16.07.2016

BriefeAch so aufgeklärt

Nr. 28/2016 Urlaub in Angst – Terror verändert das Reisen. Was also tun?
"Der moderne Reisende wird durch immer exzessivere Billigangebote vom Globetrotter zum Globaltrottel degradiert, Terrorgefahr inklusive."
Raffaele Ferdinando Schacher, Goldach (Schweiz)
Ist das Ihr Ernst? Weil der deutsche Tourist aus Terrorangst fernbleibt, kommen mehr Flüchtlinge, und der "IS" kann fleißig rekrutieren? So einfach ist die Welt dann auch wieder nicht. Der deutsche Tourist macht zunächst einmal Urlaub, wann und wo er will. Punkt! Jegliches Handeln hat natürlich irgendwo Auswirkungen, aber ihm diese Verantwortung zuzuschreiben erscheint mir zu banal.
Karsten Pagels, Hamburg
Ich teile die Auffassung von Herrn Trauboth, zur Sicherheit lieber in ein großes Hotel zu gehen, überhaupt nicht. Gerade dort sind Anschläge viel wahrscheinlicher als bei der kleinen charmanten Pension oder dem kleinen Hotel in der Seitengasse.
Winfried Heyland, Holzgerlingen (Bad.-Württ.)
Besonders interessant war der Vergleich Ihrer farbigen Grafiken der Reisewarnungen Deutschlands und der USA. Einmal, weil da vor Europa "temporär" gewarnt wird, wie die Anschläge bestätigen. Vor allem aber sind bei den Amerikanern Israel und die Türkei tiefrot, während unser Außenministerium dort gar keine Gefahr sieht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Dirk Weiske, Stuttgart
Bitte klären Sie den Grafiker Ihres Titelblatts auf. Rotes Kreuz: rotes Kreuz auf weißem Grund. Weißes Kreuz auf rotem Grund: Schweiz.
Kurt Hörhager, Wettingen (Schweiz)
Mir ist es immer ein Rätsel, weshalb ein Erste-Hilfe-Set mit dem Schweizerkreuz gekennzeichnet wird.
Jakob Koster, Silenen (Schweiz)
DER SPIEGEL Grundsätzlich ist die Verwendung des "Roten Kreuzes" nicht ohne Weiteres möglich, da es sich um ein völkerrechtlich und innerstaatlich geschütztes Zeichen handelt. Ähnliches gilt für das Schweizerkreuz. Deshalb findet sich im Bereich der Verbandskästen eine Vielzahl von Varianten – Rot mit Weiß, Weiß mit Rot, Rot mit Grün, Blau mit Rot und so weiter. International wird oft die Variante mit dem weißen Kreuz auf rotem Grund verwendet. Aus diesen Gründen hat sich unser Illustrator für diese entschieden.
Arne Vogt, Leiter des SPIEGEL-Titelbildressorts
Zu Hause die bitteren Wahrheiten in den Fernsehnachrichten ausblenden und an fremden Stränden eine pseudoheile Welt erleben – dies ist für die Herausforderungen der Zukunft zu wenig. Wir im ach so aufgeklärten Westen sollten Antworten finden auf den islamistischen Terror.
Erwin Chudaska, Leer (Nieders.)
In nicht wenigen der Länder, die der deutsche Wohlstandsbürger bislang als Urlaubsziel wählte, gab es immer schon Terror – den Terror autokratischer oder diktatorischer Regierungen gegen Teile der eigenen Bevölkerung. Das hat den deutschen Michel nicht davon abgehalten, dort die "schönsten Wochen des Jahres" zu genießen. Übrigens: Das Umweltbundesamt fordert, möglichst auf Flugreisen zu verzichten, da sie die am wenigsten nachhaltige Art des Reisens darstellen.
Uwe Tünnermann, Lemgo

DER SPIEGEL 29/2016
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