01.07.2017

AfghanistanBND warnte vor Anschlag

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat vor dem Bombenanschlag auf das Diplomatenviertel in der afghanischen Hauptstadt Kabul mehrmals gewarnt, zuletzt fünf Tage vor dem Attentat. Wie aus Sicherheitskreisen verlautet, war dem Nachrichtendienst sogar bekannt, dass für den Anschlag ein Entsorgungs-Lkw benutzt werden sollte. Der BND hatte daraufhin die deutsche Botschaft gedrängt, das Hauptgebäude zu evakuieren. Dieses wurde durch die Explosion erheblich beschädigt. Hätten die Diplomaten dort gearbeitet, wären vermutlich viele von ihnen gestorben. Der Anschlag war offenbar gezielt gegen die Deutschen gerichtet: Der Fahrer des Abwasser-Lkw hatte gefälschte Papiere dabei, die auf die deutsche Botschaft ausgestellt waren. Weil sein Auftrag nicht im Logbuch der Sicherheitsleute eingetragen war, wurde er zunächst nicht eingelassen. Daraufhin zündete er die zehn Tonnen Sprengstoff vor der Schranke. Mehr als 150 Menschen starben.
Von Kno, und Mgb,

DER SPIEGEL 27/2017
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