04.03.2017

PazifikAufrüstung der Seestreitkräfte

Im Fernen Osten droht ein neuer Rüstungswettlauf. Am Wochenende tritt in Peking der Nationale Volkskongress zusammen, um neben Wirtschaftszielen auch das Militärbudget zu beschließen. Im Vorjahr waren Chinas Rüstungsausgaben offiziell um rund acht Prozent angestiegen. Für 2017 rechnen Experten mit einem deutlich höheren Etat, die regierungsnahe "Global Times" fordert sogar einen Zuwachs von mehr als zehn Prozent. Ein Grund für den erwarteten Anstieg: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Militärausgaben der USA um 54 Milliarden Dollar anzuheben. Und auch US-Verbündete wie Japan und Vietnam rüsten auf. Washington, Tokio und Hanoi wenden sich gegen Chinas Gebietsansprüche im Süd- und Ostchinesischen Meer und investieren deshalb vor allem in ihre Seestreitkräfte. Das ist auch Pekings Plan: Noch in diesem Jahr soll Chinas zweiter Flugzeugträger vom Stapel laufen, zudem sind neue Korvetten, Fregatten und Lenkwaffenzerstörer bestellt. Nur ein Teil dieser Ausgaben fällt übrigens unter den offiziellen Rüstungshaushalt. China verbucht neue Militärinvestitionen häufig als "Wissenschafts- und Entwicklungsprojekte".
Von Bza

DER SPIEGEL 10/2017
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