04.06.2016

LateinamerikaDie Russen kommen

Moskau baut im Wettstreit mit den USA und China seine Präsenz in Lateinamerika aus. Russland liefert verstärkt Industrie- und Rüstungsgüter in die Region, die Latinos versorgen die Russen dafür in erster Linie mit Lebensmitteln. Präsident Wladimir Putin pflegt vor allem die Beziehungen zu den einstigen Verbündeten der Sowjetunion. Nicaragua, das von dem Exguerillero Daniel Ortega geführt wird, will 50 Panzer und Kampfflugzeuge in Moskau bestellen. Venezuelas Krisenpräsidenten Nicolás Maduro hat Moskau bereits mit Militärgerät beliefert, auch in Kuba zeigt Putin wieder häufiger Flagge. Neben seiner machtpolitischen Strategie verfolgt er auch ein praktisches Ziel: Die Länder Südamerikas helfen Moskau, die von der Europäischen Union verhängten Wirtschaftssanktionen zu umgehen. Statt französischem und holländischem Käse liegt in russischen Supermärkten nun Käse aus Argentinien und Uruguay. Moskaus Außenhandel mit Lateinamerika hat sich seit 2000 verachtfacht, 2013 wurden Waren im Wert von 21,5 Milliarden Euro im- und exportiert.
Von Jgl

DER SPIEGEL 23/2016
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