16.09.2017

Olympische SpieleKostentreiber

Paris und Los Angeles, die Ausrichter der Olympischen Spiele 2024 und 2028, rechnen mit Ausgaben von 4,8 Milliarden beziehungsweise 4,1 Milliarden Dollar. Ohne Infrastrukturbauten, etwa Straßen und Flughäfen, für die erfahrungsgemäß mindestens noch einmal die gleiche Summe anfällt. Forscher der Universität Oxford haben indes errechnet, dass die Kosten aller Spiele seit 1960 erheblich höher ausfielen als geplant, im Schnitt um 156 Prozent. Montreal (1976) ist Spitze mit einer Überschreitung von 720 Prozent, gefolgt von Lake Placid (1980) mit 324 Prozent. Die Entscheidung für die Spiele bedeute, "das finanziell risikoreichste und teuerste Megaprojekt anzustreben, das es gibt". Häufig würden "IOC-Funktionäre und Ausrichter falsche Informationen über Kosten und Mehrkosten der Spiele" liefern, schreiben die Wissenschaftler. Ein Grund, warum die Kosten aus dem Ruder liefen, sei der feste Eröffnungstermin: "Die Organisatoren können nur noch mehr Geld auf die Probleme werfen, und das tun sie."

DER SPIEGEL 38/2017
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