24.09.2016

MenschenschmugglerDie Spur des Geldes

Eine internationale Bande schafft Afrikaner übers Mittelmeer – Tausende sterben dabei. Die Drahtzieher im Millionengeschäft werden gejagt. Eine Fährtensuche von Tripolis über Palermo bis Frankfurt.
Er ist der derzeit meistgesuchte Schlepper der Welt. Fotos von ihm gibt es nicht – nur ein Phantombild, das Fahnder sich zeichnen ließen. Es zeigt einen stämmigen Mann mit scharf geschorenem Haar. Äthiopier soll er sein, Anfang 40, seit zehn Jahren im Geschäft.
Am Telefon klingt seine Stimme dunkel und kehlig, er wählt seine Worte mit Bedacht. Bisweilen streut er englische Brocken ins Arabische ein. "Life jackets" – Rettungswesten –, blafft er ins abgehörte Handy, nachdem am 3. Oktober 2013 eines seiner Schiffe vor Lampedusa gesunken war, "life jackets habe ich noch nie mitgegeben, ist das klar?"
366 Menschen ertranken an jenem Tag unweit der Insel Lampedusa, ihr Ziel vor Augen: Europa. Ärgerlich fand das der Mann, der die Fahrt des Holzkahns organisiert hatte – weniger der Toten, mehr der Rufschädigung wegen: "So viele Flüchtlinge sind aufgebrochen mit anderen Organisatoren und zu Fischfutter geworden, aber davon spricht keiner" – nur er werde gejagt.
Er, Ermias Ghermay.
Seit jenem "Tag der Tränen", wie Papst Franziskus klagte, sind an die 10 000 weitere Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken – im Schnitt alle drei Stunden einer. In derselben Zeit haben es aber auch fast 500 000 Menschen lebend bis an die Küsten Italiens geschafft. Das bedeutet: In die Kassen krimineller afrikanischer Schleuser wurden binnen drei Jahren mehrere Milliarden Euro gespült.
Die Regeln in diesem mörderischen Gewerbe diktieren neben Äthiopiern, Sudanesen und Libyern Männer aus Eritrea. Ihr Heimatland, einer der ärmsten Staaten der Welt, gilt als "gigantisches Gefängnis" (Human Rights Watch) samt Ein-Parteien-Diktatur. Mehr als eine Million Eritreer sind ins Ausland geflohen. Ein gewaltiger Markt für die eritreischen Schlepper, die zunehmend das Geschäft mit Flüchtlingen auf der zentralen Route über das Mittelmeer steuern.
Ihre Residenten in Khartum und Tripolis, in Palermo, Rom und Frankfurt sind, das beweisen Abhörprotokolle der italienischen Staatsanwaltschaft, untereinander bestens vernetzt. Wie Streckenposten weisen sie Landsleuten den Weg nach Norden – und kassieren dabei Millionen.
Unter allen Afrikanern stellen die Eritreer die meisten Asylanträge in der Bundesrepublik. Parallel dazu wächst die Zahl der Schleuser, die Deutschland nutzen, um unterzutauchen. Menschenhandel gehört wie Waffen- und Drogenhandel zu den lukrativsten Sparten organisierter Kriminalität, er ist zu einem von Eritreern kontrollierten Wirtschaftszweig geworden – unter den Augen deutscher Behörden, deren angebliche Untätigkeit bei italienischen Fahndern auf Fassungslosigkeit stößt.
Der SPIEGEL hat monatelang in Libyen und Italien, im Frankfurter Bahnhofs- und im Berliner Regierungsviertel recherchiert. Mehr als tausend Seiten italienischer Ermittlungsakten wurden ausgewertet, vertrauliche Dossiers geprüft, überlebende Bootsflüchtlinge befragt. Die Fakten fügen sich zum Porträt einer Gattung zynischer Menschenhändler, die den Tod Tausender in Kauf nehmen; die Flüchtlinge einsperren, foltern, wie Vieh verkaufen.
Einer der berüchtigtsten dieses Schlages ist Ermias Ghermay.
Tripolis, Libyen
Die Polizeistation der Sondereinheit Tarik al-Sika liegt an der gleichnamigen Hauptstraße im Zentrum der libyschen Metropole. Hier haben die Gegenspieler von Ermias Ghermay und anderen Schleusern ihr Hauptquartier. Für Ausländer war der Komplex bisher tabu.
Ein Stahltor gibt den Weg frei in den Hof. Links liegen die Büros der Ermittler und Spezialkräfte, rechts die Gefängniszellen.
Die Tarik al-Sika ist eine Elite-Einheit, zuständig für die Jagd auf Menschenhändler und Mitglieder extremistischer Milizen. Verglichen mit dem sonstigen Chaos in Libyen geht es hier geordnet zu. An der Wand hängen Dienstpläne aus, die Protokolle der Einsätze sind säuberlich in Ordner einsortiert.
Hussam, der Schichtführer – seinen Nachnamen gibt er aus Sicherheitsgründen nicht preis –, trägt T-Shirt und Jeans, keine Uniform. Seine Barttracht gehorcht dem Modetrend im Umfeld der Milizgruppe Libysche Morgendämmerung: ein scharf rasierter Halbkreis unter der Unterlippe, von einem Ohr zum anderen reichend. Die Haare trägt der Ermittler zum Zöpfchen gebunden.
Ahnt Hussam, wo Ermias Ghermay steckt, der Schlepper?
"Wir wissen, wo er und die Seinen sind, mit wem sie arbeiten, wohin sie sich bewegen und wo sie wohnen", sagt der Fahnder. Er greift sich einen Ordner und trägt vor: Bis 2015 habe Ghermay in Tripolis in einem Viertel gelebt, das vorwiegend von afrikanischen Migranten bewohnt werde und als Umschlagplatz für Drogen, Waffen und Alkohol berüchtigt sei. Zweimal, so Hussam, habe seine Einheit Ghermays Wohnung gestürmt, zweimal sei der Schleuser entkommen. Aktuell halte Ghermay sich mit seinen schwer bewaffneten Bewachern in Sabrata auf, einer Küstenstadt im Westen des Landes. Man habe leider weder genug Leute noch Waffen, um die Bande dort auszuheben.
Wie kommt es, dass manche Schlepper offen mit ihren prächtigen Beziehungen zur libyschen Polizei prahlen? Dass sie sich rühmen, gegen Bares selbst aus dem Knast jeden frei zu bekommen? Hussam sagt, all das gebe es zweifellos in Libyen, nicht aber bei seiner Einheit.
"Ermias ist ein Äthiopier mit eritreischem Pass, unauffällig gekleidet, in Jeans und T-Shirt", sagt Yonas: Der ehemalige Mittelsmann Ghermays hat hellbraune Haut wie die meisten Eritreer und ist fast zwei Meter groß. Seit ihn die Tarik al-Sika vor Monaten an seinem Arbeitsplatz verhaftete – in der Cafeteria der eritreischen Botschaft zu Tripolis –, kooperiert Yonas, der in Wahrheit anders heißt, mit Libyens Spezialkräften. An diesem Tag führen sie ihn als Belastungszeugen vor. 50 Dinar, gut 30 Euro, habe er für jeden fluchtwilligen Eritreer kassiert, den er an Ghermay vermittelte, sagt Yonas – einige davon seien dann vor Lampedusa ertrunken. Noch in der Nacht nach dem Unglück habe "Ermias die Passagierliste unter der Tür der eritreischen Vertretung durchgeschoben, damit die Angehörigen informiert werden können" – ein kaltblütiger Akt, auf den Ghermay laut Abhörprotokollen stolz ist: Die Verwandten der überwiegend eritreischen Opfer, so brüstet er sich, seien prompt "informiert" worden. Eine Geste, die gut ist für das Geschäft.
"Ich habe ihn danach angerufen und mich mit ihm in der Cafeteria verabredet, ich wollte erreichen, dass er die Familien der Ertrunkenen entschädigt", sagt Yonas. "Er ist tatsächlich erschienen, hat aber am Ende nur den Preis für die Passage zurückerstattet – mehr bekam keiner."
Die Flüchtlinge seien an ihrem Tod selbst schuld gewesen – sie hätten seine Anweisungen nicht befolgt und das Boot fahrlässig zum Kentern gebracht, sagt Ghermay am Telefon zu einem sudanesischen Menschenschieber; er selbst sei mit sich im Reinen: "Wenn ich die Regeln befolgt habe und sie sind trotzdem gestorben, dann war es Schicksal."
Der Sudanese stimmt zu: "Gegen Gottes Richtspruch gibt es keine Berufung."
Sabrata, Libyen
Schon von Weitem sind die Ruinen des alten Theaters von Sabrata zu sehen – Unesco-Weltkulturerbe und Zeugnis glanzvoller Zeiten unter dem römischen Philosophenkaiser Mark Aurel. Heute ist die mehrtausendjährige Stadt ein Knotenpunkt des internationalen Verbrechens und Umschlagplatz für die Summen, die im Menschenhandel verdient werden.
Hier kommen die meisten Migranten aus Schwarzafrika an, von hier aus starten viele der Boote Richtung Italien. Tausende Kilometer haben die Flüchtlinge zuvor zurücklegen müssen. Bis zu 6000 Dollar zahlen Eritreer, die es bereits über Äthiopien bis in den Osten Sudans geschafft haben, für den Weitertransport über die sudanesische Hauptstadt Khartum an die libysche Mittelmeerküste. Für die meisten ist es ein Leidensweg. Sie werden in der Sahara zu Geiseln genommen, eingesperrt und systematisch misshandelt – bis die Angehörigen in der Heimat Geld für die nächste Etappe schicken.
Die 18-jährige Fanos Okba, in einem der Lager vergewaltigt, später Überlebende der Tragödie vor Lampedusa, sagt: "Wir wurden gezwungen, den ganzen Tag zu stehen und zuzusehen, wie unsere Leidensgenossen auf unterschiedlichste Weise gefoltert wurden – mit Stromschlägen, mit Schlägen auf die Fußsohlen und mit einem Seil, das so um Beine und Hals geknüpft war, dass die geringste Bewegung zum Ersticken geführt hätte."
Um die Qual zu beenden, müssen die Angehörigen zahlen – auf Konten im Sudan, in Israel oder Dubai. Oder sie schicken das Lösegeld über das nahöstliche Transfersystem "Hawala". Es funktioniert mithilfe von Vertrauensleuten: Einer nimmt Geld in Kommission entgegen, ein Zweiter zahlt dieselbe Summe dann an einem anderen Flecken der Welt dem eigentlichen Empfänger aus. Erst wenn sie den geforderten Betrag entrichtet haben, erhalten die Angehörigen eines Flüchtlings einen Code, den sie dem Schlepper aufs Handy schicken müssen, damit die Reise nach Norden weitergehen kann.
An Libyens Küste angekommen, werden Ghermays Kunden erneut eingesperrt – meist in Lagerhallen in Sabrata oder in Außenbezirken von Tripolis. Die Flüchtlinge bekommen nun Registriernummern, das erleichtert die Buchhaltung. Im Schleppergeschäft geht es zu wie beim Handel mit Schweinehälften en gros. Ghermay unterhalte "direkte Kontakte zu Menschenhändlern aus der Subsahara", steht in italienischen Ermittlungsakten. So gelinge es ihm immer wieder, "Ladungen" an Migranten anderer Schleuser zu "erwerben, um den eigenen Profit zu steigern".
Ghermays höherrangige Handlanger, die sich "Oberst" rufen lassen, führen ein straffes Regime. Bleiben die Flüchtlinge zu lange in den Lagerhallen, kostet das Geld. Deshalb muss jeder Flüchtling, der die Passage nach Italien nicht sofort bezahlen kann, mit Folter, Prügeln und Schlimmerem rechnen. Die Hilfsorganisation Save the Children berichtet von Kindern, die monatelang gefangen gehalten wurden und ihren eigenen Urin tranken, um nicht zu verdursten.
All das trägt sich zu in einem Land, dem die Europäische Union im April 2016 ein "Paket substanzieller Soforthilfe" in Höhe von 100 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat; und all das geschieht, während deutsche Fregatten und andere Schiffe der EU-Rettungsmission "Sophia" so dicht vor der libyschen Küste kreuzen, dass die Menschenhändler nur noch wenig für Boote und Sprit ausgeben müssen. Ein maroder Kahn, ein paar Liter Diesel und ein Satellitentelefon für den Notruf genügen.
Die Fahnder der Tarik al-Sika können in Sabrata auch deshalb nicht für Ordnung sorgen, weil dort Schlepper und schwer bewaffnete Milizen Hand in Hand arbeiten. Die Milizen brauchen Geld und die Menschenhändler Schutz, eine für beide Seiten gewinnversprechende Konstellation. Zu verdienen gibt es reichlich: 235 000 Flüchtlinge sollen derzeit im Hinterland der libyschen Küste auf ihren Transport nach Italien warten, erklärte der Uno-Sonderbeauftragte Martin Kobler vor gut einer Woche.
Ermias Ghermay hat sich nach Aussagen libyscher Ermittler derzeit in einer Siedlung gleich hinter dem Wasserturm Sabratas niedergelassen. "Er wandert von Stadt zu Stadt", bestätigt Major Basem Bashir, Chef der Polizei-Einheit Illegale Migration in der Küstenstadt. "Er ist sehr gefährlich, unsere Quellen besagen, dass er sich jetzt bei uns aufhält."
Näher als in Sabrata kann Ghermay seinen Opfern nicht kommen. Zuletzt warnte die Stadtverwaltung, die kommunale Leichenhalle könne keine weiteren toten Ausländer mehr aufnehmen – das Gebäude sei einfach zu klein für die afrikanischen Migranten, die an den Stränden von Sabrata angespült werden: Sudanesen, Somalier, Eritreer. Im Juli waren es mehr als 120 – und an einem einzigen Tag nach Angaben des Bürgermeisters mal 53.
Nicht nur Ghermay residiere in Sabrata, sagt Major Bashir, sondern auch der Unternehmer Dr. Mosaab Abu Grein. Ihn halten die Fahnder in Tripolis für den libyschen König des Menschenhandels. Mosaab Abu Grein ist nach Aussagen Ortsansässiger 33 Jahre alt, Vater zweier Söhne, ein Libyer von dezentem Auftreten sowie – offiziell – unbescholtenem Ruf. International liegt kein Haftbefehl gegen ihn vor. Er besitzt nach Behördenangaben den größten Strandklub in Sabrata, lehnt aber eine Stellungnahme zu den Vorwürfen der Fahnder ab.
Allein 2015 soll der Unternehmer, so behauptet ein früherer Komplize, der nun mit den Ermittlern kooperiert, 45 000 Menschen nach Europa geschmuggelt haben – das wäre fast ein Drittel aller Illegalen, die es im vergangenen Jahr bis nach Italien geschafft haben. Schon zu Gaddafis Zeiten wurden dem millionschweren Geschäftsmann beste Kontakte zur italienischen Mafia und Einfluss im Menschenhandel nachgesagt. Inzwischen, so behaupten Ermittler, kontrolliere Ghermay für ihn das Geschäft mit den fluchtwilligen Afrikanern.
Ob all das, was die Libyer zu wissen vorgeben, auch Europas Fahndern bekannt ist? Bei dieser Frage schüttelt Hussam von der Antiterroreinheit in Tripolis nur den Kopf. "Ihr Europäer klagt ständig über die Massen von Flüchtlingen aus Afrika", sagt er, "aber keiner eurer Ermittler und Staatsanwälte aus Italien oder Deutschland kommt mal nach Tripolis, um zu fragen, was hier bei uns los ist."
Palermo, Italien
Er hat ein breitflächiges Gesicht, schwarze Augen, und um den Hals trägt er ein Kettchen aus Plastikperlen – der Mann, der laut italienischem Haftbefehl "direkte Beziehungen zu den Schleusern in Libyen, darunter Ermias Ghermay", unterhielt: Nuredin Atta Wehabrebi.
Atta sei "ein zentraler Kronzeuge", sagt Calogero Ferrara. Der kantige Staatsanwalt, braun gebrannt, Zigarillo im Mundwinkel, ist erkennbar stolz. Hier, in Ferraras Büro in Palermo, hat Atta im April 2015 erstmals geredet. Die Aussagen des Eritreers, sagt Ferrara, seien so wertvoll, wie die Geständnisse führender sizilianischer Mafiosi es einst waren.
Ferrara arbeitet für die legendäre Antimafiabrigade der Staatsanwaltschaft Palermo. Schon morgens auf dem Weg zum Büro im zweiten Stock des Justizpalasts erinnert ihn eine Gedenktafel an mehrere ermordete Amtsvorgänger. Auch die Richter Paolo Borsellino und Giovanni Falcone, beide 1992 getötet, arbeiteten in diesem Gebäude. "Es gibt vieles, was in Italien nicht funktioniert, aber vom Kampf gegen das organisierte Verbrechen verstehen wir etwas", sagt Ferrara.
Die enorme kriminelle Energie der Schleuser rechtfertigt nach Ansicht der sizilianischen Ermittler ein ebenso radikales Durchgreifen wie im Kampf gegen die Cosa Nostra. Die italienische Justiz erlaubt Fahndern Telefon- und Video-Überwachungen, es gibt eine großzügige Kronzeugenregelung mitsamt Zeugenschutz.
Mit drei großen Operationen – "Glauco 1" bis "Glauco 3" – hat die Staatsanwaltschaft Palermo bislang versucht, die Zellen von Ghermays Schleppernetz in Italien auszuschalten, 71 Haftbefehle wurden dabei erlassen. Beim letzten großen Zugriff im Juni waren zwei Drittel der 38 Beschuldigten Eritreer. Auch Urteile gibt es bereits – unter anderem gegen Atta, der nun im Zeugenschutzprogramm lebt. "Alles, was wir über dieses Netzwerk wissen, verdanken wir ihm", sagt Ferrara.
Atta war mit 13 aus Eritrea nach Libyen gekommen und lebte später in Tripolis in derselben Straße wie Ermias Ghermay – in einer Mittelklassegegend der Hauptstadt. Er betrieb dort zu Gaddafi-Zeiten ein Café, in dem Fluchtwillige Station machten vor dem Absprung übers Mittelmeer. Atta nahm ihnen das Geld für die Passage ab und leitete es an die Schlepper weiter.
2007 floh er nach Italien und nutzte fortan von dort aus seine Kontakte zu den Großen im Schleusergeschäft. Er stieg auf und wurde neben Ghermay und einem Sudanesen namens John Mahray, wie es im Haftbefehl heißt, zu einem der "Chefs und Mitbegründer" der kriminellen Vereinigung – zuständig für das italienische Operationsgebiet.
Atta kümmerte sich um den Weitertransport auf Sizilien eintreffender Flüchtlinge in Richtung Norden. Er musste sie schnellstmöglich wegschaffen – bevor die italienischen Behörden Fingerabdrücke abnehmen konnten. Ohne Fingerabdrücke sind die Spuren der Flüchtlinge schwer zu verfolgen. Beamte in Deutschland etwa können ohne sie kaum nachvollziehen, wer woher kommt.
Manche Migranten fuhr Atta – ohne Führerschein – persönlich im Wagen nach Deutschland, bisweilen auch nach Skandinavien. Ein leichtes Spiel in einem Europa ohne Grenzkontrollen. Oder er schickte Komplizen los, abends gegen halb zehn ging es ab von Bologna nach Rosenheim. "Früh um sechs Uhr bist du zurück und hast 1000 Euro" verdient, so motivierte Atta seine Helfer und riet: "Wenn dich die Deutschen wirklich erwischen, sagst du, die Leute in deinem Auto kennst du nicht. Dann bist du einen Tag später wieder raus aus dem Knast."
Für ihn "besonders lukrativ" und risikoarm, so Atta, sei das Geschäft mit gefälschten Meldezetteln, Heiratsurkunden und Familienstandsbescheinigungen gewesen. Einige seiner eritreischen Komplizen hätten gleichzeitig bei fünf verschiedenen italienischen Präfekturen mit fünf verschiedenen Meldezetteln die Familienzusammenführung mit fünf verschiedenen, angeblich in Eritrea verbliebenen "Ehefrauen" beantragt.
Die Frauen, die so an die nötigen Einreisepapiere kommen, ersparen sich die lebensgefährliche Reise im Boot übers Meer. Auch deshalb zahlen sie für eine Scheinehe bis zu 15 000 Dollar. Und das Ganze, sagt Atta, funktioniere deshalb so prächtig, weil Italiens Präfekturen untereinander keine Daten abgleichen.
Diese Lässigkeit können sich die Italiener leisten. Zwar erreichten allein im vergangenen Jahr mehr als 38 000 Eritreer illegal Italien, doch die Gesamtzahl der Eritreer im Land sank seit 2011 trotzdem um 30 Prozent – auf aktuell 9600. Jedes Jahr wandern Zehntausende nach ihrer Ankunft weiter nach Norden. In die Schweiz, nach Schweden und Deutschland. Arme Schlucker sind darunter, aber auch schwerreiche Schlepper.
Die deutschen Behörden wüssten davon, sagt Staatsanwalt Ferrara, etwa durch die europäische Justizbehörde Eurojust – es sei ihnen aber offenbar egal. "Wir Italiener führen Ermittlungen durch, sprechen Haftbefehle aus, regen Koordinationstreffen von Eurojust an. Wir haben Unterlagen, aus denen hervorgeht, dass das Netzwerk Kontakte nach Deutschland unterhält." 40 000 Abhörprotokolle, so Ferrara, seien via Europol an die Kollegen in anderen EU-Ländern übermittelt worden. Ferraras Leute wollten mit deren Hilfe erfahren, wie weit verwurzelt das mörderische Schleusersyndikat bereits ist.
Briten, Schweden und Niederländer hätten die Daten ausgewertet und begonnen, selbst zu ermitteln, sagt Ferrara: "Die Deutschen hingegen haben nichts gemacht. Sie schienen auch nicht besonders interessiert. Bei einem der Eurojust-Treffen haben sie eine Praktikantin teilnehmen lassen. Aber gleichzeitig höre ich von deutscher Seite zum hundertsten Mal den Satz: ,Wir sind bereit, den Italienern zu helfen' – da muss ich ehrlich sagen: Mir reicht's."
Hochmut oder Blauäugigkeit? Ferrara tippt auf Letzteres: "Ein bisschen erinnert mich das an meine Ermittlungen in Sachen Mafia. Auch da gibt es in Deutschland die Tendenz, zu sagen: ,Mafia? Gibt's bei uns nicht.' Deutsche verschließen die Augen vor der Wirklichkeit – obwohl wir ihnen genügend Hinweise gegeben haben."
Bei deutschen Ermittlern heißt es, die Italiener hätten sie zu spät informiert. Via Eurojust seien die italienischen Hinweise erst geteilt worden, als die Operationen "Glauco 1" und "Glauco 2" schon abgeschlossen waren. Strukturelle Unterschiede zweier verschiedener Systeme beidseits der Alpen erschwerten die Arbeit.
Besonders scharfes Geschütz gegen die Deutschen fährt ein freundlicher Herr auf, der sein Büro unweit der Kathedrale von Palermo hat: Carmine Mosca leitet die Spezialabteilung für den Kampf gegen Schleuserkriminalität bei der Squadra Mobile, dem mobilen Einsatzkommando der Polizei.
Mosca war dabei, als es im Juni im sudanesischen Khartum an die Auslieferung eines mit internationalem Haftbefehl gesuchten Schleppers ging. Er lobt die Zusammenarbeit mit der britischen National Crime Agency, die beim Zugriff half, und mit den Niederländern, die für italienische Anliegen immer ein offenes Ohr hätten. Aber es fällt ihm schwer, seinen Zorn im Zaum zu halten, wenn die Sprache auf die Deutschen kommt.
Im Kern sei es nicht so kompliziert, Leute wie Ermias Ghermay zu fassen, sagt Mosca, es werde ihm und seinen Leuten nur immer wieder künstlich erschwert. Beispiel gefällig? Gut, der Regelfall laufe so ab: Ein EU-Rettungsschiff der Mission "Sophia" macht fest in einem sizilianischen Hafen, Hunderte Flüchtlinge an Bord. "Wir fahren da hin und ermitteln", sagt Mosca, "wir fragen nach den Schleusern, nach Telefonkontakten in Libyen, die wir später abhören können – die meisten Schiffsbesatzungen, Iren, Spanier, Norweger, sind sehr gut organisiert und gastfreundlich."
Es gebe eine Ausnahme: die Deutschen. Einmal habe die Fregatte "Hessen" angelegt, mit Bootsflüchtlingen an Bord. Aber "die Offiziere ließen uns nicht einmal an Bord ihres Schiffes. Sie unterstützten uns in keiner Weise, gaben uns keinen Hinweis. Kein Briefing, nichts. De facto haben wir danach keinen einzigen Schleuser verhaften können".
Und das, obwohl er, so Mosca, gleich drei italienische Staatsanwälte dabeigehabt habe. Doch auch die seien von den Deutschen abgewiesen worden. Das Ganze sei schwer zu begreifen, schnaubt der Ermittler: "Wir sind hier in Italien, die bringen mir Migranten und lassen mich nicht einmal an Bord, um herauszufinden, wie die Rettung ablief." Unter allen Besatzungen von EU-Militärschiffen fielen die Deutschen mit ihrem "wirklich singulären Verhalten" auf. Es gebe keinen brauchbaren Kontakt: "Der deutsche Verbindungsbeamte in Italien? Nie gehört, nie gesehen."
Vom SPIEGEL befragt, kann sich der Kommandant der "Hessen" an Fälle, in denen italienischen Behörden der Zugang aufs Schiff verwehrt worden sei, "nicht erinnern". Außerdem habe Mitte 2015 noch kein "Mandat zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität im Mittelmeer" vorgelegen, ergänzt das Verteidigungsministerium in Berlin. "Bei Bedarf" werde während gemeinsamer Operationen Zutritt an Bord gewährt.
Auf Sizilien, einem historischen Schnittpunkt zwischen Europa, Afrika und dem Nahen Osten, sind die Folgen der tausendfachen Ankunft Schiffbrüchiger schon jetzt nicht mehr zu übersehen. Es genügt, den Fährten zu folgen, die der Kronzeuge Atta den Fahndern gelegt hat. Zum Beispiel in Palermo, in der Gasse Vicolo Santa Rosalia. Dort, in einer unscheinbaren Bar, brachten die Schlepper bis zu einer Razzia im Juli ihre menschliche Fracht unter. Heute sieht man hier junge Burschen schon mittags mit trübem Blick auf der Straße hocken, die Backen voller Blätter vom Katstrauch, einer beliebten Droge am Horn von Afrika.
Und wer in Catania das Haus sucht, in dem Ghermays Bruder zeitweise 117 Flüchtlinge unterbrachte – "Notfalls lass ich sie im Stehen schlafen", sagte er in einem abgehörten Telefonat –, der findet ein paar Schritte weiter die aus Pappkartons gebastelten Nachtquartiere Gestrandeter unter freiem Himmel.
Etwa 400 Kilometer Luftlinie entfernt, in Rom, haben die Eritreer ihren Stützpunkt im Palazzo Selam, einem Glaspalast, der einst die Institute für Philosophie und Geisteswissenschaften der Universität Tor Vergata beherbergte und jetzt bis zu 2000 Flüchtlingen Obdach gibt. Zwei der im Juni zur Fahndung ausgeschriebenen Menschenhändler waren hier gemeldet – und ein paar weitere gar bei den Jesuiten im Zentrum Roms.
Die Glaubensbrüder von Papst Franziskus betreiben dort, in der Via degli Astalli 14 a, nicht nur eine stark frequentierte Suppenküche; sie bieten hinter ihrer grünen Eisentür auch eine besondere Dienstleistung an: Flüchtlinge ohne festen Wohnsitz dürfen die Postanschrift der frommen Brüder benutzen, wenn sie einen Antrag auf Asyl oder Aufenthaltsgenehmigung stellen wollen. Und so wurden schließlich 7 der 38 Haftbefehle im Rahmen von "Glauco 3" den römischen Jesuiten zugestellt.
Das aber ist noch nicht das Ende. Kronzeuge Atta, der in seinen Schleuserzeiten in Rom einen bürgerlichen Backsteinbau mit Blick auf die Albaner Berge bewohnte, hat in seinen bis zu zehnstündigen Vernehmungen wesentlich mehr Hinweise gegeben. Teile seiner Aussagen unterliegen noch der höchsten Geheimhaltungsstufe. "Ab sofort arbeiten wir an der Operation 'Glauco 4'", sagt Staatsanwalt Ferrara: "Diesmal geht es um die Finanzströme; wir haben um die Unterstützung mehrerer Nachrichtendienste gebeten. Denn es gilt das Motto des Richters Giovanni Falcone: Du musst der Spur des Geldes folgen."
Frankfurt am Main
Wer verstehen will, wohin die Millionen der Schleuser fließen, der sollte nach Ermias Ghermays Ehefrau suchen – nach Mana Ibrahim. Sie habe in Deutschland Asyl beantragt, behauptet der Kronzeuge Atta: "Sie lebt nun in der Frankfurter Gegend; alles Geld, das Ermias verdient, ist in Deutschland."
Sämtliche Daten zu Ghermays Gattin seien an die deutschen Kollegen weitergeleitet worden, heißt es in Palermo. Nur: In Deutschland ist über Mana Ibrahim nichts bekannt. Nicht bei den zuständigen Diensten, nicht bei Fahndern – man verfolge jedoch aufmerksam jeden Hinweis, heißt es.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt immerhin teilt auf Anfrage des SPIEGEL mit, dass die Mainmetropole zweifelsfrei einer "der deutschen Schwerpunkte der eritreischen Schlepper" sei und dass zuletzt "etwa 10 bis 15 Verfahren" in diesem Zusammenhang geführt wurden. Die Abteilung für organisierte Kriminalität habe wegen "gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern" wiederholt ermittelt. Gefasst aber wurden zumeist kleinere Ganoven.
Die Ermittler in Palermo klagen derweil, mehrere mit Haftbefehl gesuchte große Menschenhändler aus Ghermays Organisation seien in Deutschland noch auf freiem Fuß. Bereits in den Jahren zuvor wurden maßgebliche Mitglieder des Schleppergewerbes in Deutschland nur auf italienisches Ersuchen hin aufgespürt. Zum Beispiel Measho Tesfamariam. Er wird beschuldigt, verantwortlich für eine Todesfahrt übers Mittelmeer zu sein, bei der im Juni 2014 244 Migranten spurlos verschwanden. Danach setzte sich der Eritreer nach Deutschland ab und beantragte Asyl. Im Dezember 2014 spürten Fahnder ihn im brandenburgischen Müncheberg auf.
Oder Yonas Redae, ein enger Mitarbeiter des Netzwerks auf sizilianischem Boden. Er lebte später als Asylbewerber in Göttingen und wurde im Februar dieses Jahres verhaftet. Oder Mulubrahan Gurum, dem vorgeworfen wird, Schatzmeister einer der mächtigsten Schleusergruppen zu sein: Getarnt als Asylbewerber lebte er in Worms, bis er im August 2015 festgenommen werden konnte.
Gegen Gurum, der alle Vorwürfe bestreitet, lagen in Italien diverse Strafanzeigen vor – wegen Vergewaltigung und Körperverletzung, wegen Hausfriedensbruchs und Diebstahls. Seinen Asylantrag in Deutschland hatte er unter seinem richtigen Namen gestellt. Als der Koblenzer Oberstaatsanwalt Mario Mannweiler unter dem Aktenzeichen 3AUSLA121/15 ein Auslieferungsersuchen auf den Tisch bekam, dachte er, wie er rückblickend sagt, an einen Routinefall von Amtshilfe. Dabei stand in der Begründung: "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung". Die deutschen Staatsanwaltschaften aber, sagt Mannweiler, seien chronisch überlastet: "Da müssen Sie erst mal einen finden, den das interessiert, der da bohren will."
Sind demnach die Deutschen blind für die Täter, die über Libyen und Italien in dieses Land kommen? Oder hat der Gesetzgeber Schuld? In Italien ist schon die Zugehörigkeit zur Mafia ein Straftatbestand. In Deutschland nicht. Hier müssen andere Straftaten nachgewiesen werden, wenn jemand aus dem Verkehr gezogen werden soll.
In Berlin räumt einer aus dem inneren Zirkel deutscher Geheimdienste ein: "Wir machen uns durchaus Sorgen, es gibt eine hohe Zahl nicht erfasster Flüchtlinge in Deutschland. Was uns außerdem beunruhigt, ist das Zusammenspiel von Menschenschmugglern, Milizen und politischen Extremisten in der Sahara, aber auch in libyschen Orten wie Sabrata" – in der Stadt, in der sich Ermias Ghermay aufhalten soll.
Ob das Flüchtlingsproblem mit Geld zu lösen ist? Die EU zumindest hofft darauf. Der sogenannte Khartum-Prozess hat zum Ziel, den Staaten am Horn von Afrika und entlang der Schlepperrouten finanziell zu Hilfe zu kommen. Zu den Begünstigten zählt der brutale sudanesische Herrscher Omar al-Bashir, er darf auf EU-Millionen hoffen. Ein EU-Aktionsplan sieht vor, künftig "die personellen und institutionellen Möglichkeiten der Regierung der Republik Eritrea" zu stärken. Einer Regierung, der Amnesty International seit Jahren "grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung" Andersdenkender vorwirft.
Der Exodus der Eritreer aber wird mit Finanzspritzen nicht aufzuhalten sein. Schon jetzt gibt es in Frankfurt eine eritreisch-orthodoxe und eine äthiopisch-orthodoxe Kirchengemeinde, ein eritreisches Konsulat und hinter dem Hauptbahnhof Bars und Restaurants, in denen sich gestrandete Eritreer zusammenfinden. Einer von ihnen erzählt, wie er mit einem Freund aus der Schleuserszene Ermias Ghermay kennengelernt habe: in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. "Er erholt sich wie viele der großen Menschenhändler im Herbst im Sudan und verkehrt dort in den besten Kreisen", sagt der junge Mann. Afrikanische Regenten zum Kampf gegen die Schlepper ermutigen zu wollen sei demnach in den meisten Fällen absurd: "Im Sudan grüßen Generäle in Uniform Ermias Ghermay wie einen guten Bekannten – er steht unter ihrem Schutz; und wenn er dann wieder in Libyen ist, schützen ihn die Libyer."
Sawija, Libyen
Fast endlos scheinen die Reihen kleiner Sandhügel auf dem Friedhof unweit der Stadt Sawija. Weiße Ziegel dienen als Grabsteine der Namenlosen, die tot an der Küste angetrieben wurden. Hunderte sind es. Hier und da ragt, wo die Meeresbrise den Grabhügel abgetragen hat, eine Jacke aus dem Sand oder ein Knochen. Zerfledderte Seiten eines Buches mit Überlieferungen aus dem Alten Testament flattern im Wind – vielleicht gehörte es einem der meist christlichen Eritreer, die hier begraben liegen.
Ein paar Kilometer weiter richtet ein halbes Dutzend Männer von der Küstenwache in Sawija den Blick aufs Meer. Ihr Wortführer, den sie Colonel Naji nennen, gibt sich erkennbar Mühe in seiner neuen Rolle als Vorkämpfer gegen den Menschenhandel. Seit dem 30. August werden die Mannschaften von der EU trainiert. Wenn ein Flüchtlingsboot gesichtet wird, sollen sie es zurückholen.
Auf welcher Seite die Truppe allerdings letztendlich steht, ist schwer zu sagen. Kaum entern sie ein Boot, lautet nach Aussage von Flüchtlingen die erste Frage: "Von wem seid ihr?" Soll heißen: An welchen Schlepper habt ihr bezahlt? Danach werde entschieden, ob das marode Boot weiterfahren darf in Richtung jener Schiffe, die zur EU-Rettungsmission "Sophia" gehören und vor den libyschen Hoheitsgewässern kreuzen. Oder ob es zurückgeschleppt wird.
Es scheint Schleuser zu geben, die einen guten Draht zur Küstenwache haben, und andere, die solche Kontakte nicht sorgsam genug pflegen.
Colonel Naji in Sawija sagt, er finde es gut, wenn Deutschland seine Männer im Kampf gegen die Schlepper unterstütze. Einen Ratschlag an die blauäugigen Freunde im Norden würde er trotzdem noch gern loswerden: "Ihr müsstet eure Gesetze ändern – die Schlepper benutzen euch inzwischen wie ein Taxiunternehmen, das die Kundschaft sicher und kostenlos kurz vor der libyschen Küste abholt."
* Phantombild.
Von Alexander Bühler, Susanne Koelbl, Sandro Mattioli und Walter Mayr

DER SPIEGEL 39/2016
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