10.01.2000

KIRCH-KONZERNGabe aus dem Morgenland

Der Münchner Leo Kirch bekommt weiteres Kapital für seine teuren Investitionen in das digitale Bezahlfernsehen rund um Premiere World. Der saudische Prinz Walid will in Kürze mit rund drei Prozent bei der Dachfirma Kirch Pay-TV einsteigen. "Es ist eine so gut wie beschlossene Sache", so sein Berater Tarak Ben Ammar zum SPIEGEL. Ben Ammar vermittelte bereits einen Pakt von Rupert Murdoch mit Kirch, bei dem der internationale Tycoon 24 Prozent von Kirchs Pay-TV erwirbt sowie seine Rechte an der Fußball-Champions-League ab Herbst teilweise Premiere World überlässt. Durch den neuen Deal mit dem Milliardär Walid, der seine Geschäfte am liebsten per Handy aus einem Beduinenzelt erledigt und auch bei Murdochs Konzern News Corporation wichtiger Großaktionär ist, erhält Kirch rund 400 Millionen Mark an frischen Finanzmitteln. Einige Großbanken haben mit Milliardenkrediten lediglich eine Zwischenfinanzierung für das verlustreiche Pay-TV gesichert.

DER SPIEGEL 2/2000
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