30.07.2016

EnergiekostenStahlkonzerne sparen

Die deutsche Stahlindustrie spart über zwei Milliarden Euro bei den Energiekosten. Grund sind Ausnahmen bei Abgaben, die private Stromkunden oder weniger stromintensive Unternehmen bezahlen müssen. Den größten Anteil in Höhe von bis zu 800 Millionen Euro macht die weitgehende Befreiung von der Ökostromzulage aus. Umgerechnet auf die 120 000 Beschäftigten der Stahlindustrie macht dieser Vorteil rund 18 000 Euro pro Arbeitnehmer aus. Dies geht aus einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hervor, die von den Grünen-Abgeordneten Kerstin Andreae und Oliver Krischer in Auftrag gegeben wurde. Nun müssen Privatkunden, aber auch weite Teile der Industrie, die nicht über eine bestimmte Verbrauchsschwelle kommen, die Summe größtenteils ausgleichen. Krischer kritisiert, dass die Stahlindustrie sich trotz ihrer Privilegierung über zu hohe Stromkosten beschwert. "Wir brauchen eine faire Verteilung der Energiekosten", sagt der Grünen-Abgeordnete.
Von Gt

DER SPIEGEL 31/2016
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