22.11.1999

DVUFrey-Partei pleite?

Nach den aufwendigen Wahlkämpfen der letzten Monate, bei denen die DVU in Brandenburg den Einzug in den Landtag schaffte, ist die rechtsextreme Partei offenbar finanziell am Ende. Wie aus internen Unterlagen hervorgeht, erwartet DVU-Chef Gerhard Frey rund 15 Millionen Mark "Unterdeckung der DVU" am Ende dieses Jahres. Frey hatte drei Millionen Mark in den brandenburgischen Wahlkampf gepumpt und damit rund 58 000 Wähler geködert. Für die erhält er in der fünfjährigen Legislatur nur rund 300 000 Mark Wahlkampfkostenrückerstattung.
Wegen der prekären Finanzlage verhinderte der DVU-Bundesvorstand, dass die Partei bei der kommenden Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 27. Februar kommenden Jahres antritt. Der Vormann des schleswig-holsteinischen Landesverbands, Rechtsanwalt Klaus Sojka, verlangt jetzt vom Verleger Frey Auskunft darüber, wer die "ungeheuerliche Schuldenlast" zu vertreten habe.

DER SPIEGEL 47/1999
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