25.03.2017

BriefeHebt euer Hinterteil!

Nr. 12/2017 Die Formel für ein gesundes Leben – Wissenschaft: Besser essen, einfach essen
"Warum sollte die Lebensmittelindustrie, anders als Agrar-, Pharma- und Kfz-Industrie, den Konsumenten mehr nützen als den Produzenten?"
Gottfried Zantke, Bremen
Der Bericht konfrontiert einen mit tatsächlich legalen Aktivitäten der Nahrungsindustrie. Weltumspannend werden natürlich erzeugte Lebensmittel ersetzt durch chemisch optimierte Ersatzprodukte. Mit bestürzenden Folgen: Umsatz- und Profitmaximierung für die Hersteller bei Inkaufnahme von Millionen krank gemachten Konsumenten. Ihr Titel war überfällig!
Peter Hülcker, Norderstedt (Schl.-Holst.)
Was Herr Blech als "Zukunft" ausgibt, ist die Beschreibung der Vergangenheit. Herr Blech schreibt, der aktuelle Trend sei "Convenience Food" – leider falsch und Vergangenheit. Bio, regional, vegetarisch und außer Haus sind die Trends. Mangelnde Kochkompetenz ist Trend, Auflösung der Ernährungsriten ist Trend, Nachhaltigkeit ist Trend – aber all das ist ja Zukunft und nicht wie Herr Blech Vergangenheit.
Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V., Berlin
Danke für diesen wunderbaren Artikel zu den ultraverarbeiteten Nahrungsmitteln. Genau darum, solche zu vermeiden, geht es in der heutigen Ernährungstherapie.
Dr. Anne-Madeleine Bau, Berlin
Geht Ernährung nur mehr mit Astronautennahrung und Green Smoothies? Greift euch einen Apfel oder sonst was Gutes aus dem Obstregal! Hebt euer Hinterteil öfter von der Couch! Dann könnt ihr getrost auch mal in die Chipstüte greifen.
Cornelia Plach, Saarbrücken
Sie zitieren eine Studie, bei der vier Diäten verglichen werden. Dabei hatte jeder Teilnehmer ein tägliches Defizit von 750 Kilokalorien. Die durchschnittliche Abnahme derer, die am Ende noch dabei waren, betrug vier Kilogramm. Wenn man davon ausgeht, dass man, um ein Kilo Körperfettmasse abzubauen, 7000 Kilokalorien einsparen muss, entspräche ein tägliches Defizit von 750 Kilokalorien einer Abnahme von 750 Gramm in der Woche. Bei einer Studienteilnahme über zwei Jahre wäre also eine Abnahme von 78 Kilo möglich. Für vier Kilo in zwei Jahren ist hingegen nur eine tägliche Ersparnis von 38 Kilokalorien notwendig. Leider wird im Artikel nicht erklärt, wie diese Diskrepanz zustande kommt.
Katrin Geisler, Frankfurt am Main
DER SPIEGEL Liebe Frau Geisler, das Besondere an dieser Studie ist, dass die Forscher erst nach zwei Jahren ein Fazit gezogen haben. Viele Teilnehmer haben die Vorgaben der reduzierten Kalorienaufnahme nicht eins zu eins umgesetzt, sonst hätten sie in der Tat stärker abnehmen können. Aber sie haben es geschafft, ihre Ernährung nachhaltig umzustellen und dadurch dauerhaft Gewicht zu verlieren. Im Durchschnitt vier Kilogramm Körpergewicht weniger ist nach Ansicht der Mediziner durchaus signifikant.
Jörg Blech, Autor im Wissenschaftsressort des SPIEGEL
Diese Titelgeschichte ist eine so dünne Suppe, dass man, wenn man sie eine Woche lang löffelt, locker jene vier Kilogramm abnimmt, für die man bei Ihrer "Wunderdiät" normalerweise zwei Jahre braucht.
Dietmar Dworschak, Salzburg

DER SPIEGEL 13/2017
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