19.11.2016

ZeitgeschichteWehner hielt SPD für „korrumpiert“

SPD-Ikone Herbert Wehner war bekannt für klare Worte – und machte vor seiner Partei nicht halt. Das zeigt ein Vermerk, den das Bundesarchiv nun veröffentlicht ("Dokumente zur Deutschlandpolitik", Verlag De Gruyter). Die SPD sei "keine Partei mehr", die meisten Funktionäre seien "korrumpiert" und jüngere gutwillige Kräfte unerfahren, habe Wehner 1981 geurteilt. So notierte es Ewald Moldt, Ständiger Vertreter der DDR in Bonn, nach einem Gespräch mit dem langjährigen Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion. Wehner bezeichnete demnach die Gefahr einer Spaltung der SPD als "akut" und spekulierte, Kanzler Helmut Schmidt käme es gelegen, wenn er gestürzt würde: "Er wäre die Last los." In der SPD tobten damals Flügelkämpfe, die zum Ende der Kanzlerschaft Schmidts 1982 beitrugen.
Von Klw

DER SPIEGEL 47/2016
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