02.07.2016

GESTORBENBUD SPENCER, 86

Er war das Idol einer ganzen Generation männlicher Kinogänger, wer ihn auf der Leinwand sah, wünschte sich sehnlich, sehr, sehr dick zu sein. Der Schauspieler, als Carlo Pedersoli in Neapel geboren, war ein so schwerer wie unbeschwerter Hedonist, ob er seine Gegner nieder- oder sich den Magen vollschlug. Zusammen mit seinem Leinwandpartner Terence Hill ließ er Millionen jugendlicher Fans von einem Leben träumen, das nur aus so herrlichen Dingen wie Essen, Prügeln und Kalauern bestand – in Filmen wie "Vier Fäuste für ein Halleluja" (1971) oder "Das Krokodil und sein Nilpferd" (1979). Spencer war ein Multitalent. Als junger, noch schlanker Mann schwamm er in den Fünfzigerjahren als erster Italiener die 100 Meter Freistil unter einer Minute und war bei den Olympischen Spielen dabei. Später wurde er Sänger, Komponist und Erfinder einer Einwegzahnbürste mit integrierter Zahnpasta. Zuletzt, bei seinen Auftritten in Deutschland anlässlich der Veröffentlichung seiner Autobiografie, wirkte er wie ein mediterraner Buddha, der weise ist, weil er viel erlebt hat. Bud Spencer starb am 27. Juni in Rom.
Von Lob

DER SPIEGEL 27/2016
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