11.02.2017

TUIflyMüssen Kunden für Streik büßen?

Die deutschen Gerichte tun sich schwer mit den Ansprüchen Tausender TUIfly-Passagiere, die vom Unternehmen Kompensation für rund 450 ausgefallene Flüge fordern. Im Oktober meldeten sich Dutzende Piloten und auch Kabinenpersonal krank, nachdem die Fusion mit Air Berlin angekündigt worden war. TUIfly lehnt die Schadensersatzansprüche der Passagiere, die sich auf gut zehn Millionen Euro belaufen, ab, weil es sich um einen unerlaubten Streik gehandelt habe. Ein Gericht in Bühl argumentiert nun, dass TUIfly seine Piloten hätte in Regress nehmen müssen, wenn das Unternehmen davon überzeugt sei, sie hätten unberechtigt krankgefeiert. Andere Amtsrichter halten die Chaostage bei TUIfly für einen wilden Streik und verweigern Ausgleichszahlungen. "Wir gehen notfalls bis zum Bundesgerichtshof, um die Frage endgültig klären zu lassen", sagt Lars Watermann vom Fluggästeportal EUflight, das 552 Fluggäste vertritt.
Von Gt

DER SPIEGEL 7/2017
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