19.08.2017

BriefeNur noch Kulisse

Nr. 33/2017 Alpentraum – Wie sich das bedrohte Paradies wandelt
"Was für eine gute, längst fällige Titelgeschichte! Der Tourismus macht kaputt, was er liebt – vom Prenzlauer Berg bis Venedig."
Rudi Meisel, Berlin

Ich habe Ihren brillanten Artikel "Heidi ade" mit großem Interesse und Vergnügen gelesen. Ein aufrichtiges Kompliment.
Prof. Dr. Arturo Romer, Minusio (Schweiz)

So treffend geschrieben. Habe auch die eine oder andere Träne verdrückt. Vor Lachen. Also: Rent a Gaiss!
Stefan Kiener, Hilterfingen (Schweiz)

Wir Menschen verbrauchen jährlich die fossilen Energieträger, die sich in Millionen von Jahren gebildet haben. So machen wir uns die Hölle heiß!
Martin Ramschulte, Schöppingen (NRW)

Wir haben uns am Rande von Hilmar Schmundts Interview mit Reinhold Messner auf Schloss Sigmundskron kurz mit Schmundt über seine Arbeit unterhalten. Nun sind wir wieder aus dem Urlaub zurück und haben den Spiegel-Titel "Alpentraum" gelesen. Herzlichen Glückwunsch zu den interessanten Ausführungen und Einblicken. Auch die durchaus kritischen Anmerkungen zu den Ideen und Antworten von Herrn Messner finden unsere Zustimmung.
Christiane und Joachim Josten, Dalheim (Rhld.-Pf.)

Als Journalist mitten in den Alpen bin ich begeistert. Einen großartigen Text haben Sie da geschrieben. All die Spannungsfelder, die Sie aufgreifen, erleben wir auch in der täglichen Arbeit. Besten Dank dafür.
Olivier Berger, Chur (Schweiz)

Wie kann man die Alpen verehren und gleichzeitig gegenüber dem Schmelzen der Gletscher und damit dem Zerfall der Berge gleichgültig sein? Wie ist es möglich, dass gewisse Patrioten nur ein Auge haben für die Erhabenheit des Matterhorns und keines für die Schwindsucht des Aletschgletschers? Meine Antwort: Die Patrioten haben die Alpen als Bild (griechisch: Ideologie) im Kopf, und hier gibt es weder Gletscherschmelze noch Alpenzerfall.
Josef Lang, Alt-Nationalrat, Bern (Schweiz)

Aus meiner Sicht schaukeln sich die Angebote für Touristen und deren Erwartungen in einer ungesunden Entwicklung gegenseitig hoch. Meine Bergwanderung kürzlich in den Dolomiten war von einem Veranstalter organisiert und führte unsere Gruppe sieben Tage lang von Hütte zu Hütte. Erwartet hatte ich einfache Unterkünfte. Doch manche der Hütten hatten eine Speise- und Weinkarte, wie man sie in vielen Städten Deutschlands schwer findet. Zudem sind sie meist so modernisiert, dass das Wort "Hütte" nur noch der Alpenromantik geschuldet ist – eigentlich sind es eventgastronomische Betriebe. Überall gibt es kostenloses WLAN. Die anderen Mitglieder meiner Wandergruppe griffen immer wieder ausgiebig zu Smartphone und Chatprogrammen, um den Angehörigen den Stand der Dinge mitzuteilen. So verkommen meiner Meinung nach die Alpen zu einer Kulisse, die Mehrheit der Touristen bleibt gedanklich im Alltagstrott. Energiebedarf, Transportlast der Waren und natürlich der Müll nehmen so auch in hohen, schlecht zugänglichen Lagen immer mehr zu.
Clemens Jung, Brücken (Rhld.-Pf.)

DER SPIEGEL 34/2017
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Briefe:
Nur noch Kulisse

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