28.01.2017

Kunst

In Hamburg ist nicht nur die Elbphilharmonie sehenswert, sondern auch eine ganze Reihe neuer Ausstellungen.
Über Hamburg spricht wegen der Elbphilharmonie gerade die halbe Welt. Auch nach der Eröffnung des Konzerthauses will die Stadt sich weiter feiern. Die nahen Deichtorhallen baten international bekannte Künstler wie Tomás Saraceno, Candida Höfer oder Tacita Dean, sich von der Elbphilharmonie zu neuen Werken inspirieren zu lassen. Vom 10. Februar an werden sie ausgestellt. Eine 15 Meter hohe Skulptur des Belgiers Peter Buggenhout soll allerdings die "dekonstruierte Interpretation" des neuen Hamburger Wahrzeichens sein – klingt erst einmal weniger euphorisch. Gegenüber den Deichtorhallen widmet sich eine andere Institution lieber der eigenen Geschichte: Der Hamburger Kunstverein, der 2017 immerhin 200 Jahre alt wird und seinerzeit einer der ersten im Land war, eröffnet Ende Januar "The History Show". Eigens für den Verein geschaffene Werke werden durch historische Dokumente ergänzt. Die Hamburger Kunsthalle, auch nicht weit entfernt, hat sich im Grunde zu früh gefreut. Das Museum wurde nach aufwendiger Sanierung bereits im vergangenen Jahr wiedereröffnet. Doch man will natürlich im Gespräch bleiben. Im Februar 2017 werden zwei aufwendige Ausstellungen anlaufen, die eine widmet sich den großen Meistern der alten venezianischen Malerei, die andere zeigt aktuelle Kunst und könnte als Kommentar zur legendär langen Bauzeit der Elbphilharmonie missverstanden werden. Ihr Titel jedenfalls lautet: "Warten". Ulrike Knöfel


The History Show. Kunstverein in Hamburg, 28. Januar – 2. April.
Elbphilharmonie revisited. Deichtorhallen, 10. Februar. – 1. Mai.
Warten. Zwischen Macht und Möglichkeit. Kunsthalle, 17. Februar – 18. Juni.
Die Poesie der venezianischen Malerei. Kunsthalle, 24. Februar – 21. Mai.

Weitere Ausstellungen

FRANKFURT/MAIN

Magritte. Der Verrat der Bilder. Der belgische Surrealist René Magritte (1898 bis 1967) wird 50 Jahre nach seinem Tod als Klassiker gehandelt. Die Ausstellung in Frankfurt will viele Bilder zeigen, die ein Großteil des Publikums noch nie gesehen haben dürfte. Schirn Kunsthalle, 10. Februar –5. Juni.

KREFELD

Elmgreen & Dragset – Die Zugezogenen. Willkommen im neuen Europa: Der Däne Michael Elmgreen und der Norweger Ingar Dragset, berüchtigt für ihren listigen Witz, erzählen mit einer Installation aus neuen Skulpturen und alten Einrichtungsgegenständen die fiktive Geschichte einer deutschen Familie, die wegen des Brexit aus Großbritannien zurückkehrt. Museum Haus Lange, 19. Februar – 27. August.

LONDON

Wolfgang Tillmans. Der Deutsche wird in der Stadt geehrt, in der er viele Jahre gelebt und gearbeitet hat und die ihn sicher auch beeinflusste. Weltweit gilt Tillmans als wichtiger Fotograf der Gegenwart. Tate Modern, 15. Februar – 11. Juni.

DER SPIEGEL 5/2017
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