02.09.2017

BundestagswahlHerz und Härte

Martin Schulz ist im Rennen ums Kanzleramt auch deswegen zurückgefallen, weil ihm der Wille zur Macht fehlt. Das TV-Duell ist nun seine große Chance im Kampf gegen Angela Merkel. Von Christiane Hoffmann und René Pfister
Die Bühne ist bereitet für den Stargast des Tages. Mitten im Atrium des Willy-Brandt-Hauses steht eine Sitzgruppe aus hellgrauem Velourleder. Die Damen haben schon Platz genommen. Jasmin Tabatabai ist gekommen, die Schauspielerin, die Schriftstellerin Hatice Akyün, auch Katarina Barley, die Generalsekretärin der SPD.
Der Platz in der Mitte ist noch frei, Barley greift zu einem Mikrofon und sagt: "Ich begrüße den George Clooney der SPD!"
Unter dem Jubel des Publikums betritt ein Mann mit einer rechteckigen Brille die Bühne, er trägt einen grauen Kranz um seine Glatze und eine gestreifte Krawatte, die keinen größeren modischen Eifer erkennen lässt. Dem Gast ist alles etwas peinlich. Er blinzelt ins Licht, winkt scheu ins Publikum. Dann setzt er sich hin, kreuzt die Beine übereinander und legt die Hände aufs Knie.
Clooney war 2006 der "sexiest man alive", Martin Schulz ist an diesem trüben Märztag seit anderthalb Monaten der Kanzlerkandidat der SPD. Hinter Schulz liegt die verrückteste Zeit seines Lebens. Der Mann, der über viele Jahre ein unscheinbares Leben im Brüsseler Europaparlament geführt hat, ist nun plötzlich der Erlöser, der von der SPD den Bann der Erfolglosigkeit genommen hat, der Herausforderer, der nach zwölf endlosen Jahren die Ära Merkel beenden könnte. Die Mädchen bei den Jusos kreischen jetzt manchmal, wenn sie ihn sehen. Auf Plakaten steht: "Martin, Du geile Sau!"
Womöglich ist es dieser Abend, an dem Schulz merkt, dass irgendetwas nicht stimmt, dass er alles Mögliche ist, nur keine geile Sau. Akyün meldet sich und sagt: "Wir brauchen Politiker wie Justin Trudeau, Politiker, die sich hinstellen und sagen: Ich bin Feminist." Die Frauen schauen Schulz erwartungsvoll an, aber Schulz sagt lieber nichts. Der schöne, braun gelockte Justin! Ein Mann, der, wenn er nicht kanadischer Premierminister wäre, auch Werbung für Unterhosen machen könnte. Schon wieder so ein irrer Vergleich.
Irgendwann im Sommer, als alles zerplatzt ist wie eine Seifenblase, wird Schulz sagen, dass er das nicht gewollt habe, nicht die Hysterie, nicht die Tweets, in denen steht: "Schulz-Zug, nächste Ausfahrt Kanzleramt". Und auch nicht die schrecklichen, DDR-mäßigen 100 Prozent, mit denen er zum Parteivorsitzenden gewählt wurde.
Aber Schulz will bei den Frauen an diesem Abend im März nichts falsch machen. Noch läuft der Hype, und der Hype ist wie ein gefräßiges Tier, er will gefüttert werden. Wenn er erst einmal Bundeskanzler sei, sagt er zum Schluss, werde die Hälfte der SPD-Ministerien mit Frauen besetzt sein. Riesenjubel, schon wieder hat die SPD etwas versprochen, das es so noch nie seit dem Beginn des Wahljahres gegeben hat.
Deutschland hat eine Fahrt in der Achterbahn hinter sich. Anfang des Jahres sah es so aus, als seien die Wähler der Kanzlerin überdrüssig, die Umfragen zeigten, dass es einen Machtwechsel geben könnte und Merkel nicht in die Fußstapfen von Helmut Kohl treten würde, der das Land 16 Jahre lang regierte. Nun gibt es in der SPD schon Planspiele für eine Zeit ohne Schulz.
Noch ist nichts entschieden, am Sonntag findet das einzige TV-Duell zwischen der Kanzlerin und ihrem Herausforderer statt, Schulz setzt all seine Hoffnungen darauf. Dennoch stellt sich die Frage, wie Schulz so rasend schnell aufsteigen und dann wieder fallen konnte. Und warum Merkel sich wieder berappelte, obwohl sie im Januar so zermürbt aussah, als bäte sie selbst um Erlösung vom Amt.
Es geht aber auch um den Zustand eines zerrissenen Landes. Es heißt, der Wahlkampf sei öde, aber das ist nur eine Perspektive. Im Land gärt es, es wird geschrien und gehasst, und das liegt auch daran, dass sich die beiden Kandidaten, bei allem Streit, so nahe sind.

ZWEI REICHE
Es hat alles etwas länger gedauert an diesem heißen Freitag Anfang Juli, an dem Kanzlerin Merkel die Mächtigen der Welt zum G-20-Gipfel nach Hamburg geladen hat. Die Wagenkolonnen, die Chaoten, aber nun tut sich endlich etwas in der Ehrenloge der Elbphilharmonie, die Sicherheitsleute nehmen Haltung an. Brigitte Macron kommt als Erste, sie steckt in einem Hosenanzug, der sitzt, als hätte man sie reingegossen. Es folgt Melania Trump, sie trägt ein weißes Kleid mit tausend Fransen, die flattern wie eine Gardine im Wind. Donald Trump winkt. Er erntet dünnen Beifall.
Schließlich Auftritt Merkel, graue, zerknitterte Hose, dazu ein Blazer in grellem Rosa, hinter ihr der übellaunige Joachim Sauer. Ein deutsches Paar. Nun passiert das Unglaubliche. Der Applaus der besseren Hamburger Gesellschaft schwillt an, als wäre Mahatma Gandhi auferstanden und habe die Loge betreten, Jubelschreie sind zu hören, es ist ein Ausbruch spontaner Begeisterung.
Merkel lächelt huldvoll, sie ist es gewohnt, verehrt zu werden. Sie hat es geschafft, sich von der Politik zu lösen, in diesem Moment ist sie irgendetwas zwischen Gandhi und der Queen. Was noch fehlt, ist der Friedensnobelpreis. Draußen brennen die Barrikaden, aber sie hat damit nichts zu tun.
Das ist die Lage Anfang Juli. Am Montag nach dem G-20-Gipfel hält Schulz' Wagenkolonne in Kösching, einer kleinen Marktgemeinde bei Ingolstadt. Es waren schlimme Wochen für den Kandidaten, das Triptychon des Schreckens liegt schon hinter ihm, die Wahlpleiten im Saarland, in Schleswig-Holstein und NRW, nun steht in der Zeitung, dass Sozialdemokraten nichts von Sicherheit verstünden. Olaf Scholz, der Hamburger Bürgermeister, hatte versprochen, dass der Gipfel sicher sein werde, und ihn mit dem Hafengeburtstag verglichen. Merkel hat, wie immer, schlauerweise gar nichts versprochen.
In der SPD ist davon die Rede, dass nur ein Wunder Schulz noch retten könne. Er führt, wie sich nun zeigt, eine manisch-depressive Partei, wahrscheinlich fährt er deshalb nach Kösching. Der kleine Ort wird von der SPD regiert, es ist eine rote Insel mitten im schwarzen Oberbayern. In Kösching sind noch Wunder möglich. Es ist das Lourdes der SPD.
Bürgermeisterin Andrea Ernhofer hat Schulz das Gästebuch der Stadt mitgebracht, in dem eine Autogrammkarte von Gerhard Schröder klebt. "Mit Kösching ist der erste Schritt ins Kanzleramt getan", sagt Schulz bei seiner Rede auf dem Marktplatz, die er vor 50 Sozialdemokraten und zwei Sonnenschirmen hält.
Im Bus auf dem Weg nach München stellen Journalisten die eine furchtbare Frage, die nun jeden Tag kommt:
Ist nicht schon alles gelaufen?
Schulz will nicht wirken wie Peer Steinbrück, der 2013 zum Schluss alle Hoffnung hatte fahren lassen und sich mit einem ausgestreckten Mittelfinger fotografieren ließ.
Der Wahlkampf habe doch noch gar nicht begonnen, sagt Schulz. Seine Rechnung geht so: Mehr als die Hälfte der Bürger seien noch unentschlossen, und die Partei sei motiviert wie nie.
Aber wie Steinbrück hat Schulz manchmal auch ein loses Mundwerk, er produziert nicht wie Merkel Sätze, die glatt sind wie Kieselsteine. In München hält Schulz' Bus vor einem Haus aus Glas. Er besucht die Firma Time in the Box, sie programmiert digitale Zeitreisen. Gerade sei man dabei, die erste Autofahrt von Bertha Benz Ende des 19. Jahrhunderts nachzustellen, sagt der Geschäftsführer.
"Können Sie auch virtuelle Wahlsiege programmieren?", fragt Schulz. Er lacht, aber es klingt wie: "Ich will nach Hause."
Die Stifte der desasterhungrigen Reporter gleiten übers Papier, Schulz sieht sofort, was er angerichtet hat.
Virtuelle Wahlsiege programmieren!

MACHT
Die Frage ist, warum sich alles so schnell drehen konnte. Bei Wahlkämpfen geht es um die Sache, aber es geht immer auch darum, ob man ein Amt unbedingt will.
Gerhard Schröder hat angeblich als junger Mann am Zaun des Kanzleramts gerüttelt. Die Kandidatur von Schulz war auch ein Produkt des Zufalls.
Wahrscheinlich wäre alles anders gekommen, wenn Frank-Walter Steinmeier nicht so gedrängelt hätte. Lange sah es so aus, als könne Merkel die Ansprüche ihres Außenministers auf das Amt des Bundespräsidenten erfolgreich ignorieren, aber als Anfang November alle präsentablen Kandidaten der Union ausgefallen waren, blieb ihr nichts anderes übrig, als Steinmeier mitzutragen.
Kurz darauf meldete sich die Kanzlerin bei Sigmar Gabriel und sagte, es tue ihr leid. Aber sie könne nicht den einen Sozi zum Bundespräsidenten machen und dem anderen die Amtszeit in Brüssel verlängern. So wird es in der SPD erzählt.
Für Schulz war das Amt des europäischen Parlamentspräsidenten das Dach seiner Karriere. Als junger Mann hätte er nie gedacht, dass er es jemals so weit bringen würde. Schulz hätte sich mit Anfang zwanzig fast das Leben genommen, weil er nicht vom Alkohol lassen konnte. Sein Bruder Erwin, ein Arzt, vermittelte ihm eine Therapie. Schulz schwor dem Schnaps ab und begann eine stete, wenn auch unspektakuläre Karriere. Mit 31 wurde er Bürgermeister seiner Heimatstadt Würselen. Kampflos. "Von den anderen Fraktionen wurde kein Gegenkandidat benannt", heißt es im Ratsprotokoll. Sieben Jahre später zog Schulz ins EU-Parlament ein, wo er über 20 Jahre lang Abgeordneter war.
In Schulz steckt ein großes Harmoniebedürfnis, und das liegt unter anderem daran, dass er im speziellen Biotop der Brüsseler Politik groß geworden ist. Natürlich hatte er dort Feinde, die Rechtsextremen vom französischen Front National oder den britischen Ukip-Populisten Nigel Farage, der ebenso schändliche wie eloquente Schmähreden auf den Deutschen hielt.
Aber in Brüssel gibt es auch die große Gemeinde der Wohlgesinnten, die keine Parteien kennen, sondern nur die große Idee Europas. Der Konservative Jean-Claude Juncker und der linke Schulz waren die Vorsitzenden dieser Gemeinde. Schulz organisierte für den Kommissionschef die Mehrheiten im Parlament, er bekam dafür Einfluss auf Entscheidungen der Kommission. In Brüssel lernte Schulz, dass Politik ein ständiges Geben und Nehmen ist, ein Dienst unter Freunden.
Kaum ein Wort verwendet Schulz öfter. Juncker ist ein "Freund", auch der ehemalige französische Präsident François Hollande, sein Nachfolger Emmanuel Macron und natürlich Sigmar Gabriel, von dem er den SPD-Parteivorsitz geerbt hat: Freunde.
Merkel hat so gut wie keine Freunde in der Politik, sie ist gut damit gefahren, immer alle auf Distanz zu halten. Sie ist im Gegensatz zu Schulz sehr sparsam mit dem Du, im Zweifel, das hat sie gelernt, hat es nichts zu bedeuten. Seit Jahren nennt sie den CSU-Chef "Horst", doch das hat nichts daran geändert, dass Seehofer ihr an einem Tag an die Gurgel geht und sie am nächsten in den Himmel lobt.
Sie hat schon alles erlebt, einen Seehofer, der sie auf der Bühne eines CSU-Parteitags herunterputzt wie ein Schulmädchen und der dann, bei der Vorstellung des Programms für die Bundestagswahl Anfang Juli, sagt, er habe blindes Vertrauen in die Bundeskanzlerin.
Merkel, die an diesem schönen Sommertag neben Seehofer im Adenauer-Haus steht, kann da nur noch ironisch die Augenbrauen heben. Man sieht, wie es in ihrem Kopf arbeitet, soll sie nun wirklich sagen, dass sie blindes Vertrauen in einen Mann hat, der ihr in der Flüchtlingskrise das Leben zur Hölle gemacht hat?
Sie will auf eine offenkundige Lüge nicht auch noch die nächste setzen, aber einen Eklat mag sie auch nicht produzieren. Das laufe ja nicht "nach dem Motto, ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn", sagt sie schließlich. Es ist ein Satz, der in seiner unsagbaren Verworrenheit alle Interpretationen zulässt.
Freundschaft in der Politik? Sie hat schon zu viele hinter sich gelassen, um noch an solche Märchen zu glauben: Kohl in seiner ganzen Überheblichkeit, den durchtriebenen Koch, den jähzornigen Merz. Sie ist unendlich kontrolliert, nur manchmal gönnt sie sich, als Belohnung für all die Disziplin, ein Quäntchen Schadenfreude.
Seit Schulz in Berlin ist, funktioniert die alte Methode des Gebens und Nehmens nicht mehr. Er müsste härter sein, aber das entspricht nicht seiner Natur. Schon der Weg zur Kanzlerkandidatur war deshalb quälend. Schulz ließ früh durchblicken, dass er sich das Amt zutraut, aber seinem Freund Gabriel das Messer in den Rücken rammen, das wollte er nicht. Alles sollte ganz sanft verlaufen, Gabriel sollte verzichten und dafür mit einem schönen Posten belohnt werden.
Doch Gabriel zögerte und zauderte, und bald konnten die Freunde nicht mehr offen sprechen. Ende des Jahres rief Gabriel seinen Staatssekretär Matthias Machnig an und bat ihn, eine Rede zu schreiben, mit der er seinen Verzicht begründen könnte. Aber er schärfte Machnig ein, mit niemandem zu sprechen, schon gar nicht mit Schulz.
Das Misstrauen zwischen Schulz und Gabriel überschattet nun den Wahlkampf. Über Wochen bestimmte der Außenminister die Schlagzeilen, er brachte nach den G-20-Krawallen den Rücktritt Merkels ins Gespräch, um das mediale Feuer von der SPD auf die Kanzlerin zu lenken, er warnte die Deutschen vor Reisen in die Türkei, zuletzt ließ er durchblicken, dass er eigentlich keine Koalition mit der Union mehr will.
Schulz regte sich darüber auf. Wenn jemand eine solche Festlegung trifft, dann der Parteichef, das ist seine Meinung. Aber öffentlich wies Schulz Gabriel nicht zurecht, er rief ihn nur an und hielt ihm eine Standpauke. Schulz hat inzwischen einen erbarmungslosen Blick auf die Ära seines Vorgängers. Laut sagt er das nicht, dafür ist ihm der Frieden in der SPD zu wichtig.
Gerhard Schröder hat in Hannover eine schöne Anwaltskanzlei im Zooviertel, an der Wand hängen Bilder der Kanzler, der letzte von der SPD war natürlich er selbst. Schröder will Schulz keine öffentlichen Ratschläge erteilen, aber er findet, dass man im Wahlkampf nicht allzu zimperlich sein darf. Merkels offene Flanke sind in Schröders Augen die Flüchtlinge, die sie im Jahr 2015 ins Land gelassen hat. Er hat dafür einen bösen, aber genialen Spruch erfunden. Merkel, so sagte er, habe ein Herz, aber keinen Plan. Man hätte den Spruch sofort auf ein Wahlplakat drucken können.
Wenn man mit Schröder in seinem Büro redet, das immer etwas nach schwerem Rauch riecht, kommt er beim Sinnieren über Martin Schulz irgendwann beim ehemaligen Parteichef Björn Engholm an. Der begründete seine Kanzlerkandidatur mit den Worten: "Wat mutt, dat mutt." Schröder kann sich darüber immer noch kringeln. Ein Kandidat, der so tut, als müsse er einen Dienst an der Partei leisten? Der nicht bereit ist, jede Finte zu nutzen, um das Kanzleramt zu erobern? Zu komisch, findet der Altkanzler.

HÄRTE
An einem Sonntag Mitte Juni sitzt Schulz auf der Bühne des Berliner Ensembles (BE) am Schiffbauerdamm und stellt sein neues Buch vor. Die Umfragen der SPD sind wieder ungefähr dort angekommen, wo sie unter Gabriel waren. "Ich habe oft harte Tage, wenn ich die Zeitung aufschlage", sagt Schulz auf der Bühne.
Er fühlt sich von den Medien unfair behandelt, er werde viel kritischer beurteilt, viel schärfer angegriffen als Merkel. Schulz hält sich nicht für zimperlich, aber so hart hat er es sich nicht vorgestellt.
Er werde als "Schulden-Schulz" und "Psycho-Schulz" tituliert. Man habe ihm den "Charme eines Sparkassenangestellten" zugeschrieben und ihm bescheinigt, er sehe aus "wie ein Eisenbahnschaffner". Einer ohne Abitur könne nicht Bundeskanzler werden, hieß es.
Schulz zählt das alles auf, dort oben auf der Bühne des BE, er zeigt seine Wunden. Er will ein bisschen bedauert werden. Schulz hat kein dickes Fell, es ist ihm nicht egal, was über ihn geschrieben wird. Im Gegenteil, er inhaliert jeden Artikel, auch die bösen. "Ich lese die kritischen Analysen sehr aufmerksam", sagt Schulz. "Man kann viel daraus lernen."
Merkel beschwert sich nie über die Berichterstattung. Sie liest Leitartikel wie Romane, sie sind für sie unterhaltsam, aber weitgehend irrelevant. In ihrem Universum wäre es schon ein Fehler, überhaupt einzugestehen, dass sie verletzlich sein könnte. Wenn sie straft, dann durch Missachtung.
Über die Jahre hat sie im Umgang mit Medien und Öffentlichkeit ein System perfektioniert, das ihr weitgehende Kontrolle ermöglicht. Während Schulz wochenlang mit Journalisten durch die Republik tourt und sich bei langen Abendessen ihren Fragen stellt, trifft sich Merkel sehr selten mit Journalisten zu Hintergrundgesprächen. Sie vertraut drei oder vier Leuten im Kanzleramt, und die reden nur mit Journalisten, wenn sie es dürfen.
Sie gibt so gut wie nichts Privates preis, in jedem Wahlkampf ein Küchenrezept, das ist alles. Dieses Mal verriet sie, dass sie Kartoffelsuppe stampft, nicht püriert. Wenn sie kritische Fragen hört, dann oft in entschuldigendem Tonfall. "Haben Sie eine kleine Schwäche?", fragt die "Bunte", als wäre schon die Idee, dass Merkel auch eine größere Schwäche haben könnte, ein Frevel. Als das "Handelsblatt" Merkel auf offener Bühne interviewte, fiel Herausgeber Gabor Steingart Merkel am Ende um den Hals.
Schulz ärgerte sich furchtbar, als die Union Olaf Scholz nach den G-20-Krawallen angriff. Für ihn war es der Beleg für den unglaublich perfiden Wahlkampf des Kanzleramts. Schulz hat eine Art innere Landkriegsordnung für den Wahlkampf entworfen: keine persönlichen Verleumdungen. Kein Nachtreten, kein Herabwürdigen von Schwäche, nichts Ehrverletzendes. "Wenn ich damit untergehe, gehe ich damit unter." Seine Botschaft ist: Verliere ich, dann war ich zu gut für die böse Politik.
Aber stimmt das wirklich? Wenn man Schulz fragt, was in seinem Wahlkampf schiefgelaufen sei, dann fällt der Name Hannelore Kraft. Er hätte sich nie und nimmer auf die Forderung der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin einlassen dürfen, vor der Wahl in NRW die Füße stillzuhalten. So sei der Eindruck entstanden, er sei zu zögerlich.
In Wahrheit aber hat sich Schulz auch selbst stillgelegt. Als die Umfragewerte für die SPD nach oben schossen, hielt Schulz den Erfolg in der Hand wie eine zarte, zerbrechliche Vase. Er hatte Angst, dass alles zerschellen würde, wenn er sich bewegte. So gingen die Wochen bis zu den Landtagswahlen ins Land, und die Bürger erfuhren von Schulz im Grunde nur, dass er Bundeskanzler werden will.
Schulz sagt, er habe den Parteivorsitz auch deshalb übernommen, weil er die SPD vor einem Absturz bewahren wollte. Anders als Merkel verbindet Schulz mit seiner Partei eine tiefe Loyalität; wenn man mit ihm spricht, kann er sich noch genau an den Tag seines Parteieintritts erinnern. Schulz ist wegen Willy Brandt in die SPD eingetreten, wie so viele in seiner Generation, und wenn man seinen Worten Glauben schenkt, dann hat er in den vergangenen Jahren tief gelitten am Zustand seiner Partei.
Er hielt die Agenda von Gerhard Schröder im Grundsatz für richtig, aber er verachtete die Brutalität, mit der sie durchgesetzt wurde. Im Jahr 2004 kam es zu einem spektakulären Streit zwischen Schulz und Schröder im SPD-Präsidium. "Wer die SPD mit einem Kasernenhof verwechselt, der braucht sich über 30 000 Deserteure nicht zu wundern", brüllte Schulz damals dem Kanzler entgegen.
Als er antrat, war Schulz überzeugt, dass er zuerst die Partei einen müsse. Er hatte die Fehler von Schröder und Gabriel analysiert und war zu dem Ergebnis gekommen, dass es am wichtigsten sei, die Partei geschlossen hinter sich zu haben.
Deshalb hat er Schluss gemacht mit der Basta-Politik. Er will nicht mehr topdown führen, nicht autoritär, mit Drohungen. Die Partei soll ihm aus Überzeugung folgen, nicht auf Befehl. "Ich habe einen anderen Stil", sagt Schulz. Er weiß, dass ihm das inzwischen als Nachgiebigkeit ausgelegt wird.
Schulz hat die SPD nie nur als Vehikel für seinen Aufstieg gesehen, so wie Schröder und Merkel. Deren Programm hieß immer nur "ich", aber weil sie so sehr den eigenen Erfolg wollten, waren sie, jeder auf seine Weise, für ihre Partei erfolgreich.
Was das Verhältnis zur SPD angeht, ist Schulz sehr altmodisch, er kann nichts anfangen mit den Macrons, Lindners und Kurz' dieser Welt, die eine Partei dazu brauchen, damit sie ihnen eine Bühne zimmert.
Schulz hat einen guten Überblick über den Zustand der Sozialdemokratie in Europa, er hat den Niedergang von Labour in Großbritannien beobachtet, den Untergang der Sozialisten in Griechenland. Einer seiner Freunde ist François Hollande, der Mann, der die Parti socialiste in Frankreich in den Abgrund geführt hat.
Schulz duzt sich auch mit dem neuen Präsidenten Emmanuel Macron, aber sein Verhältnis zu ihm ist deutlich distanzierter als zu Hollande. Schulz hat gesehen, wie Macron sich erst von Hollande fördern ließ und sich dann von ihm abwandte. Er hat es verstanden, rein rational. Die französischen Sozialisten waren zum Schluss ein toter Gaul, von dem Macron runtermusste. Dennoch hätte Schulz nie die Kälte aufgebracht, mit der Macron erst mit Hollande brach und dann mit den Sozialisten, um seine eigene Partei En Marche! zu gründen, die mehr eine linke FDP ist als eine sozialistische Partei.
Schulz würde nie auf die Idee kommen, die Partei Willy Brandts zu verraten, eher würde er mit ihr untergehen. "Wir sind die Partei, die sich Hitler in den Weg gestellt hat", sagt Schulz. Er sagt das ohne jedes falsche Pathos, einfach so, als stolze Feststellung.

ZUKUNFT
Natürlich, es geht auch um die Sache, ehrlich, Wahlprogramme sind etwas Wunderbares. Sagt Merkel. Ihr Blick hüpft von Kamera zu Kamera, was gibt es bitte Schöneres, als sich Gedanken zu machen über die nächsten vier Jahre, gerade jetzt, wo es ein paar Milliarden zu verteilen gibt? "Hier können Sie ein bisschen träumen."
Die Reporter kramen noch mal ihre Stifte raus. Die Kanzlerin träumt, das ist neu. Kommt vielleicht doch noch was? Merkel macht eine kleine Kunstpause und sagt: "Wussten Sie zum Beispiel, dass unser Kartellrecht nicht zur Plattformwirtschaft passt?"
Nee, wusste keiner.
Es ist ihr alter Trick. Immer wenn es heißt, sie drücke sich um die Sachdebatte, wird sie gnadenlos sachlich. Sie hat eine Doktorarbeit geschrieben, deren Titel schon so kompliziert ist, dass ihn kein normaler Mensch versteht. Wenn ein Journalist ihr blöd kommt, hat sie immer ein Detail parat, das garantiert niemand kennt. Sie genießt dann die stieren, ahnungslosen Blicke.
Am Anfang, als die Gesichter der Reporter noch munter waren, sagte Merkel: "Wir setzen in diesem Programm auf Zukunft." Sie sagte: Unser Programm ist Wohlstand für alle." Sie sagte: "Damit ist die Verlässlichkeit für die Menschen da."
Noch Fragen?
"Merkel will bei der Personalfrage 3:0 gewinnen", sagte zu Beginn des Wahlkampfs einer von der SPD. "Dann kann sie es sich leisten, wenn es bei den Inhalten 0:0 ausgeht."
Im Moment sieht es so aus, als würde der Plan aufgehen. Was sie mit dem Land vorhat, kann keiner so genau sagen. Sie kandidiert, das muss reichen. Sie war lange dagegen, dass Brüssel mehr Macht bekomme, nun findet sie wie Emmanuel Macron, dass die EU einen Finanzminister brauche. Zumindest im Prinzip. Aber am Ende kann immer etwas dazwischenkommen, Schäuble, eine Landtagswahl, die Weltlage.
Zuletzt hat sie gesagt, dass der Verbrennungsmotor verboten werden könnte. Das ärgerte Seehofer. Dann ging sie zu Bettina Schausten vom ZDF und erklärte, möglicherweise sei erst gegen "Ende des Jahrhunderts" Schluss. Ende des Jahrhunderts. Sie denkt jetzt wie die Päpste im Mittelalter, in ganz langen Zeiträumen.
Martin Schulz hat sich bemüht, er hat endlos mit der SPD diskutiert. Für den Programmparteitag im Juni gab es 1605 Änderungsanträge. Man weiß jetzt, dass die SPD ein Rentenniveau von 48 Prozent will und einen Spitzensteuersatz von 45 Prozent. Es ist alles sehr konkret, aber reicht das, um Merkel zu schlagen?
Sein Programm ist das eines gemäßigten Sozialdemokraten, es enthält nichts, was die Republik erschüttern würde. Schulz will mehr Investitionen als Merkel, eine Bürgerversicherung, bessere Schulen, mehr Polizisten und Respekt für Menschen, auch wenn sie kein Abitur haben.
Das ist natürlich alles sehr vernünftig, wenn auch ein bisschen brav. Kann er mit einem solchen Programm gegen eine Kanzlerin ankommen, die seit zwölf Jahren nahezu alles tut, was das Herz eines aufrechten Genossen begehrt? Und keine Skrupel hat, auch die letzten konservativen Reliquien zu entsorgen? Als Merkel die Abstimmung über die Ehe für alle freigab, war das ein Erfolg für die SPD, einerseits. Andererseits war wieder ein Thema weg, mit dem man Wahlkampf machen kann.
"Sie ist clever, ich rede nicht gern darüber", sagt Schulz.
Er hofft auf den Lucky Punch beim TV-Duell. Merkel hat versprochen, die Rüstungsausgaben zu erhöhen, aber die Deutschen wollen das nicht.
Ist das seine Chance?
Er kann sie nicht von links angreifen, denn da steht Merkel ja schon. Zu Anfang seiner Kampagne hatte er moderate Änderungen an den Agenda-Reformen vorgeschlagen, was ihm den Vorwurf eintrug, das sei linker Populismus. Seither ist von der Idee keine Rede mehr. Merkels Lindenblatt ist die Flüchtlingspolitik, aber die könnte Schulz nur von rechts angreifen. Gabriel hat das ein paarmal versucht, aber Schulz will das nicht. Er hat Merkels Kurs immer mitgetragen, und er will sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, er verrate seine Prinzipien.
So erlebt die Republik einen Wahlkampf, in dem ein rechter Sozialdemokrat gegen eine linke Kanzlerin kämpft. Das Land muss sich nicht fürchten, egal wer gewinnt. Beide sind durch und durch vernünftig, Produkte einer Nation, die gelernt hat: Je bescheidener sie auftritt, umso mehr wird sie gemocht, umso erfolgreicher ist sie.
Sie sind beide der Meinung, dass die demokratische Weisheit nur einen schmalen politischen Korridor öffnet, sie haben der Radikalität abgeschworen, auch in ihrer Sprache. Aber diese Art des Wahlkampfes hat auch einen Preis. Wer meint, dass alles furchtbar langweilig sei, muss nur einmal in Bitterfeld vorbeischauen.

HASS
Es ist unbeschreiblich laut an diesem Nachmittag auf der Promenade am Goitzschesee in Bitterfeld. Vorne, auf der Bühne, steht die Kanzlerin und brüllt in ein Mikro. Die Lautsprecher sind auf maximale Lautstärke aufgedreht. "Schauen Sie, wie schön es hier ist", sagt Merkel. "Hau ab, hau ab!", brüllen ihre Gegner. Manche Teilnehmer sind schon mit Ohrstöpseln gekommen.
Sie tue das für ihre Kinder und Enkel, sagt die Frau in dunkelblauer Rüschenbluse. Seit einer halben Stunde steht sie in der sengenden Sonne und brüllt. Langsam wird sie heiser, aber man sieht, dass es ihr guttut zu schreien. Die Wut muss raus.
Früher hat sie Union gewählt, aber jetzt, sagt sie, müsse "die" einfach weg. "Die", das ist Merkel. Was dann kommen soll, nach Merkel, weiß die Frau mit der Bluse auch nicht: "Der andere da ist auch nicht besser."
Aber das ist ihr egal. Hauptsache, "die" ist weg.
Merkel versteht ihren Wahlkampf im Osten als eine Art Widerstand. Sie sagt, sie gehe gern an Orte, "wo man für die Demokratie kämpfen muss". Aber ihre Gegner sind keine glatzköpfigen Nazis, sie tragen Jeans und T-Shirt, es sind Alte und Junge, viele Frauen. In Bitterfeld hat der örtliche AfD-Kandidat bei der Landtagswahl das Direktmandat geholt, mit 33 Prozent.
Merkels Kampf besteht darin, dass sie überhaupt hier ist. Flagge zeigen nennt sie das. Vorne sitzen in lichten Reihen die geladenen Unionsanhänger, hinten pfeifen die Gegner, dazwischen eine dichte, schweigende Menge, die das Ganze mit einer Mischung aus Neugier und Unbehagen beobachtet. Das bildet die Lage in Ostdeutschland vermutlich ganz gut ab.
Früher kam die Union in Bitterfeld auf fast 40 Prozent. Aber seit Merkel die CDU in eine rechte SPD verwandelt hat und die Flüchtlinge ins Land ließ, erreicht sie viele nicht mehr.
Oben auf der Bühne blinzelt Merkel in die Sonne. Sie schaut über den Platz hinüber zu der Ecke, aus der die Pfiffe kommen. Sie sieht aus, als ob sie sich ekelte. Im Grunde verachtet sie jene Ostdeutschen, die Freiheit und Demokratie nicht zu schätzen wissen. Mit Menschen, die Angst haben vor Veränderungen, kann sie nichts anfangen. Sie ist nicht bereit zu Zugeständnissen an irgendwelche Ressentiments. Von dort oben herab sagt sie den Demonstranten, was sie von ihnen hält. Für Merkel sind sie die, die "nur rumbrüllen".
BRÜDERCHEN UND SCHWESTERCHEN
Merkel zweifelt inzwischen nicht mehr an ihrem Sieg. Sie versucht das zu verbergen, sie weiß, dass es gefährlich ist, wenn sie zu siegessicher wirkt. Aber manchmal ist sie so im Flow, dass es ihr einfach rausrutscht.
Das werde sie sich Anfang nächsten Jahres anschauen, antwortet sie am Dienstag bei ihrer Sommerpressekonferenz auf eine Frage zur Flüchtlingspolitik. Und ergänzt mit feiner Ironie, dass sie ja immer hinzufügen müsse, "dass wir jetzt eine Wahl haben". Damit ihr das nicht als Arroganz ausgelegt werde. Arroganter hätte sie es nicht sagen können.
Schulz streut den Satz "Wenn ich Bundeskanzler bin ..." inzwischen nur noch sparsam in seine Reden ein. Er weiß, dass er sich damit lächerlich macht. Und er ist einfach nicht zu jener Selbsttäuschung fähig, die es manchmal im Wahlkämpfen braucht.
Im Grunde bewundert er Merkel. Als sie ihm vor ein paar Jahren erzählte, sie habe ein Porträt im SPIEGEL über ihn gelesen, war Schulz furchtbar stolz, weil die große deutsche Kanzlerin sich für ihn interessierte.
Für einen kurzen Moment konnte Schulz davon profitieren, dass die Deutschen nach zwölf Jahren auch ein bisschen genug hatten von Merkel. Es gibt eine Sehnsucht nach Veränderung, aber Schulz kann sie wohl kaum bedienen. Im Grunde ist er Merkel zu ähnlich. Die beiden sind fast gleich alt, ihre politischen Überzeugungen liegen sehr nah beieinander. Wenn Angela Merkel sich einen Vizekanzler backen könnte, wäre er wohl so ähnlich wie Martin Schulz.
Am Ende hat Deutschland die Wahl zwischen einer Kanzlerin, die bewiesen hat, dass sie es kann, aber mit einer grenzenlosen Selbstgefälligkeit regiert. Und einem Kandidaten, der noch zeigen muss, dass er den nötigen Machtwillen hat.
Mitte Juni, auf der Bühne des Berliner Ensembles, spielt Moderatorin Amelie Fried mit Martin Schulz ein Rollenspiel. Es heißt Elevator Speech. Schulz soll sich vorstellen, dass er im Fahrstuhl seinen Chef trifft. Der Chef sind in diesem Fall die Wähler. In genau zwei Minuten muss er sie überzeugen, warum er der Bessere für den Job im Kanzleramt ist als Angela Merkel.
Fried stoppt die Zeit, Schulz legt los, aber er hat die Sache falsch verstanden. "Nehmen wir an, Angela Merkel wäre meine Chefin", sagt er, "dann würde ich ihr sagen ..."
Psychologen hätten ihre Freude an diesem Fauxpas. So also sieht Schulz die Machtverhältnisse. Der SPD-Kanzlerkandidat bewirbt sich bei Merkel, und sie entscheidet, ob er die Stelle bekommt.
Trotzdem geht für Schulz in diesen zwei Minuten ein Traum in Erfüllung: Endlich kann er einmal mit Merkel sprechen, kann ihr sagen, was er über sie denkt. "Sie haben das", sagt Schulz zur virtuellen Merkel, "zwölf Jahre nicht schlecht gemacht. Sogar ganz gut. Aber wir brauchen mehr Mut."
Man kann seine Worte auch als Bewerbung um die Vizekanzlerschaft verstehen.
In Brüssel lernte Martin Schulz, dass Politik ein ständiges Geben und Nehmen ist.
Martin Schulz würde nie auf die Idee kommen, die Partei Willy Brandts zu verraten.

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