitgen seiner Zentrale mehrfach berichtete. So etwa warnten ostdeutsche Touristen den TV-Mann und sein Team bei Dreharbeiten im Hotel Panorama im thüringischen Oberhof, sobald sich an den Nebentischen Aufpasser mit Mikro und Abhörgerät niederließen.
Die Stasi-Spezialisten für "bevorrechtete Personen und Korrespondenten" sind säuberlich in Klassen eingeteilt, die meist nur mit großen Buchstaben bezeichnet werden. Für Ermittlungen werden auch inoffizielle Mitarbeiter, die IME, eingesetzt. U-Mitarbeiter haben unsichtbar zu observieren, versteckt beispielsweise in einem Kombi-Wagen, der mit Sehschlitzen ausgestattet ist. Sie sind auch für eine "perspektivische Entwicklung" vorgesehen, also für den West-Einsatz.
Wie gut die "Firma" (DDR-Jargon) organisiert ist, zeigt die Spezies der IM/ GMS. Diese "Gesellschaftlichen Mitarbeiter Sicherheit" werden in allen Betrieben ausgeguckt, um "Legenden" abzustützen. Wird ein Betriebsmitglied beispielsweise im MfS-Auftrag in den Westen geschickt, so haben sie auf Nachfrage eine erfundene Geschichte zu erzählen, etwa so: Der Kollege müsse einen Stand auf der Leipziger Messe vorbereiten.
Im "Befehl Nr. 21/74" ordnete Erich Mielke außerdem an, eine weitere "ategorie von "Beobachtergruppen" besonders zu fördern: Dabei ist" " zu beachten, daß in noch stärkerem Maße als bisher " " Beobachtungskräfte mit Fremdsprachenkenntnissen, Frauen, " " Ehepaare und für die Durchführung bestimmter operativer " " Beobachtungen ganze Familien in die Beobachtungstätigkeit " " einbezogen werden. "
Die "Hauptabteilung Kader und Schulung" wird angewiesen, für die "kontinuierliche Zuführung junger, entwicklungsfähiger, für die operative Beobachtung geeigneter Kader aus den Bezirken und Kreisen unter Beachtung des notwendigen Anteils weiblicher Mitarbeiter und von Mitarbeitern mit Fremdsprachenkenntnissen" zu sorgen.
Daß der Stasi ganze Familien mit Kind und Kegel anheuert, war den BND-Profis bislang nicht geläufig. Frauen indes gehören schon immer zum klassischen Personal, wenn es um Spionage und Spitzeldienste geht. Durch sexuelle Beziehungen sollen ausländische Diplomaten kompromittiert und damit erpreßbar werden.
Vor allem der sowjetische KGB arbeitet mit Lockvögeln. So machte sich eine attraktive Agentin Anfang der 60er Jahre an den damaligen französischen Botschafter in Moskau, Maurice Dejean, heran. Den britischen konservativen Abgeordneten und Geschäftsmann Anthony Courtney photographierte der KGB 1961 in einem Moskauer Hotel in eindeutiger Situation.
Durch seine Beziehungen zu einer Russin wurde der Chiffrierbeamte der Botschaft von Singapur, Keng Su, zur Spionage genötigt. Im letzten Jahr versuchte der KGB den stellvertretenden amerikanischen Militärattache James R. Holbrook mit einem Mädchen zu keilen: Auf einer Besichtigungsfahrt wurde der Amerikaner, nach einer Party, mit einer Dame im Bett photographiert.
Außenminister Hans-Dietrich Genscher hat "aus dem Studium der Akten" gelernt, daß seine Diplomaten sich vor Damen hüten sollten, die im Bett rauchen. "Eine Zigarettenlänge" nämlich hätten die Geheimdienste dann Zeit, Bilder mit unsichtbarem Infrarotlicht aufzunehmen. Am besten sei es, so Genschers Ratschlag, nur mit Nichtraucherinnen zu turteln.
Klaus Bölling sieht es etwas enger. Die Mitarbeiter der Bonner Vertretung in Ost-Berlin werden in regelmäßigen Abständen ermahnt
* alle Kontakte privater Natur dem Geheimschutzbeauftragten zu offenbaren;
* jeden Versuch der Anwerbung durch das Ministerium für Staatssicherheit sofort zu melden;
* möglichst keine Arbeitskräfte aus der DDR zu beschäftigen.
Doch so leicht sind Mielkes Späher nicht zu enttarnen. Sie haben eine gründliche S.45 Ausbildung genossen, bevor sie auf die Westler losgelassen werden.
Eine MfS-eigene "Juristische Hoch- und Fachschule" führt die Stasi-Studenten in die "Grundkenntnisse der operativen Beobachtung und konspirativen Wohngebietvermittlung" ein. Das einjährige Studium gilt als akademische Ausbildung. Auf dem Lehrplan stehen nicht nur Marxismus/Leninismus, sondern auch handwerkliche Fertigkeiten, etwa Funken, Chiffrieren, Anlegen von toten Briefkästen.
Zudem werden "Regimekenntnisse" gelehrt. Zum Lehrstoff gehören Lektionen über das tägliche Leben im Westen, etwa wie man im Kapitalismus seinen Führerschein macht oder heiratet - notwendige Dinge für den Kundschafter, um im Westeinsatz bestehen zu können.
Wie das Mielke-Heer, dem nach westlichen Schätzungen insgesamt 17 000 hauptamtliche Mitarbeiter und insgesamt 100 000 geheime Informatoren angehören, arbeitet, dafür liefert die Ministerorder noch weitere Anhaltspunkte:
DDR-Bürger, die bei Diplomaten oder Journalisten arbeiten, sollen zur Ausforschung eingesetzt werden. So haben Hausmeister oft Nachschlüssel. Das Reinigungspersonal, vom staatlichen "Dienstleistungsamt" vermittelt, hat zugleich die Aufgabe, in Büros und Wohnungen zu spionieren und zu berichten oder - im Mielke-Deutsch - "Aufklärung" zu betreiben.
"Aufgeklärt" werden sollen auch DDR-Bürger, Staatenlose und Ausländer, "die zu Vertretungen, bevorrechteten Personen und Korrespondenten Beziehungen herstellen oder unterhalten". Sie werden zur Rede gestellt, ausgefragt, jedenfalls gründlich eingeschüchtert.
Wer die Ständige Vertretung aufsucht, wird häufig nach Verlassen des Gebäudes in der Hannoverschen Straße von Zivilisten, die an den Ecken oder in Hauseingängen herumstehen, abgefangen.
In Dresden wurde ein junger Mann, der mit Bölling gesprochen hatte, gleich verhört. Jüngst erst nahm der Stasi eine Pastorin nach einem Gespräch mit dem Bonner Vertreter ins Gebet.
Die Einschüchterung gehört zum Standardrepertoire. Dabei scheren sich die Staatsschützer wenig um die Rechte ihrer eigenen Bürger. Als Robert Havemanns Tochter Sibylle, die inzwischen im Westen lebt, sich nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns mit einem SPIEGEL-Mann in einem Hof der Ost-Berliner Chausseestraße traf, tauchten drei Männer aus dem Halbdunkel und unterbrachen die Unterhaltung. Proteste, das Einschreiten sei rechtswidrig, private Gespräche zwischen DDR-Bürgern und Westdeutschen nirgendwo verboten, beachteten sie nicht.
Im Ost-Berliner Außenministerium ernten Korrespondenten, die sich beschweren, in solchen Fällen nur ein Achselzucken.
Zur von Mielke befohlenen "Aufklärung bevorrechteter Personen und Korrespondenten" gehört die Ausforschung ihres gesamten Umfeldes, Intimleben inklusive, "ihres Verwandten- und Bekanntenkreises, der Liebschaften sowie operativ interessierender Verbindungen, Kontakte und Anlaufstellen".
Auch Kontakte zu den Alliierten in West-Berlin werden sorgfältig kontrolliert, nicht zuletzt zur "Bekämpfung des staatsfeindlichen Menschenhandels" (DDR-Umschreibung für Fluchthilfe). Deshalb muß "politisch-operative Abwehrarbeit" betrieben werden durch " " Feststellung, Aufklärung und Dokumentierung der Verbindungen " " und Beziehungen zwischen den Angehörigen der drei westlichen " " Militärverbindungsmissionen, Militärinspektionen und " " bevorrechteten Personen sowie Korrespondenten, ihr " " arbeitsteiliges Zusammenwirken und abgestimmtes Vorgehen in " " der Feindtätigkeit. "
"erner steht auf dem Programm der weitere Ausbau der operativen " " Basis in der Hauptstadt Berlin und auf dem Territorium der " " DDR, in Westberlin und in den Stützpunkten der drei " " westlichen Militärverbindungsmissionen in Potsdam. "
An der Überwachung und Ausforschung sind auch die "im Operationsgebiet, besonders in Westberlin und in der BRD, eingesetzten inoffiziellen Kräfte" zu beteiligen. Zu diesem Zweck sollen in der Bundesrepublik neue Mitarbeiter angeworben werden - im "tasi-Deutsch: kontinuierliche Erweiterung der operativen Basis " " durch befähigte inoffizielle Mitarbeiter aus dem " " Operationsgebiet und der DDR. "
Um das glatte Zusammenspiel zwischen den Stasi-Leuten in Ost und West zu gewährleisten, schreibt das Mielke-Papier "eine nahtlose Übernahme von bevorrechteten Personen und Korrespondenten im grenzüberschreitenden Verkehr zur Weiterbeobachtung in Westberlin und in der BRD" vor.
SPIEGEL-Korrespondent Schwarz erlebte, wie die "Firma" ihre Überwachung nach West-Berlin ausdehnte. An dem Tag, als das Visum für den ausgebürgerten Wolf Biermann ablief, waren Stasis zur Stelle, lungerten vor dem SPIEGEL-Büro in der Kurfürstenstraße, hockten sich in der Kneipe an den Nebentisch, als Schwarz zum Essen ging. Der wahrscheinliche Grund: Sie argwöhnten, Biermann wolle - wie er angekündigt hatte - in die DDR zurückkehren, womöglich im Kofferraum des Schwarz-Autos. Korrespondenten-Wagen werden bei der Einfahrt nach Ost-Berlin nicht kontrolliert.
In Ost-Berlin tätige Diplomaten und Journalisten müssen stets damit rechnen, daß ihnen auch auf ihren Reisen nach West-Berlin und in die Bundesrepublik ein Schatten folgt, um ihre Kontakte zu "imperialistischen Geheimdiensten, feindlichen Organisationen und Einrichtungen, Gruppen und Einzelpersonen" auszuforschen - was immer das MfS darunter versteht.
Wichtig ist nicht nur die "Erkundung der aufgesuchten Dienststellen", sondern auch sonstiger "Anlauf-, Besorgungs- und Einkaufsstellen", nicht zu vergessen die "Aufklärung von Verwandten, Freunden und Bekannten der bevorrechteten Personen und Korrespondenten" sowie die "Ermittlung und Kontrolle von Absteigequartieren".
Die Rundum-Bespitzelung hat vor allem den Sinn, Material für ein möglichst vollständiges Persönlichkeitsbild zu liefern. Überläufer Stiller hat einige solcher Observationsberichte mitgebracht. Besonderes S.47 Interesse besteht an delikaten Erkenntnissen. Menschliche Schwächen, etwa homosexuelle Neigungen, werden als Einstieg für Erpressungen genutzt.
Zur "Erreichung maximaler operativer Ergebnisse" und zur "Erhöhung der Konspiration" enthält der "Befehl Nr. 21/74" unverblümte Handlungsanweisungen für Tarnmanöver, Abhörmethoden und Einbruchtechnik. Die "vielfältigsten Veränderungsmöglichkeiten" in der Außen- und Innenausstattung, so heißt es, sollen genutzt werden, um "Fahrzeuge der verschiedensten Typen" für die verdeckte Observation zu "legendieren".
Bei besonders heiklen Einsätzen schreibt Erich Mielke seinen normalerweise an ihren Plastikmänteln oder Kunstlederjacken leicht erkennbaren Außendienstlern Kostümzwang vor: "Maskierung unter Einsatz vielseitiger und variantenreicher Maskierungsmittel" sowie Perücken und "Gesichtskosmetik".
"Die gleiche Person", so ein Geheimdienst-Profi, "muß möglichst lange für eine Observation brauchbar sein. Es darf nicht der Eindruck aufkommen: Den habe ich doch gestern erst gesehen."
Damit das Ganze möglichst echt wirkt, sind "die als Maskenbildner und Friseure ausgebildeten Kräfte verstärkt für die Qualifizierung der operativen Mitarbeiter in der Anwendung persönlicher Maskierungsmittel einzusetzen".
Auch was sonst an Ausstattung fürs Spionage-Handwerk nötig ist, wird detailliert beschrieben. Erst einmal sind die "handelsüblichen technischen Mittel" zu beschaffen, und zwar nicht nur in der DDR, sondern im gesamten "Operationsgebiet".
Außerdem appelliert Ober-Aufklärer Mielke an den Erfindergeist seiner Truppe: Sie soll "operativ-technische Mittel und Tarnungen" aller Art neu- und weiterentwickeln, "mechanische, elektronische, fototechnische, optische, akustische, fernseh-technische und andere".
West-Diplomaten haben sich auf solche Usancen eingestellt.
Die westdeutsche Vertretung in Ost-Berlin verfügt, wie andere Bonner Botschaften im Ostblock, über einen abhörsicheren Konferenzraum, die "Laube". Bevor Bölling in Ost-Berlin seinen neuen Posten bezog, kamen erst einmal Kinkel-Spezialisten mit Staubsaugerähnlichen Geräten. Sie fanden zwar nichts, nahmen ihren Mißerfolg aber nur als Beleg für saubere MfS-Arbeit.
Private oder auch politische Gespräche außerhalb der Laube führen Diplomaten vorzugsweise auf Spaziergängen. Auch Helmut Schmidt zog es bei seinem Besuch in der DDR in die freie Natur. Um unbehelligt zu sein, wanderte er mit seiner Bonner Begleitung am Werbellinsee. Böllings Beamte wandeln häufig auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof nahe der Vertretung zwischen den Grabsteinen auf und ab.
Belege für die sozialistischen Lauscher in der Wand gibt es mehr als genug. Erfahrene Diplomaten haben gelernt, sie für sich zu nutzen, etwa um ohne den zeitraubenden Dienstweg Mißstände abzustellen.
Verärgert darüber, daß zwei russische Limousinen die Zufahrt zur westdeutschen Residenz behinderten, schimpfte Prag-Botschafter Ritzel in seinem Büro, er werde demnächst mit allen Dienstwagen die sowjetische Botschaft umstellen. Der Erfolg: In der Nacht fuhr ein Abschleppwagen vor und beseitigte das Hindernis. Im Außenministerium erhielt Ritzel den Rat, sich künftig an zuständiger Stelle direkt zu beschweren.
DDR-Dissident Rudolf Bahro erfuhr bei den Verhören nach seiner Verhaftung, daß der Stasi alle Gespräche in seiner Wohnung in der Streustraße und in der seiner Freundin in der Rheinsberger Straße mitgeschnitten hatte; darunter auch die Unterhaltungen mit westdeutschen Journalisten über sein Buch "Die Alternative" und den geplanten Vorabdruck im SPIEGEL. Erich Mielke wußte genau, wo und wann "Die Alternative" publiziert werden sollte. Warum er trotzdem nicht eingriff, ist bis heute sein Geheimnis.
Fernseh-Korrespondent Lutz Lehmann staunte, als er ins Außenministerium bestellt und ihm mitgeteilt wurde, für seine - erst vage geplante - Sendung über DDR-Autoren erhalte er keine Dreh-Erlaubnis. Zu diesem frühen Zeitpunkt hatte der TV-Mann noch mit keiner DDR-Stelle über sein Projekt gesprochen.
Mielkes Dienstanweisung gibt Aufschluß, wie es dem Stasi immer wieder gelingt, unentdeckt Lauschapparate zu installieren: Sorgfältig wird zuerst das Terrain anhand von Lageplänen studiert, dann läuft die Operation in Rififi-Manier.
Die "qualifizierte Realisierung", so das Dokument, "erfordert die Beschaffung von Grundrißskizzen, Bauzeichnungen, Unterlagen über Kabelführungen und den Kanalisationsverlauf zu Grundstücken und Gebäuden".
Die westdeutschen Abwehr-Spezialisten sind beeindruckt: "Kabel zum Abhören extra zu verlegen ist schwierig. Viel einfacher ist es, die Impulse über vorhandene Zuleitungen durch den Abwasserkanal herauszuführen."
Technisch ganz so perfekt indes ist die MfS-Abteilung 26, zuständig für Lauschangriffe aller Art, in der Alltagspraxis nicht. Auch ihr unterlaufen dabei Fehler.
So konnte ein Korrespondent die letzten Sätze seines Gesprächspartners nochmals vom Band hören, als er nach dem Telephonat den Hörer rasch wieder aufnahm. Ein Kollege erlebte, wie mitten in einem Gespräch mit dem Gaus-Pressereferenten Johannes Rieger plötzlich eine andere Stimme zu vernehmen war: "Rieger ruft ..." Da verständigten S.48 sich offenbar die Lauscher in der Leitung, daß Rieger einen Journalisten an der Strippe hatte.
Bei SPIEGEL-Schwarz übernahm der Stasi sogar selbst den Telephondienst. Als Sibylle Havemann in der Ost-Berliner SPIEGEL-Redaktion anrief, um den geplanten Besuch ihres Vaters abzusagen, teilte ihr eine Dame mit, Schwarz sei zum Essen gegangen. Sie werde die Nachricht weitergeben. Der Korrespondent saß den ganzen Tag in seinem Büro und wartete vergeblich auf Robert Havemann - die Sekretärin von Schwarz hatte den Anruf von Havemann-Tochter Sibylle nicht entgegengenommen.
Peinlicher als solche Lappalien dürfte dem Ministerium für Staatssicherheit sein, daß der "Befehl Nr. 21/74" eine den Gesetzen aller zivilisierten Staaten zuwiderlaufende ostdeutsche Geheimdienst-Praxis enthüllt: Mielkes Spezialisten sind, auf Weisung von oben, notorische Einbrecher.
Schon häufig hatten Korrespondenten und Diplomaten in Ost-Berlin begründeten Verdacht, jemand habe sich in ihrer Abwesenheit in ihrer Wohnung oder im Büro zu schaffen gemacht. "Es gibt verläßliche Spuren", so ein Bölling-Bediensteter, "daß die Räume von Angehörigen der Vertretung durchsucht wurden."
Als ARD-Pleitgen mit seiner Familie nach einer Reise zurückkehrte, fand er nicht nur Fußspuren in seiner Wohnung in der Leipziger Straße, sondern auf der Toilette auch einen langstieligen Kamm aus DDR-Produktion. Pleitgen meldete den Vorfall beim Hausmeister. Bei dem war sie in besten Händen: Der Posten ist, unter Hausbewohnern ein offenes Geheimnis, mit einem Unterleutnant des MfS besetzt.
Künftig können sich Diplomaten und Journalisten bei ihren Beschwerden auf eine erstklassige Quelle berufen: Laut Mielke-Erlaß gehört der Einbruch durch "Spezialisten zur Durchführung konspirativer Durchsuchungen von Grundstücken, Wohnungen, Räumen, Kraftfahrzeugen und Behältnissen" zu den legalen Aufgaben seiner Leute.
Wonach die Stasi-Fahnder suchen sollen, ist präzise beschrieben. Es "eht um Auffinden und Sicherstellung von Beweismitteln, wie " " Dokumenten, Spionageaufzeichnungen, Abhörtechnik und anderer " " Gegenstände der Feindtätigkeit. "
Außerdem sollen die staatlichen Einbrecher Anlagen "des Gegners", "twa Alarmanlagen, aufspüren und unbrauchbar machen. Es geht um da" " Auffinden und Außerbetriebsetzen mechanischer, " " elektronischer, fototechnischer, optischer, akustischer, " " fernsehtechnischer und anderer Sicherheitsvorrichtungen und " " Anlagen des Gegners in Grundstücken, Gebäuden, Räumen, " " Behältnissen und Gegenständen. "
Um Erlaubnis, immerhin, müssen die Staatsschützer Ost vorher fragen, wenn auch nicht gerade bei der Justiz oder einer Parlamentskommission, sondern nur beim eigenen Chef. Er zeichnet "erantwortlich für jeden Einzelfall: Die Durchführung von " " Verhaftungen, vorläufigen Festnahmen, Zuführungen, " " offiziellen und konspirativen Durchsuchungen, die im " " Zusammenhang mit Vertretungen, bevorrechteten Personen und " " Korrespondenten stehen, bedürfen meiner Bestätigung " " beziehungsweise der meines 1. Stellvertreters. "
Noch einen kleinen Unterschied gibt es zu den westdeutschen Geheimdienstkollegen: Während BND und Verfassungsschutz mit anderen Behörden nur in engen Grenzen ihre Informationen austauschen dürfen, ist "umfassende Unterstützung" des MfS Pflicht des gesamten Staatsapparats.
Viele Aufgaben, die in der Bundesrepublik gewöhnliche Behörden wahrnehmen, gehören in der DDR ohnehin in den Bereich der Staatssicherheit. Den Reiseverkehr etwa kontrolliert die MfS-Hauptabteilung VI. Sie ist gehalten, die "schnelle und konspirative Übergabe/ Übernahme im Bereich der GÜST (Grenzübergangsstellen), Interhotels und internationalen Campingplätze" zu sichern. Sie soll auch "analytische Erkenntnisse über die Häufigkeit des Passierens", dazu "Bilddokumentationen und andere Vergleichsmaterialien" liefern.
Für den Schutz von "Einrichtungen" ist die Hauptabteilung VII zuständig. Sie ist angewiesen, "Planstellen zum Aufbau einer operativen Einsatzgruppe im Wachkommando Missionsschutz", so der Mielke-Befehl, bereitzustellen.
Verkehrs- und Schutzpolizei werden vom Stasi ebenso herangezogen wie Zoll-Beamte. "Überprüfte Kräfte" sollen "Teilaufgaben" der operativen Arbeit erledigen.
Eine "Verwaltung Rückwärtige Dienste" besorgt die Logistik: Sie hat geeignete Grundstücke und Gebäude "für die Unterbringung der Beobachtungsgruppen, die Schaffung von Beobachtungsbasen und Beobachtungsstützpunkten" beizubringen.
An dem perfekten System wunderte die Pullacher eine Kleinigkeit, die ihnen aus eigener Praxis geläufig ist: Läßt Erich Mielke etwa keine fremden Briefe lesen?
In Mielkes Fibel findet sich dazu auf Seite 16 nur ein versteckter "ip. Da verlangt der Minister die Übermittlung von Hinweisen, die " " sich aus der politisch-operativen Arbeit der Abteilung M und " " 26 für die operative Beobachtungsführung ergeben. "
Das Zahlen- und Buchstaben-Rätsel verstand Überläufer Stiller aufzulösen: Während in der Abteilung 26 die Bänder laufen, um die Ergebnisse der Abhöraktionen zu speichern, sitzen in der Abteilung M die Postzensoren. Zentrale Postfächer für westliche Korrespondenten erleichtern die Arbeit. Nur Sonderboten dürfen diese Post austragen.
Daß ihre Briefe kontrolliert werden, wissen Journalisten längst - der Klebstoff, made in DDR, den die Mitleser verwenden, ist miserabel. Wer den Schnüfflern entgehen will, hat in West-Berlin eine Post-Adresse.
Auf den Dreh sind inzwischen sogar die Abgesandten aus den sozialistischen Bruderländern verfallen: Auch Ostblock-Botschaften mögen dem Mielke-Staat nicht trauen und lassen sich ihre Korrespondenz lieber in den Westen der Stadt schicken.
S.36 Oben: Mielke (r.) mit SED-Chef Honecker; unten rechts: MfS-Aufpasser vor der Bonner Vertretung in Ost-Berlin. * S.40 Oben: in seinem Büro, im Hintergrund Fenster der Stasi-Wohnung gegenüber der Vertretung; * unten: Besprechung im abhörsicheren Raum. *

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