22.07.2017

G-20-GipfelDrückebergerin Fegebank

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank wollte nicht den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bei seiner Ankunft zum G-20-Gipfel begrüßen. Der G-20-Stab der Hansestadt hatte ursprünglich vorgesehen, dass die Grünen-Politikerin den umstrittenen Staatschef auf dem Flughafen willkommen heißt. Das wäre zwar eine überschaubare Angelegenheit gewesen: ihm die Hand schütteln, der Ehefrau einen Blumenstrauß überreichen, dann die Erdoğans über den roten Teppich zur Limousine geleiten. Allerdings waren Fotos zu erwarten, die Fegebank Seit' an Seit' mit dem Verächter der Menschenrechte gezeigt hätten. Und Fegebank hatte da bereits ein Argumentationsproblem: Sie zählte als Senatsmitglied zu den Ausrichtern des Gipfels; ihre Parteifreunde kritisierten zugleich, dass dieser in Hamburg stattfand. Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) half der Kollegin aus der Klemme und übernahm den Türken. Und so begrüßte Fegebank am Vorabend des Gipfels erst acht Gipfelgäste auf dem Airport, legte dann eine kurze Erdoğan-Pause ein und empfing anschließend drei weitere G-20-Teilnehmer. Fegebank will den Vorgang nicht kommentieren.
Von Klw

DER SPIEGEL 30/2017
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