23.09.2017

Aachen„Wie in Fukushima“

In der Region Aachen haben mehr als 75 000 besorgte Bürger Jodtabletten beantragt. Seit dem 1. September können Anwohner das Medikament über die Stadt Aachen kostenlos beziehen, um nach einem Atomunfall im nahen belgischen Kraftwerk Tihange besser vor Schilddrüsenkrebs geschützt zu sein. Die Zahl der Anträge hat sich mehr als verdoppelt, seitdem vergangene Woche in Tihange Block 1 vom Netz genommen wurde. Ingenieure hatten einen Defekt an einer Pumpe im nuklearen Bereich festgestellt. Wissenschaftler der belgischen Universität Löwen fordern, auch Tihange 2 vom Netz zu nehmen. Sie haben eine Vielzahl Mikrorisse im Druckbehälter des Reaktors gefunden. Der Betreiberkonzern Electrabel hält die Risse für ungefährlich. Der Aachener Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) klagt vor belgischen Gerichten gegen den Betrieb von Tihange 2. "Bei einem GAU", sagt Etschenberg, "gibt es eine zehnprozentige Wahrscheinlichkeit, dass unsere Region so stark verseucht wird wie das Gebiet um Fukushima."
Von Le

DER SPIEGEL 39/2017
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