11.02.2017

FernsehenZu viele Serien?

Der Boom der Fernsehserien, der sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat, führt zu einem Überangebot und einem ruinösen Wettbewerb der Anbieter. Das glaubt John Landgraf, Chef des amerikanischen Pay-TV-Senders FX. In den USA wurden 2016 über 400 Serien hergestellt, mehr als doppelt so viele wie noch 2010. Viele davon seien so unrentabel, dass die Sender und Streaming-Dienste "tonnenweise" Geld verlieren würden, behauptet Landgraf. Tatsächlich sind US-Bezahlsender durch die Streaming-Dienste bereits unter Druck geraten und haben Abonnenten verloren. Gleichzeitig sind die Kosten für Serien gestiegen – nicht zuletzt durch die Gagen der Schauspieler. Stars wie Robert De Niro oder Meryl Streep können mittlerweile 700 000 Dollar oder mehr pro Folge verlangen. Die Netflix-Serie Marco Polo wurde im Dezember nach zwei Staffeln eingestellt und soll angeblich 200 Millionen Dollar Verlust gemacht haben. Nun werden die klassischen amerikanischen Fernsehsender offenbar vorsichtiger, neue Serien in Auftrag zu geben, meldet das Branchenmagazin "Hollywood Reporter". Serien zu entwickeln und Pilotfolgen zu drehen sei sehr risikoreich, weil die Gewinnzone "kaum noch sichtbar" sei.
Von Lob

DER SPIEGEL 7/2017
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