01.07.2017

WirtschaftsinstitutChef lobt sich selbst

Bei seinem Lob für das SPD-Steuerkonzept hat der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) verschwiegen, dass sein Institut maßgeblich an der Erarbeitung der Pläne beteiligt war. Im Auftrag der Sozialdemokraten hatte das DIW verschiedene Varianten für eine Steuerreform durchgerechnet. Dadurch hatten die Fachleute auch Einfluss auf inhaltliche Entscheidungen der SPD-Parteiführung genommen. DIW-Präsident Marcel Fratzscher lobte in mehreren Interviews die Pläne des Kanzlerkandidaten Martin Schulz. "Das Konzept der SPD macht Sinn", sagte er, das Vorhaben sei "schlüssig durchgerechnet". Das DIW kann keinen Interessenkonflikt erkennen: Das Institut habe nur die Vorgaben des Kunden SPD durchgerechnet, eigene Ideen nicht eingespeist, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage.
Von Rei

DER SPIEGEL 27/2017
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