28.01.2017

GesundheitEin Erreger macht Appetit

Wer mit hohem Fieber im Bett liegt, der mag häufig nichts essen. Diese Appetitlosigkeit gilt als der Versuch des Körpers, einen bakteriellen Erreger gleichsam auszuhungern. Doch in Mausexperimenten haben amerikanische Wissenschaftler nun Salmonellen gefunden, die diese Strategie zu durchkreuzen vermögen: Im Darm blockieren die Bakterien einen bestimmten Botenstoff, der dem Gehirn sonst das Signal zur Appetitlosigkeit gibt, berichten die Forscher im Fachblatt "Cell". In der Folge nimmt der Infizierte wieder mehr Nahrung auf und scheidet eine größere Menge an Fäkalien aus – und damit auch eine größere Zahl an Salmonellen, die sich so verbreiten und das nächste Opfer suchen können.
Von Ble

DER SPIEGEL 5/2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 5/2017
Titelbild
Der digitale SPIEGEL
Diese Ausgabe jetzt digital lesen

Die digitale Welt der Nachrichten. Mit interaktiven Grafiken, spannenden Videos und beeindruckenden 3-D-Modellen.
Sie lesen die neue Ausgabe noch vor Erscheinen der Print-Ausgabe, schon freitags ab 18 Uhr.
Einmal anmelden, auf jedem Gerät lesen - auch offline. Optimiert für Windows 8, Android, iPad, iPhone, Kindle Fire, BlackBerry Z10 sowie für PC/Mac.

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Gesundheit:
Ein Erreger macht Appetit

  • Trump attackiert eigene Partei: "Die Republikaner müssen härter werden"
  • Japan: Kaiser Naruhito verkündet seine Regentschaft
  • Brexit: Unterhaussprecher Bercow verwehrt Johnson neue Abstimmung
  • Zweiter Weltkrieg im Pazifik: Tiefseeforscher finden Wrack aus der Schlacht von Midway