02.09.2017

PersonalienKontrollverlust

Der Satz, der untrennbar mit Taylor Swift, 27, verbunden ist, stammt nicht aus einem ihrer Lieder. Er lautet: "I would very much like to be excluded from this narrative", und lässt sich in etwa so übersetzen: "Ich würde es sehr begrüßen, wenn ich in dieser Geschichte nicht weiter auftauchen würde." Die Sängerin, Multimillionärin und Meisterin der Selbstinszenierung hatte ihn im vorigen Jahr inmitten ihrer Fehde mit Kanye West und Kim Kardashian auf Instagram gepostet. Swift zitiert ihn selbstironisch am Ende des Videos zu ihrer neuen Single "Look What You Made Me Do", das vor einer Woche erschienen ist und seitdem alle Rekorde gebrochen hat. Und nun hat Swift erneut das Problem, nicht kontrollieren zu können, in welchen Kontexten sie auftaucht: Breitbart, die rechtspopulistische Nachrichten-Website von Stephen Bannon, twitterte begeistert Zeilen ihres Liedes. Andrew Anglin, Gründer der rechtsradikalen Internetseite "The Daily Stormer", hatte Swift bereits vor einiger Zeit als "arische Göttin" bezeichnet. Im Internet kursieren Versuche, den Text ihres Liedes zu einer Nazihymne umzudeuten. Manchem Musikkritiker gilt sie als perfekte Personifikation der Trump-Ära-Popkultur, und immer wieder wird Swift vorgeworfen, sich – anders als Miley Cyrus oder Katy Perry – politisch nicht klar genug zu positionieren.
Von Mke

DER SPIEGEL 36/2017
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