28.05.2016

LandwirtschaftSchmidts Milch-mädchenrechnung

Bundeslandwirtschaftminister Christian Schmidt hat an die Verbraucher appelliert, zum Wohle der Milchbauern "nicht immer zur billigsten Milch zu greifen". Doch dies ist bei genauer Betrachtung eine Milchmädchenrechnung. Tatsächlich erhalten die Bauern von Markenherstellern wie Landliebe, Weihenstephan oder Bärenmarke, die den Liter für rund einen Euro verkaufen, kaum mehr Geld als von den Discountern, die Milch für 46 Cent anbieten: nämlich durchschnittlich 27 Cent. Das ergab ein aktueller Marktcheck der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. "Bei der Wahl zwischen günstiger Discount-Milch und teurer Herstellermarke zahlen Verbraucher lediglich für den Markenauftritt", sagt Foodwatch-Kampagnenbeauftragte Sophie Unger. "Landwirte erhalten fast immer die gleichen, niedrigen Auszahlungspreise." Nur Biobauern, deren Milch für etwa 1,30 Euro verkauft wird, bekommen mehr, sie erhalten rund 48 Cent für den Liter.
Von Msc

DER SPIEGEL 22/2016
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