28.01.2017

VerteidigungsministeriumMcKinsey geht leer aus

Bei der Vergabe einer der bisher größten Beraterverträge der Bundesregierung geht der Branchenriese McKinsey leer aus. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will mit der Entscheidung offensichtlich politisch heiklen Interessenkonflikten aus dem Weg gehen. Nach ihrem Amtsantritt hatte sie die Topberaterin Katrin Suder als Rüstungsstaatssekretärin in ihr Ressort geholt, die zuvor Partnerin bei McKinsey war. Gemeinsam mit dem mittlerweile zu McKinsey zurückgekehrten Berater Grundbert Scherf hatte von der Leyen vergangenes Jahr entschieden, zur besseren Kontrolle der pannenanfälligen Rüstungsprojekte der Bundeswehr ein rekordverdächtiges Beraterbudget von bis zu 250 Millionen Euro auszuschreiben. Auch McKinsey hatte sich für die lukrativen Aufträge beworben. Doch in der ersten Runde wurden Konkurrenten wie Ernst & Young und KPMG ausgewählt, McKinsey kommt nicht zum Zug. Die Verträge liegen derzeit beim Finanzressort. Bei grünem Licht muss der Haushaltsausschuss des Bundestags im Februar die Auswahl absegnen. Das Ministerium wollte die Details nicht kommentieren, da der Auswahlprozess noch läuft.
Von Gt, und Mgb,

DER SPIEGEL 5/2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 5/2017
Titelbild
Der digitale SPIEGEL
Diese Ausgabe jetzt digital lesen

Die digitale Welt der Nachrichten. Mit interaktiven Grafiken, spannenden Videos und beeindruckenden 3-D-Modellen.
Sie lesen die neue Ausgabe noch vor Erscheinen der Print-Ausgabe, schon freitags ab 18 Uhr.
Einmal anmelden, auf jedem Gerät lesen - auch offline. Optimiert für Windows 8, Android, iPad, iPhone, Kindle Fire, BlackBerry Z10 sowie für PC/Mac.

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Verteidigungsministerium:
McKinsey geht leer aus

  • Die Bundesliga-Prognose im Video: "Im Tabellenkeller prügeln sich viele, absteigen zu dürfen"
  • Roboter im All: Russland schickt Humanoiden zur ISS
  • Kalbender Gletscher: Gefährliche Überraschung beim Kajak-Ausflug
  • "Exosuit": Aufs Schlachtfeld im Roboteranzug