30.04.2016

NahostDer kalte Krieg des Islam

Die Erzfeinde Iran und Saudi-Arabien tragen ihren Kampf um die Vorherrschaft in der Region in Stellvertreterkriegen aus: im Jemen, in Syrien oder im Irak. Doch im Innern kämpfen beide Staaten mit ganz ähnlichen Problemen.
Eine solche Demütigung musste noch kein US-Präsident hinnehmen, der Amerikas vermeintlich besten Verbündeten in der arabischen Welt besuchte: Als Barack Obama vergangene Woche auf dem Flughafen in Riad landete, blieb König Salman lieber in seinem Palast.
Für den Besucher gab es keinen Pomp, keinen ehrenvollen Empfang. Nur ein untergeordneter Beamter, der Gouverneur von Riad, wurde entsandt, um den mächtigsten Mann der Welt zu begrüßen. Das Staatsfernsehen übertrug die Ankunft nicht. Obama stand ein wenig verloren auf dem Rollfeld und versuchte, den Affront mit breitem Lächeln zu überstrahlen.
Die Botschaft war offensichtlich: Saudi-Arabien fühlt sich von Amerika im Stich gelassen, und entsprechend kapriziös zeigte es sich.
Die Geschichte dieses missratenen Empfangs ist mehr als eine Anekdote der Weltpolitik. Darin spiegeln sich eine große geopolitische Umwälzung und ein Konflikt, der den gesamten Nahen Osten in seinem Bann hält. Es geht um den Kalten Krieg unserer Zeit – dem zwischen Saudi-Arabien und Iran, den beiden Rivalen, die nach der Vorherrschaft im Nahen Osten streben. Und es geht dabei auch um die Frage, auf welcher Seite die USA stehen.
Der Nahe Osten, wie wir ihn kannten, verändert sich dramatisch. Und wo man auch hinblickt, stehen Teheran und Riad hinter zumindest einer der verfeindeten Parteien. Das Königreich Saudi-Arabien, Hüter der heiligen Stätten in Mekka und Medina, versteht sich als Heimstatt des sunnitischen Islam, dem die große Mehrheit der Muslime angehört. Die Islamische Republik Iran, eine schiitische Theokratie, beansprucht die Führung über die Schiiten, die weltweit etwa 13 Prozent der Muslime ausmachen. Für beide Regime ist die Religion auch ein Machtinstrument.
Der blutigste Bürgerkrieg der Gegenwart, der syrische, geht ins sechste Jahr, mehr als 250 000 Menschen sind ihm bis heute zum Opfer gefallen – und die Waffenruhe, die seit zwei Monaten herrscht, wird wohl nicht mehr lange halten. In Syrien, aber auch in den Konflikten im Irak und im Jemen verlaufen die Fronten vor allem entlang konfessioneller Grenzen: Sunniten gegen Schiiten. Im Libanon und in Bahrain herrscht ein fragiler Friede, der jederzeit wieder von konfessionellen Unruhen unterbrochen werden könnte.
All diese Stellvertreterkriege und konfessionellen Konflikte haben eine Völkerwanderung der Vertriebenen ausgelöst – mehr als sechs Millionen Menschen aus Syrien und dem Irak, fast drei Millionen im Jemen. Und aus den Trümmern des Nahen Ostens hat sich ein vielköpfiges Ungeheuer erhoben, das Brüssel, Paris, Istanbul und den Rest der Welt mit Anschlägen in Angst versetzen will: der "Islamische Staat" (IS). Die sunnitische Terrormiliz betrachtet – Ironie der Geschichte – sowohl Iran als auch Saudi-Arabien als Feinde.
Am Ende geht es bei dieser Eskalation auch um Amerika und seine veränderte Rolle in der Welt. Barack Obama wollte nach Jahrzehnten der Feindschaft wieder mit Iran ins Gespräch kommen, deshalb schloss der Westen ein Nuklearabkommen mit dem Regime. Es soll dessen Ambitionen beschränken, an eine Atombombe zu gelangen, und ihm im Gegenzug Geschäfte mit dem Westen ermöglichen.
Zugleich möchte sich Amerika am liebsten aus diesem komplizierten, krisengeplagten Teil der Welt zurückziehen – die gegenwärtige Entwicklung ist auch ein Resultat dieser Politik.
Iran hingegen will nach Jahrzehnten der Isolation seine alte Bedeutung zurückerobern. Je mehr Länder des Nahen Ostens von schiitischen Glaubensbrüdern kontrolliert werden, desto stärker fühlt sich Iran. Und umso bedrängter fühlt sich Saudi-Arabien, dessen Herrscher einst durch einen Pakt mit sunnitischen Fundamentalisten, den Wahhabiten, an die Macht gelangten.
Der neue Kalte Krieg betrifft die ganze Welt. Es lohnt sich, seine Ursachen zu ergründen, die Frage, was Saudi-Arabien und Iran in die Eskalation treibt. Und was dagegen zu tun ist. Ein SPIEGEL-Team hat in beiden Ländern recherchiert, mit Politikern und Religiösen gesprochen, mit Aktivisten, Intellektuellen und gewöhnlichen Bürgern.

Die saudische Schiitenparanoia

In Awamija, einem staubigen Städtchen an jenem Meer, das die einen den Persischen, die anderen den Arabischen Golf nennen – in Awamija sieht das Königreich Saudi-Arabien aus, als wäre es im Bürgerkrieg. Ein Checkpoint mit haushohen Betonschutzmauern markiert den Ortseingang, ein Panzerwagen steht davor, nachts schwenken Scheinwerfer über die Szene.
Auch auf dem Hauptplatz von Awamija sind meterdicke Betonwände aufgestellt, rund um die Polizeiwache, das Umspannwerk, das Gemeindeamt. Sie sind mit Graffiti vollgeschmiert:
"Sie töten uns, weil wir Schiiten sind!"
"Zur Hölle, ihr Betrüger!"
"Wir geben niemals auf!"
"Wir vergessen dich nicht, Nimr!"
"Unser Nimr ist nicht gestorben!
In der Nacht zum 2. Januar hatte Saudi-Arabien den aus Awamija stammenden Gelehrten und Prediger Nimr al-Nimr exekutieren lassen – ihn und 46 andere Häftlinge, die überwiegend als Terroristen verurteilt worden waren. Es war die größte Hinrichtungswelle im Königreich seit über drei Jahrzehnten.
Auch in Saudi-Arabien gibt es eine schiitische Minderheit – mehr als zehn Prozent der Bevölkerung. Und Nimr war einer ihrer prominentesten Vertreter, ein scharfer Gegner des saudischen Königshauses. Er warf den Herrschern vor, die Schiiten systematisch zu unterdrücken. Die Regierung wies den Vorwurf zurück und beschuldigte Nimr, ein aus Iran gesteuerter Terrorist zu sein, verantwortlich für den Tod saudi-arabischer Sicherheitskräfte.
Nach der Exekution Nimrs stürmte in der iranischen Hauptstadt Teheran ein wütender, aber durchaus organisiert wirkender Mob die Botschaft Saudi-Arabiens – Riad brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu Iran ab, Iran zog seine Diplomaten ab. Seither herrscht eisige Stille zwischen den Regionalmächten.
Der Bruder des toten Schiitengelehrten sitzt in seinem Büro in einem Hinterhof am Rande von Awamija. Mohammed al-Nimr, 52, ist ein großer, eleganter Mann mit ergrautem Schnauz- und Kinnbart. Er trägt ein traditionelles weißes Gewand mit rot-weiß karierter Kopfbedeckung. "Die Exekution der anderen 46 Häftlinge war nur ein Vorwand, um meinen Bruder zu töten", sagt er. Mohammed al-Nimr klingt nicht wütend oder verzweifelt, sondern beherrscht. "Die anderen Häftlinge waren schon vor langer Zeit zum Tode verurteilt worden", fährt er fort, "Scheich Nimr aber war eine Inspiration für uns, vor allem für die jungen Leute. Die Menschen hier haben ihn verehrt."
Immer wieder war der Prediger verhaftet worden, zuletzt im Sommer 2012. Kurz zuvor war Kronprinz Naif bin Abdulaziz gestorben, was Nimr mit den Worten kommentiert hatte: "Die Würmer werden ihn fressen, und er wird in seinem Grab Höllenqualen leiden. Der Mann, der uns in Angst und Schrecken leben ließ – sollen wir uns über seinen Tod nicht freuen?"
Die Worte seines Bruders seien "eine Sache", sagt Mohammed al-Nimr, "aber Terrorismus ist etwas anderes". Er spricht mit erhobenem Zeigefinger, in langsamem, klar artikuliertem Arabisch – auch Mohammed al-Nimr könnte Prediger sein. Aber er ist Kaufmann, und er wägt seine Worte. Er verurteile den Angriff auf die Botschaft, er sagt: "Ich bin ein Mensch, der sein Land liebt."
Fünf Monate vor der Verhaftung seines Bruders war auch Mohammed al-Nimrs damals 17-jähriger Sohn festgenommen worden. Er hatte während des Arabischen Frühlings an Protesten teilgenommen und wurde zum Tode verurteilt: Ali al-Nimr soll enthauptet und gekreuzigt werden. "Was soll ich dazu sagen?", fragt der Vater. "Mein Sohn war ein Kind, als er verhaftet wurde." Ali sei klug und ehrgeizig, er habe sich an der Universität eingeschrieben. "Nun sitzt er seit fünf Jahren im Gefängnis."
Die Hinrichtung des Schiitenpredigers und das barbarische Urteil gegen dessen Neffen haben weltweit Bestürzung ausgelöst. Die Episode zeigt, dass Saudi-Arabien sich von Iran verfolgt fühlt – und deshalb einen regelrechten Kampf der Konfessionen provoziert, selbst im eigenen Land. Das Königshaus lässt sich zu gefährlichen Reaktionen hinreißen.
Neuerdings sogar zu außenpolitischen Abenteuern: Im südlichen Nachbarland Jemen starteten die Saudis eine Militärinitiative gegen die schiitischen Huthi-Rebellen. Trotz monatelanger Bombardements blieben sie erfolglos – die Bilder von zerstörten Städten und toten Zivilisten halfen vor allem Iran.

Unvereinbare Standpunkte

Ali Akbar Velayati, der ehemalige Außenminister Irans, sitzt in dunkelblauem Anzug in seiner Praxis in Teheran, ein asketisch-hagerer Diplomat, der wieder als Kinderarzt arbeitet. Es ist kurz nach 21 Uhr, der letzte Patient, ein Siebenjähriger mit Ohrenschmerzen, ist gerade gegangen.
Velayati ist außenpolitischer Berater Ali Khameneis, des "Obersten Führers"; er gehört zum innersten Kreis. Erst im Februar reiste Velayati nach Moskau, mit Wladimir Putin beriet er darüber, wie es in Syrien weitergehen soll. In seiner Praxis will er nun über iranische Außenpolitik sprechen. Er redet von der "2000 Jahre alten, iranisch-jemenitischen Freundschaft". Er erzählt, wie Iran schon einmal, vor 1500 Jahren, Soldaten in den Süden der Arabischen Halbinsel schickte, um gegen die Besatzung des Jemen durch Äthiopier zu kämpfen. Die "Invasoren" wurden triumphal besiegt.
So wie seinerzeit die Äthiopier, sagt Velayati, würden heute die Saudis im Jemen ihre "totale Niederlage" erleben: "Sie stecken bis zur Halskrause im Sumpf." Dass der amtierende Präsident des Jemen, Abd Rabbuh Mansur Hadi, nicht nur von Saudi-Arabien gestützt, sondern auch international anerkannt wird, kümmert Velayati wenig: Diese Regierung sei "illegal" und werde bald "beseitigt" werden.
Zufrieden lehnt er sich in seinem Sessel zurück. Was sind schon ein paar Jahrzehnte der Marginalisierung durch das Sanktionsregime des Westens oder die nicht einmal 100-jährige Herrschaft einer arabischen Sippe in Riad im Vergleich zur glorreichen, über 4000 Jahre alten Geschichte der persischen Reiche?
Auch Adel al-Jubeir, Saudi-Arabiens Außenminister, hat eine klare Sicht auf die Welt. "Wir wollten keinen Krieg im Jemen", sagt er, "aber wir hatten keine Wahl. Eine radikalschiitische Miliz, die mit Iran und der Hisbollah verbündet ist, hatte das Land übernommen – die Huthis." Jubeir sagte das während der Münchner Sicherheitskonferenz ( SPIEGEL 8/2016). Am Abend zuvor war Jubeir seinem iranischen Amtskollegen Mohammad Javad Zarif begegnet, um über eine Waffenruhe in Syrien zu verhandeln, zum ersten Mal seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen.
Bis dahin hatten sie sich nur aus der Ferne angefeindet, mit Gastbeiträgen in der "New York Times". "Die wahre Gefahr für die Welt", schrieb der Iraner, sei Saudi-Arabien, dessen Regierung "gewalttätige Extremisten" unterstütze und den Hass zwischen Sunniten und Schiiten anfache. Worauf der Saudi-Araber konterte: Nicht sein Land unterstütze Terroristen, sondern Iran, der "bei Weitem aggressivste Akteur in der Region".
Aus saudi-arabischer Sicht stellt sich die Lage so dar: Iran, mit fast 80 Millionen Einwohnern mehr als dreimal so groß wie das Königreich, will zur Ordnungsmacht des Nahen Ostens aufsteigen. Der alte Hegemon, die USA, zieht sich aus der Region zurück. Deshalb ist es nun an Saudi-Arabien, das Gleichgewicht der Kräfte wiederherzustellen.
Das ist der Kern der neuen, offensiven Außenpolitik Saudi-Arabiens. Für ein Land, das seit Jahrzehnten als "strategischer Partner" des Westens gilt, als verlässlicher Öllieferant, als militärisch eher defensiv, bedeutet sie einen radikalen Bruch mit unkalkulierbaren Folgen.

Die Wurzeln der Feindschaft

Nicht immer standen sich die beiden Mächte so kriegerisch gegenüber. Es gab auch Phasen der Verständigung, sogar der Zusammenarbeit. Als ab Mitte des 20. Jahrhunderts beide als Öllieferanten des Westens reich wurden, verstanden sich auch ihre Herrscher meist gut. Sie hatten einen gemeinsamen Verbündeten – die USA.
So gut ist Ende der Sechzigerjahre das Verhältnis, dass der iranische Schah und König Faisal von Saudi-Arabien einander sogar Briefe schreiben. Der Schah rät dem König, seinem Beispiel zu folgen und sein Land gesellschaftlich zu öffnen, etwa Mädchen und Jungen gemeinsam zu erziehen – so erzählt man im saudischen Königshaus. Der König habe demnach den Schah gewarnt: "Darf ich Dich daran erinnern, dass Du nicht der Schah von Frankreich bist? Deine Bevölkerung ist zu 90 Prozent muslimisch. Vergiss das nicht."
Die dunkle Prophezeiung erfüllt sich 1979, in einem Jahr, das den Nahen Osten bis heute prägt: Der radikale Schiitenführer Ruhollah Khomeini stürzt das Regime des prowestlichen Schahs, Studenten stürmen die US-Botschaft, und das Land, das bald Islamische Republik Iran heißen soll, versinkt in blutigen Machtkämpfen. Wenig später folgt ein Krieg gegen den von Saddam Hussein regierten Irak.
Saudi-Arabien schlägt sich auf die Seite des Sunniten Saddam Hussein – und die USA, die Saudi-Arabien und Iran bis dahin gleichermaßen zugeneigt waren, verlagern ihr Gewicht auf Saudi-Arabiens Seite.
1979, ein gutes Jahr für die Saudis? Nicht wirklich: Am 20. November kapern sunnitische Terroristen die Große Moschee in Mekka und nehmen Tausende Pilger als Geiseln. Ihr Anführer ist ein Endzeitprediger aus dem Herzen Saudi-Arabiens, er ruft zum Sturz des Königs auf. Der sieht sich gezwungen, französische – ungläubige! – Spezialkräfte nach Mekka zu schicken, um die Moschee zu befreien.
Das Haus der Saud ist gedemütigt, vor allem gegenüber seinem eigenen religiösen Establishment. Die Prinzen versuchen, sich von der Blamage reinzuwaschen, indem sie von nun an Milliarden Petrodollars an radikale Prediger überweisen, die den Wahhabismus, die strengste und unerbittlichste Richtung des Islam, in die Welt tragen.
So beginnt im Wendejahr 1979 nicht nur der Export der "islamischen Revolution", die Khomeini predigt. Parallel dazu verbreitet sich aus Saudi-Arabien die Saat des sunnitischen Extremismus – sie geht bis heute auf, in den gesetzlosen Tälern Pakistans, in Rakka, der Hauptstadt des IS, auch im Westen, in den Köpfen verirrter junger Männer – und im Königreich selbst. Nun bedroht der islamistische Extremismus auch das Land, in dem er entstand.
Acht Jahre nach der Wende kommt es in Mekka zu einem verheerenden Zusammenstoß zwischen iranischen Demonstranten und Sicherheitskräften, bei dem mehr als 400 Menschen sterben. Prinz Naif, der Bruder des heutigen Königs, gibt den Iranern die Schuld. Sie hätten, wie andere "Häretiker" vor ihnen, die Große Moschee zu entweihen versucht.
Revolutionsführer Khomeini tobt, er ruft zum Sturz der saudischen Herrscher auf: "Widerwärtige und gottlose Wahhabiten" seien sie, "eine Bande von Ketzern".
Damit ist ausgesprochen, dass auch die 1932 und 1979 gegründeten Staaten Saudi-Arabien und Iran den Streit fortsetzen, den sunnitische Araber und schiitische Perser schon seit Jahrhunderten geführt hatten.
Anfang des 16. Jahrhunderts führten die persischen Herrscher den schiitischen Islam als Staatsreligion ein. Zu den Sunniten, der viel größeren Glaubensrichtung des Islam, gehörte der Prediger Mohammed Bin Abd al-Wahhab, der 1703 nahe dem heutigen Riad zur Welt kam. Er begründete den Wahhabismus, und er verachtete, ja hasste die Schiiten. Mitte des 18. Jahrhunderts verbündete sich der Clan der Saud, die heutige Königsfamilie, mit dem Prediger. Der Wahhabismus wurde Staatsdoktrin.
In beiden Ländern ist die konfessionelle Festlegung ein Instrument der Machtpolitik: Sie bindet das Volk an die Herrscher. Und auch heute nutzen die Machthaber in beiden Ländern die Religion, um über ihr Volk zu gebieten – und sowohl in Saudi-Arabien wie in Iran ringen Reformer und Konservative miteinander. Ein Blick in die Gesellschaften beider Länder zeigt, dass trotz der offiziellen Feindschaft beide mit ähnlichen Herausforderungen kämpfen.

Zwei Theokratien

Am 26. Februar, dem Tag der Expertenratswahl und der ersten Runde der Parlamentswahl, erscheint die politische Prominenz Irans in einem Wahllokal im Norden von Teheran. Hier, am Ende einer schmalen Gasse, empfing Revolutionsführer Khomeini zu Lebzeiten oft Gäste. Heute hängt ein riesiges Foto von ihm an der Wand.
Der erste Wähler an diesem Morgen ist Außenminister Zarif. Von ihm heißt es, er habe in seiner Jugend nie fernsehen dürfen, um nicht dem verderblichen Einfluss des Westens ausgesetzt zu sein. Danach erscheint, im Gewand des Geistlichen, der Politiker Akbar Hashemi Rafsanjani. Der reichste Mann Irans gilt als Strippenzieher hinter der Regierung von Präsident Hassan Rohani; es heißt, sie solle seine Idealvorstellung von wirtschaftlicher Freiheit und religiöser Kontrolle umsetzen.
Es folgen Hassan Khomeini, der Enkel des Revolutionsführers, und Expräsident Mohammad Khatami, den viele Iraner bis heute als Reformer schätzen. Das Regime hat ihn aus der Öffentlichkeit verbannt, er darf keine Interviews geben. Erschienen ist er trotzdem. Denn bei allem Streit ist sich die Elite Irans in einem Punkt einig: dass die Revolution sie zu dem gemacht hat, was sie heute ist.
Über allen thront der Oberste Führer Khamenei. Er entscheidet, aber er hat dabei die verschiedenen Machtzentren im Blick, vor allem die Revolutionswächter. Die paramilitärische Organisation ist ein Staat im Staat, mächtiger als jede andere Einrichtung. Sie kontrolliert mit ihren Spitzeln nicht nur die Sicherheitsorgane, sondern auch weite Teile der Wirtschaft.
Es ist die Diktatur eines theokratischen Machtapparats, der jedoch, anders als die absolute Monarchie Saudi-Arabiens, dem Volk eine Teilhabe erlaubt. Es gibt immerhin Wahlen – wenn auch die zugelassenen Kandidaten handverlesen sind. "Islamische Demokratie" nennen die Revolutionäre ihr System: Verschiedene Gremien urteilen darüber, wer "islamisch" genug ist, um daran teilnehmen zu dürfen. Die anderen werden ausgesperrt, so wie bei dieser Wahl die meisten der sogenannten Reformkandidaten. Echte Reformer, die für Meinungsfreiheit und für eine unabhängige Justiz eintreten, sitzen ohnehin im Gefängnis.
Das Königreich Saudi-Arabien gibt erst gar nicht vor, eine Demokratie zu sein. "Wenn Demokratie ein Heilmittel ist, dann sind wir nicht krank", sagt Jamal Khashoggi, einer der profiliertesten politischen Kommentatoren des Landes.
Im bislang eher statischen Machtgefüge der Monarchie hat sich seit dem Tod König Abdullahs Anfang 2015 ein drastischer Wandel vollzogen. Dessen Nachfolger und Halbbruder Salman bin Abdulaziz, 80, feuerte, nur wenige Tage im Amt, die wichtigsten Berater. Dann stellte er die Thronfolge um: Zum Kronprinzen machte er Prinz Mohammad bin Naif, 56, den erfahrenen Innenminister. Zum Vizethronfolger und Verteidigungsminister ernannte er seinen eigenen Sohn, den erst 30-jährigen Mohammed bin Salman.
Die Ämterfülle, mit der der greise König seinen Sohn ausstattete, lässt keinen Zweifel daran, wen er dereinst auf dem Thron sehen will: Mohammed bin Salman ist nicht nur für das Militär, sondern als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses auch für die Ölpolitik zuständig.
"Theoretisch könnte diese Mannschaft durchregieren", sagt Jamal Khashoggi. Tatsächlich aber sei die neue Führung vorsichtig. Ständig vergewissere sie sich der Zustimmung der mächtigen Stämme und der noch mächtigeren Kleriker. Das sei gut für den Zusammenhalt, sagt Khashoggi. "Aber es hält uns auch auf."
Zum Beispiel bei der Frage, wie es mit Iran weitergehen soll. Wie gefährlich dieser Konflikt ist, räumt sogar der Patriot Khashoggi ein: "Wir und Iran sind wie Feuer und Dynamit. Wir sind die Rowdies, die das ganze Haus zum Einsturz bringen können. Vielleicht solltet ihr den Nahen Osten nicht nur uns beiden überlassen." Sein Ton ist ironisch, aber er meint es ernst: "Setzt den Nahen Osten an die Spitze eurer Prioritäten. Haltet meinetwegen ein neues Jalta mit uns ab! Tut was!"

Die neue Rolle der Frauen

Trotz Klerikern, Prinzen und Sittenpolizisten hält die Moderne auf versteckte Weise Einzug in die verfeindeten Staaten. Das zeigt sich besonders deutlich in der sich verändernden Rolle der Frauen in der Gesellschaft.
Die Frau, die es in Iran ganz nach oben geschafft hat, ist Präsident Rohanis Stellvertreterin Shahindokht Molaverdi, 50. Die Juristin ist attraktiv, weiß das aber gut unter dem ins Gesicht gezogenen Tschador zu verbergen. Molaverdi sitzt im Konferenzsaal ihres Amtsgebäudes in Teheran, umgeben von Insignien der Theokratie: Flagge und Fotos der Revolutionsführer.
Ihren Posten hat sie mit einer gezielten Provokation erobert: Als der Präsident im Sommer 2013 seine Regierung vorstellte, griff sie ihn öffentlich an: "Warum ist die Beteiligung der Frauen in dieser 33 Personen umfassenden Liste gleich null? Warum traut er Frauen nicht?", fragte sie. Zwei Monate später wurde sie zu einer von drei Stellvertreterinnen Rohanis.
Nun ist Molaverdi so etwas wie die Familienministerin Irans – auch wenn das Parlament sie als solche wohl nicht offiziell bestätigen würde. Molaverdi gilt als progressive Feministin. Nie würde sie offen das System kritisieren. Doch sie will, so heißt es, das Erb- und Strafrecht reformieren, das Frauen benachteiligt. Die Zeugenaussage einer Frau ist in Iran nur halb so viel wert wie die eines Mannes. Und Töchter erben einen Bruchteil dessen, was Söhne bekommen. Dabei sind 60 Prozent der Universitätsabsolventen weiblich.
Wenn Frauen in Saudi-Arabien aufsteigen wollen, hilft es unter Umständen, die Männer auszusperren. Zu Huda al-Jeraisys Firma haben Männer keinen Zutritt, so steht es auf einem Schild an der Tür. Im Innern des orangefarbenen Gebäudes im Zentrum von Riad sieht es aus wie in einem gewöhnlichen Büro, nur eben ohne Y-Chromosomen: Frauen in Jeans und Blusen, frisiert und geschminkt, sitzen an Computern. Sie organisieren Ausbildungs- und Sprachkurse für andere Frauen.
Dürften Männer das Büro betreten, müssten sich die Frauen in abgetrennten Räumen mit separaten Eingängen aufhalten, sie müssten die Abaja tragen, das schwarze Gewand, und ihr Haar bedecken. Viele würden auch ihr Gesicht verhüllen.
Das ist Saudi-Arabien: das Land mit der strengsten Geschlechtertrennung der Welt.
"Legen Sie das Kopftuch ab, ruhig auch die Abaja", sagt Huda al-Jeraisy und lächelt. "Es ist wichtig, dass wir uns hier wohlfühlen können." Verlässt die Chefin das Büro, sind zwischen schwarzem Stoff nur noch ihre Augen zu sehen.
Unsichtbar ist sie dennoch nicht: Jeraisy ist eine Pionierin, eine von rund 20 Frauen im Königreich, die bei den Stadt- und Gemeinderatswahlen im Dezember einen Sitz gewonnen haben. Es war das erste Mal, dass Frauen in Saudi-Arabien für ein politisches Amt kandidieren durften. Und das erste Mal, dass Frauen bei einer Wahl überhaupt ihre Stimme abgeben durften.
Ein Hauch von Demokratie – auch wenn eine Gemeinderätin nicht besonders viel zu sagen hat in einem System, das auf die absolute Herrschaft des Königs ausgerichtet ist. Statt eines Parlaments gibt es hier nur den Madschlis al-Schura, der den Herrscher berät.
30 Mitglieder hat der Stadtrat von Riad, 10 wurden ernannt – allesamt Männer –, 20 konnten gewählt werden. Außer Jeraisy setzten sich zwei weitere Frauen durch. Interessant sei, bemerkt sie, dass auch die anderen ihr Gesicht ganz verhüllten: "Ich habe festgestellt, dass wir Frauen unsere Ziele leichter erreichen, wenn wir uns verschleiern. Die Männer hören uns eher zu, sie vertrauen uns."
Bei den Sitzungen des Rats befinden sich die Frauen in einem separaten Raum, über eine Sprechanlage mit den männlichen Kollegen verbunden. Ihr mache das nichts aus, beteuert Jeraisy, "Veränderungen brauchen Zeit". Was heute möglich sei – Stadträtinnen, Frauen in der Schura, Frauen, die als Verkäuferinnen, Chirurginnen oder Rechtsanwältinnen arbeiteten –, "all das", sagt sie, "hätte noch vor 20 Jahren zu einem Bürgerkrieg geführt".
Saudi-Araberinnen brauchen noch immer einen Fahrer und – schlimmer noch – einen Vormund, ohne dessen Einverständnis sie weder arbeiten noch reisen dürfen. Doch sie sind, wie die Iranerinnen, heute schon besser ausgebildet als die Männer. Sie dringen in Berufe vor, die ihnen bis vor Kurzem verschlossen waren. Noch sind nur rund 15 Prozent von ihnen berufstätig, aber ihre Zahl wächst rasant – auch aus wirtschaftlicher Notwendigkeit.

Die Abhängigkeit vom Öl

Vor den Toren der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda wächst ein Gebäude in den Himmel, das man in ein paar Jahren überall kennen dürfte: der "Jeddah Tower", der erste Wolkenkratzer der Welt, der über 1000 Meter hoch werden soll.
Vor drei Jahren wurde der Grundstein gelegt, inzwischen ragt der Turm mehr als 150 Meter in den Himmel. Lastenaufzüge knirschen, Betonmischer dröhnen. In vier Jahren soll das Werk vollendet sein.
"Höhe bedeutet Stolz", sagt Talal al-Maiman. "Der Turm ist ein Symbol für den Rang des Königreichs in der Welt." Der Bauherr ist Prinz Alwalid Bin Talal, ein Neffe des Königs und reichster Geschäftsmann Saudi-Arabiens. Talal al-Maiman ist für die Bauten zuständig. Das Königreich habe allen Grund, selbstbewusst zu sein, prahlt er: "Wir haben Mekka und Medina. Wir haben Öl. Die Welt beneidet uns."
Noch zehrt Saudi-Arabien von den Milliarden, die es in den Jahrzehnten des Ölbooms eingenommen hat. Doch der Boom ist vorläufig vorbei, der Ölpreis kollabierte, und eine Intervention im Jemen kostet Geld, das anderswo fehlt. Zudem fördert Saudi-Arabien absichtlich viel Öl, um den Preis niedrig zu halten und damit Iran zu schaden. Das lässt sich das Königreich einiges kosten: 2015 lag das Budgetdefizit bei rund 100 Milliarden Dollar. Wenn nichts geschieht, dürften die Reserven in fünf Jahren aufgebraucht sein. Manche der ehrgeizigen Bauvorhaben – eine "Economic City" am Roten Meer, ein futuristisches Bankenviertel in Riad – gehen nur noch schleppend voran.
Doch selbst wenn der Ölpreis wieder steigt – Saudi-Arabiens Vorräte sind so endlich wie jene des Rivalen Iran. Beide realisieren, dass ihre Abhängigkeit von Bodenschätzen ein Problem ist.
Sie haben im Grunde ähnliche Probleme: eine einseitige, verknöcherte Wirtschaft und eine junge Bevölkerung, die von ihren greisen Führern vor allem Jobs, aber damit verbunden Offenheit, Flexibilität, politische und soziale Reformen verlangt. Der Arabische Frühling hat gezeigt, dass unzufriedene Massen selbst die eisernen Diktaturen des Nahen Ostens zum Einsturz bringen können – eine Erkenntnis, die die Herrscher Saudi-Arabiens und Irans aufgeschreckt hat.
Vizekronprinz Mohammed bin Salman hat deshalb drastische Veränderungen verkündet: Saudi-Arabien, das fast nur von der Ölförderung lebt, soll eine diversifizierte Volkswirtschaft werden. Eine Modernisierungsinitiative, die den Verwaltungsapparat, die Staatswirtschaft und sogar einen Teilverkauf des Ölgiganten Saudi Aramco einschließt, soll dazu beitragen. Diese Woche wurde ein entsprechendes Reformprogramm unter dem Titel "Vision 2030" vorgestellt.
Wer baut höher, schneller, wer ist moderner? Auch die Bautätigkeit der beiden Länder gleicht einem Wettrüsten. Im Norden Teherans lässt der Geschäftsmann Ebrahim Pourfaraj gerade das größte Hotel Irans ins Gestein des Albors-Gebirges betten. Dafür wurde ein monströses, fast 75 Meter tiefes Loch in den Fels geschlagen, in dem nun, wie auf einem abstrakten Gemälde, die bunten Stahlcontainer der Bauarbeiter in der Wand hängen, erreichbar nur über steile Stege.
125 neue Vier- und Fünf-Sterne-Hotels sind geplant. Eben noch Paria, bewohnt von Bösewichtern, gilt Iran mit seinen Moscheen, Gärten und Feuertempeln plötzlich als romantische Abenteuerdestination. Bis 2025 rechnet die Regierung mit einer Vervierfachung der Touristenzahlen. 20 Millionen Besucher sollen dann jährlich bis zu 30 Milliarden Dollar im Land lassen.
Die Autoindustrie, die Werften, die Flughäfen, alles soll nun erneuert werden. Mindestens 100 Milliarden Dollar Investitionen jährlich benötigt allein die Restaurierung der Gas- und Ölförderanlagen.
Die Jahre der Isolation sind wohl vorbei, aber nicht ohne Folgen: Die Revolutionswächter haben ein riesiges Wirtschaftsimperium aufgebaut. Sie füllten die Lücken, als internationale Konzerne das Land verließen – und es wird schwer sein, künftig an ihnen vorbeizukommen.
Die instabile Wirtschaftslage beider Länder, ihr Ehrgeiz und ihr Buhlen um internationale Investoren sind für den Westen zunächst einmal eine Chance. Sie geben Staaten wie Deutschland, die mit Saudi-Arabien und nun auch mit Iran Geschäftsbeziehungen pflegen, Druckmittel in die Hand. Verlockende Geschäfte könnten an politische Bedingungen geknüpft werden.
Dabei gäbe es einiges, was der Westen tun könnte, um die Zerstörung des Nahen Ostens und die Ausbreitung des islamistischen Terrors in der Welt zu stoppen.

Zwei schwierige Partner

Wer den Radikalen auf beiden Seiten zuhört, für den stellt sich der Konflikt als epochales Ringen zwischen zwei politisch zerstrittenen und konfessionell gespaltenen Mächten dar, an dessen Ende es nur einen Sieger und einen Verlierer geben kann.
Doch dieser Eindruck täuscht. Keines der beiden Länder entspricht der Karikatur des Schurkenstaates, das die Scharfmacher der Gegenseite von ihm zeichnen.
Saudi-Arabien ist ein junges, kraftvolles Land und als Rohstoffriese und Verbündeter des Westens weltweit vernetzt. Iran, ähnlich jung und dynamisch, kann nun durch den Atomvertrag als Handels- und Rohstoffland global so eingebunden werden, wie Saudi-Arabien es längst ist.
Der Westen hat sich daran gewöhnt, den Nahen Osten als Krisenherd der Weltpolitik zu betrachten, in dem Fanatismus und Paranoia über Kompromiss und Vernunft triumphieren. Doch im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran gibt es nicht nur Fanatiker, es gibt – natürlich – auch Zweifelnde und Besonnene, die der Westen stärken könnte, anstatt sich aus der Region einfach zurückzuziehen.
Der Westen muss sich auch nicht für eines der beiden Länder als einzigen Partner entscheiden – ein idealer Verbündeter ist weder Saudi-Arabien noch Iran. Denn über Foltergefängnisse für Andersdenkende und brutale Strafen für Bagatelldelikte verfügen beide.
Die USA haben lange vom Öl des Nahen Ostens profitiert und die Politik seiner Länder beeinflusst. Wenn Washington die Region nach den gescheiterten Missionen in Afghanistan und im Irak nun am liebsten sich selbst überlassen möchte, begeht es einen Fehler – und hinterlässt ein Vakuum, in das Russland in Syrien bereits vorgestoßen ist.
Washington müsste sein angeschlagenes Verhältnis zu Saudi-Arabien dringend verbessern. Der bisherige Reflex, Iran für alles Böse in der Region verantwortlich zu machen, sollte nicht ins andere Extrem kippen – also den langjährigen Verbündeten Saudi-Arabien pauschal zu verdammen.
Denn um etwa den Konflikt in Syrien zu lösen, muss der Westen direkte Verhandlungen zwischen Iran und Saudi-Arabien fördern. Die Europäische Union kann die wirtschaftliche Kraft ihrer 500 Millionen Konsumenten einsetzen, um Druck auf die Eliten beider Länder auszuüben – auch über eine strengere Kontrolle von Rüstungsexporten.
Gibt es etwa ein Zeichen der Hoffnung? Über den blinden Fenstern der verlassenen iranischen Botschaft in Riad flattert noch die Flagge der Islamischen Republik.
In Teheran aber ist die saudi-arabische Botschaft mit Barrikaden aus Stahl abgesperrt. Auf der weißen Fassade sind noch Rauchspuren der Molotowcocktails zu sehen, welche die Demonstranten im Januar auf das Gebäude schleuderten.
Die Stadtverwaltung hat die Straße, die zur Botschaft hinaufführt, umbenannt: Sie heißt jetzt Märtyrer-al-Nimr-Straße.
Weder Saudi-Araber noch Iraner scheinen derzeit bereit, einen Schritt auf die Gegenseite zuzugehen. Jetzt soll die Schweiz vermitteln. Sie hat Erfahrung als Briefträgerin verfeindeter Staaten: Seit über 30 Jahren reichen ihre Diplomaten Nachrichten zwischen den USA und Iran hin und her.
Nach dem Atomvertrag sah es kurz so aus, als ob die Eidgenossen in Teheran ihre wichtigste Aufgabe erfüllt hätten. Aber in Wahrheit werden sie dringender gebraucht denn je.

Kontakt

Twitter: @samihashafy
Von Susanne Koelbl, Samiha Shafy und Bernhard Zand

DER SPIEGEL 18/2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 18/2016
Titelbild
Der digitale SPIEGEL
Diese Ausgabe jetzt digital lesen

Die digitale Welt der Nachrichten. Mit interaktiven Grafiken, spannenden Videos und beeindruckenden 3-D-Modellen.
Sie lesen die neue Ausgabe noch vor Erscheinen der Print-Ausgabe, schon freitags ab 18 Uhr.
Einmal anmelden, auf jedem Gerät lesen - auch offline. Optimiert für Windows 8, Android, iPad, iPhone, Kindle Fire, BlackBerry Z10 sowie für PC/Mac.

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Nahost:
Der kalte Krieg des Islam

  • Riesige Sturmwolke: Gleich geht die Welt unter...
  • "Mich hat das Auto immer fasziniert": Niki Lauda im Interview (1993)
  • Experiment: Was passiert mit Duschgel im Vakuum?
  • Hochwasseralarm: Tief "Axel" bringt Überschwemmungen