28.05.2016

Früher war alles schlechterWohnfläche

Ein Zimmer mehr für jeden Deutschen. Es gibt viele Entwicklungen, bei denen schwer zu entscheiden ist, ob sie nun positiv oder negativ sind und, je nachdem, für wen. Der sinkende Alkoholkonsum der Deutschen, an dieser Stelle früher behandelt, ist gut für die Volksgesundheit, aber schlecht für Brauer und Winzer. Für die Dauer dieses Beitrags gehen wir von der Annahme aus, dass die wachsende Wohnfläche pro Person in Deutschland eine gute Sache ist – für die Bewohner, für die Bauwirtschaft, für Putzpersonalagenturen. Für die Natur vielleicht nur bedingt. Jedenfalls: Von 1972 bis 2014 hat sich die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner in Deutschland annähernd verdoppelt, von 26,4 auf 46,5 Quadratmeter. 20 Quadratmeter mehr für jeden! Ein großes Kinderzimmer dazugewonnen! Auch der relative Wohnungsbestand ist enorm gestiegen, von 214 Wohnungen oder Häusern pro 1000 Einwohner im Jahr 1950 auf rund 500 in der Gegenwart. Wie beengt die Verhältnisse in der vom Krieg gezeichneten jungen Bundesrepublik noch waren, zeigt sich auch daran, dass sich 1950 im Durchschnitt 4,7 Personen eine Wohneinheit teilten; heute sind es noch 2. Dem Grünzeug bleibt, übrigens, trotzdem genug Platz: 52 Prozent der Fläche Deutschlands sind Agrarland, 31 Prozent sind Wald.

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