23.09.2017

PersonalienScientologys neuer Star

Als Teenager spielte sie in der Fernsehserie "The West Wing" die Tochter des US-Präsidenten, in "Mad Men" verkörperte sie eine junge Frau, die während der Sechzigerjahre in einer New Yorker Werbeagentur Karriere macht. Mittlerweile wird die amerikanische Schauspielerin Elisabeth Moss, 35, als "die Meryl Streep ihrer Generation" gefeiert. Vergangenen Sonntag gewann Moss einen Emmy, den wichtigsten Fernsehpreis der USA, für die Hauptrolle in "The Handmaid's Tale – Der Report der Magd". In der Serie, der Adaption eines Romans der kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood, werden die USA von einer fundamentalistischen Sekte beherrscht, die insbesondere Frauen brutal unterdrückt. Moss überzeugt in der Rolle einer Sexsklavin, die versucht, ihre Würde zu wahren. "The Handmaid's Tale" provoziert jedoch auch Fragen nach dem Privatleben der Hauptdarstellerin: Moss ist Mitglied von Scientology. In Deutschland wird die Organisation vom Verfassungsschutz beobachtet. "Die Scientology-Organisation lehnt das demokratische Rechtssystem ab", heißt es im Verfassungsschutzbericht 2016. Anders als ihr Kollege Tom Cruise weicht Moss Fragen zu Scientology in der Regel aus, sie redet lieber über ihre Katzen. Doch als ein Nutzer bei Instagram das fiktive totalitäre Regime der Serie mit Scientology verglich ("Bringt Sie das zum Nachdenken?"), reagierte die Schauspielerin: "Religiöse Freiheit und Toleranz sind mir extrem wichtig", schrieb sie. "Deshalb berührt mich die Serie sehr persönlich." In Deutschland läuft "The Handmaid's Tale" ab 4. Oktober bei Entertain TV, dem Streamingportal der Telekom.
Von Mwo

DER SPIEGEL 39/2017
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