15.11.1999

AUTORENEinsatz an der Schreibfront

In einigen Verlagen fing man vermutlich bereits an zu rechnen, seine Fans waren erfreut, literarische Feingeister entsetzt: "45 Romane vom toten Konsalik", meldete die "Hamburger Morgenpost" vergangene Woche, seien im Nachlass des Anfang Oktober verstorbenen Bestsellerautors und Vielschreibers Heinz G. Konsalik gefunden worden. Der Nachschub mit Landser-Prosa à la "Der Arzt von Stalingrad" und anderen Trivialitäten schien bis weit ins nächste Jahrtausend gesichert. Indes auch Konsaliks unermüdlicher Einsatz an der Schreibfront - bisher ging man von 155 Romanen in 43 Jahren aus - kannte offenbar Grenzen: "Wenn es doch nur 50 Manuskripte wären", barmt Konsaliks Agent Reinhold Stecher. Tatsächlich gebe es "nur zwei fast fertige Romane", der Rest seien lediglich stichwortartige Ideen-Sammlungen. Wer am Ende davon profitieren wird, steht noch nicht fest: Konsaliks Testament wird Ende November eröffnet.

DER SPIEGEL 46/1999
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AUTOREN:
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